Unterstützung für Flüchtlinge

 

Die steigende Zahl der Asylbewerberinnen und Asylbewerber stellt viele Städte und Gemeinden, so auch die Stadt Herdecke, vor große Herausforderungen. Derzeit leben über 400 geflüchtete Menschen in Herdecke.

 

Die Stadtverwaltung informiert mit entsprechenden Mitteilungen über aktuelle Ereignisse. Unten auf dieser Seite finden Interessierte die Nachrichten zur Flüchtlingssituation. Zudem fanden bereits Informationsveranstaltungen statt, um die Herdecker Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand zu informieren und im direkten Gespräch für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Die Unerbringung der geflüchteten Menschen erfolgt dezentral im gesamten Stadtgebiet. Daneben werden Unterkünfte für die Erstunterbringung von der Stadt zur Verfügung gestellt. Das Ziel ist, möglichst schnell alle Flüchtlinge in Privatwohnungen zu Vermitteln. Sollten Sie also Wohnraum zur Verfügung stellen können, melden Sie sich gerne beim Sozialamt der Stadt Herdecke.

Integration statt Isolation: Engagement in der Herdecker Bürgerschaft

„Trotz der großen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, bin ich mir sicher, dass wir in Herdecke gemeinsam weiterhin für eine offene Willkommenskultur sorgen können, in der sich die häufig traumatisierten Menschen wohl fühlen können“, so Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster.

Die Stadt Herdecke möchte wie bereits in der Vergangenheit umgesetzt weiterhin den Gedanken „Integration, statt Isolation“ verfolgen.

Viele Herdeckerinnen und Herdecker haben ihre Bereitschaft signalisiert, den Menschen auf verschiedenste Art und Weise Unterstützung zukommen zu lassen. Das war bereits auf der ersten Informationsveranstaltung im Oktober 2015 spürbar.

 

 

Konzept für gesellschaftliche Integration beschlossen

„Hand in Hand – gemeinsam in Herdecke“ lautet der Titel des Konzeptes für gesellschaftliche Integration in Herdecke, das jetzt fertig gestellt wurde. Der Rat der Stadt Herdecke hatte die Erstellung eines solchen Konzeptes beschlossen, um mit möglichst breiter öffentlicher Beteiligung tragfähige und nachhaltige Strukturen mit dem Ziel zu schaffen, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft besser zu gestalten.

In einem Beteiligungsprozess von etwa einem Jahr wurde das Konzept von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Kooperation mit dem Ibis-Institut (Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare) erstellt. In den Workshops, die dazu stattgefunden hatten, wurden die Handlungsfelder „Struktur“, „Ausbildung und Arbeit“, „Nachbarschaften und Wohnen“, „Engagement und Teilhabe“ sowie „Sprache und Bildung“ als Grundpfeiler des Konzeptes benannt.

Das finale Konzept wurde dem Rat in seiner letzten Sitzung am 05. Juli 2018 vorgestellt und von diesem beschlossen. Für Umsetzung hat sich im September 2018 eine Steuerungsgruppe zusammengefunden, die sich ebenfalls aus Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Verwaltung sowie allen in der Integrationsarbeit bekannten engagierten Akteurinnen und Akteuren zusammensetzt. Hier werden nun konkrete Maßnehmen zur Realisierung benannt und auf den Weg gebracht.

Zuweisung der Flüchtlinge nach einer festen Quote

Die Flüchtlinge werden nach einer Quote aus Einwohnerzahl und Gemeindefläche auf die Kommunen verteilt. Das Land NRW ist aktuell verpflichtet, 21,24 % der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, aufzunehmen. NRW weist seinen 396 Städten und Gemeinden dann eine feste Quote, die von der Einwohnerzahl und Flächengröße  abhängig ist, zu.

Für Herdecke beträgt diese Quote 0,1232 %. Je mehr Flüchtlinge also in Deutschland und damit in NRW ankommen, desto mehr werden Herdecke zugewiesen. Einfluss haben die Städte darauf nicht, auch nicht bei der Frage nach Nationalität, Religion oder Familienstand. Zwar ist der Höhepunkt der Zahl der ankommenden Menschen überschritten, dennoch kommen stetig weiter Flüchtlinge in Herdecke an, die versorgt und untergebracht werden müssen.

Flüchtlingsbetreuer

Die Stadt Herdecke hat aktuell einen Flüchtlingsbetreuer, der über die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung finanziert wird. Mehdi Kassem hilft den Menschen, sich in Herdecke zurecht zu finden und sind zudem Dolmetscher. Vor allem bei Behördengängen steht er zur Seite und unterstützt die Flüchtlinge.

Neben den Sprachkursen der VHS bieten auch Ehrenamtliche Sprachkurse für Flüchtlinge an. Diese finden dienstags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche, Alte Stiftsstraße 2 in Herdecke statt.

Auch hier werden noch ehrenamlitche Personen geuscht, die Freude daran haben, den geflüchteten Menschen die deutsche Sprache zu vermitteln. Barbara Degenhardt-Schumacher vom VCS und Oliver Schreiber stehen Interessierten für Fragen unter Telefon: 02330-7600  bzw. 02330-611 273 zur Verfügung.

"Ankommen" - Die kostenlose App des BAMF, um sich zurecht zu finden

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - kurz BAMF hat eine kostenlose App entwickelt, die Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, hilft, sich zurecht zu finden. Die App ist ein Wegbegleiter für die ersten Wochen in Deutschland.

Welche Schritte durch das Asylverfahren muss ich beachten? Wann muss mein Kind in die Schule? Wie erhalte ich eine Arbeitserlaubnis? Was tun, wenn ich krank werde? Die Antworten auf diese und weitere, übergeordnete Fragen erhalten Asylsuchende in Deutschland in der kostenlosen App "Ankommen". Außerdem können die Menschen mit der App Deutsch lernen.

 

Mehr Infos zu der App erhalten Interessierte > hier < direkt auf der Homepage des BAMF.

 

Geflüchtete Menschen können beim BAMF einen Antrag auf Zulassung zur Teilnahme am Integrationskurs stellen. Hierfür müssen jedoch einige Voraussetzungen vorliegen. Ein Merkblatt mit näheren Informationen steht Interessierten hier als Download zur Verfügung:

 

> Download Merkblatt Integrationskurse

Kommunales Integrationszentrum

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Ennepe-Ruhr-Kreises koordiniert die Aufgaben zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien der kreisangehörigen Städte.

Das KI hat ein Grundlagenpapier mit dem Titel "Flucht und Zuwanderung im Ennepe-Ruhr-Kreis" entworfen. Es enthält unter anderem die Zahlen und Daten (Stand Februar 2017) sowie Informationen zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen, zu Sprach- und Bildungsförderung, Ausbildung und Gesundheit. Außerdem wird ein Überblick über die Aktivitäten des KI und die Maßnahmen des Landes und des Bundes gegeben.

> Download Grundlagenpapier des KI

 

VIELFALT EN - Integrationsangebote im Ennepe-Ruhr-Kreis

Auf der Homepage www.vielfalt-en.de finden Menschen mit Migrationshintergrund mit wenigen Klicks Angebote im Ennepe-Ruhr-Kreis, die für sie mit Blick auf Bildung und Beruf und Integration interessant sein könnten. Im Sommer 2016 wurde die Seite vom Kommunalen Integrationszentrum freigeschaltet.

 

Die Datenbank trägt ihren Namen völlig zurecht. Sie enthält ein breit gefächertes Angebot aus den kreisangehörigen Städten. Zu finden sind zum Beispiel Integrationskurse und Hinweise auf Hausaufgabenhilfen, Adressen von Kleiderkammern und Tafeln, Veranstaltungen im Kulturbereich und Trainingsmöglichkeiten im Sport.

 

Wer die Seite aufruft, muss nicht befürchten, von der Vielzahl an Kursen, Veranstaltungen und Terminen erschlagen zu werden und den Überblick zu verlieren. Neben einer Stichwortsuche wurden Filter eingebaut. Sie machen es Besuchern möglich, sich die Angebote gezielt nach Bereichen wie beispielsweise Sprachkurse und Gesundheit, Treffpunkte und Erziehung sowie nach Orten und Zielgruppen, Zeiträumen und Kosten anzeigen zu lassen.

 

In der Ergebnisliste liefert ein weiterer Klick dann eine Kurzbeschreibung des jeweiligen Angebotes, nennt Ort und Zeit sowie Kontaktdaten von Ansprechpartnern. In ausgewählten Fällen ist zudem eine direkte Anmeldung möglich.

 

Die Datenbank wurde von der Wittener Agentur Sichtflug Medien konzeptionell und technisch so gestaltet, dass Vereine, Verbände und Verwaltungen Angebote mit wenig Aufwand selbstständig einpflegen und aktualisieren können. Das Projekt lebt also vom Mitmachen.

 

Engagierte Menschen gesucht

Das ungebrochene Engagement ist erfreulich. Die Flüchtlinge fühlen sich gut aufgenommen und die Bürgerschaft trägt mit ihrer Willkommenskultur dazu bei, dass sich die geflüchteten Menschen wohl in Herdecke fühlen. Doch natürlich werden weiterhin Engagierte Bürgerinnen und Bürger gesucht, die helfen möchten. Wer Interesse hat, kann sich an Oliver Schreiber vom Herdecker Sozialamt unter Telefon 02330 – 611 273 wenden.

 

Die Koordinierungsstelle Ehrenamt verbindet und vermittelt ehrenamtlichen Einsatz. Mehr Infos gibt es bei Gisela Scheller-Kiehne und Giesela Prinz immer freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr unter 02330 - 6297522 oder per Mail an: info(at)ehrenamt-herdecke.de sowie persönlich in der Hauptstraße 68 in Herdecke.

Daneben gibt es noch speziell für den Bereich der Flüchtlinge einen Ehrenamts-Koordinator, Herrn Siegfried Reiz. Interessierte erreichen Ihn über den VCS unter Telefon: 02330 - 7600.

Möbel, Kleider oder Spielsachenspenden nehmen die gemeinnützigen Organisationen dem Bedarf entsprechend entgegen.

Die einzelnen Kontaktmöglichkeiten im Überblick finden Interessierte in der rechten Spalte dieser Seite.

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