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Aus der Geschichte der Stadt Herdecke

810/819           
Gründung eines Kanonissenstiftes. Das Herdecker Stift war eine Tochtergründung des Kölner Stifts "Maria im Kapitol". Neue Forschungen vermuten die Klostergründung allerdings erst in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts.

Um 1100           
Erwähnung des Namens Herdecke

1229                
Das Lagerbuch der Äbtissin Hathwigis zu "Hirreke" ist die älteste erhaltene Nachricht über die Herdecker Mark.

1324                
Herdecke fiel aus kölnischem Besitz unter die Herrschaft des Grafen von der Mark.

1355                 
Graf Engelbert III. von der Mark verlieh das Recht, im Ort einen Kornmarkt abzuhalten.

1389                 
In der so genannten "Dortmunder Fehde" zwischen der freien Reichsstadt und dem Kölner Erzbischof sowie seinem Verbündeten, dem Grafen von Mark, plünderten die Dortmunder Ende und brannten einen Teil des Ortes nieder.

1410                 
Graf Adolf von Cleve gestattete, eine steinerne Brücke über die Ruhr bei ?Herycke" zu bauen. Eine Holzbrücke lässt sich schon für das 13. Jahrhundert vermuten.

1417                
Vereinigung der Grafschaft Mark mit dem Hause Cleve zum Herzogtum Cleve-Mark

1585                 
Erneuerung und Bestätigung des Herdecker Marktprivilegs durch Herzog Wilhelm von Cleve-Mark

1618-1648         
Im Dreißigjährigen Krieg musste der Ort schwere Rückschläge hinnehmen.

1661                
Die ersten Messerschmieden siedelten sich in Herdecke an.

1730                 
Die preußische Regierung bewilligte am 25. Juli die Einrichtung eines zweiten Markttages.

1739                
Am 26. Mai wurde Herdecke das Stadtrecht verliehen.

1806-1813       
Preußen verlor die Rheinprovinzen und Westfalen. Herdecke wurde als Bestandteil der Grafschaft Mark dem Großherzogtum Berg zugeschlagen, das der französischen Verwaltungseinteilung zufolge im Departement Ruhr lag.

1807                 
Der preußische König verzichtete im Frieden von Tilsit endgültig auf seine westfälischen Besitzungen.

1808                 
Die französische Gemeindeverfassung vom 18. Dezember vereinigte die Gemeinden Herdecke, Wetter und Ende zu einer Munizipalität mit Herdecke als Sitz der Verwaltung. Herdecke gehörte nun zum Kanton Hagen im Ruhrdepartement des Großherzogtums Berg.

1817                 
Nach der neuen preußischen Verwaltungseinteilung gehörte Herdecke jetzt dem Kreis Hagen an.

1851                
Die Herdecker Verwaltungseinheit mit Wetter und Ende wurde wieder getrennt.

1879                 
Seit 15. September ist Herdecke an die Eisenbahnlinie Düsseldorf - Hagen - Dortmund der Rheinischen Bahn angeschlossen.

1913                
Am 19. Juli feierliche Einweihung des neuen Rathauses

1928                
Einweihung des Krieger-Ehrenmals

1929                 
Herdecke, bisher zum Kreis Hagen gehörend, wurde Bestandteil des Ennepe-Ruhr-Kreises mit Schwelm als Kreisstadt. Herdecke widersetzte sich der Eingemeindung nach Hagen.

1939                 
Am 1. April wurde mit Ende ein schon im Mittelalter zur Herdecker Mark gehöriger Ortsteil wiedereingemeindet.

1982                
Der offizielle Name "Herdecke" trägt seit diesem Jahr nicht mehr den Zusatz "Ruhr".

1990                 
Am 3. Oktober wurde die Partnerschaft mit der Stadt Blankenburg (Harz) geschlossen.

Die Stadtgeschichte können Sie in den Videos des Herdecker Stadtfilmers Dieter Deffner finden:

DD-video Produktion: Herdecker Stadtfilme

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