Unterstützung für Flüchtlinge

Nachbarschaftsfest in Herdecke
Nachbarschaftsfest in Herdecke

 

Die steigende Zahl der Asylbewerberinnen und Asylbewerber stellt viele Städte und Gemeinden, so auch die Stadt Herdecke, vor große Herausforderungen. Derzeit leben über 400 geflüchtete Menschen in Herdecke.

 

Die Stadtverwaltung informiert mit entsprechenden Mitteilungen über aktuelle Ereignisse. Unten auf dieser Seite finden Interessierte die Nachrichten zur Flüchtlingssituation. Zudem fanden bereits Informationsveranstaltungen statt, um die Herdecker Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand zu informieren und im direkten Gespräch für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Rund 100 Besucherinnen und Besucher kamen auf Einladung der Stadt zur Informationsveranstaltung im Oktober 2014.

Um geflüchteten Menschen ein zu Hause zu bieten, hat die Stadtverwaltung einige Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen. So wurden in der Vergangenheit Räume des ehemaligen Jugendzentrums sowie die leerstehende Hausmeisterwohnung in Ende umgebaut und auch Räume im Untergeschoss der im Sommer 2015 geschlossenen Albert-Schweitzer-Schule im Eicklohweg sind bezogen. Auf dem Gelände am Bleichstein wurden Container errichtet und im Nebengebäude des ehemaligen GVS Altenzentrums in der Goethestraße sind bereits Familien eingezogen.

 

Seit September 2016 sind auch die renovierten Räumlichkeiten der großen Unterkunft am Weg zum Poethen bezogen bzw. bezugsfertig. Am Ahlenberg wurden ebenfalls Container errichtet, die voraussichtlich über den Jahreswechsel 2016/2017 bezogen werden können. Außerdem haben viele geflüchtete Menschen in von der Stadtverwaltung angemieteten Privatwohnungen im gesamten Stadtgebiet ein zu Hause gefunden.

 

Integration statt Isolation: Engagement in der Herdecker Bürgerschaft

„Trotz der großen Herausforderungen, die es zu meistern gilt, bin ich mir sicher, dass wir in Herdecke gemeinsam weiterhin für eine offene Willkommenskultur sorgen können, in der sich die häufig traumatisierten Menschen wohl fühlen können“, so Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster.

 

Die Stadt Herdecke möchte wie bereits in der Vergangenheit umgesetzt weiterhin den Gedanken „Integration, statt Isolation“ verfolgen. Ziel ist es, viele Flüchtlinge ‐ besonders Flüchtlingsfamilien ‐ möglichst schnell aus der Notunterkunft in eine  Wohnung zu vermitteln.

 

Viele Herdeckerinnen und Herdecker haben ihre Bereitschaft signalisiert, den Menschen auf verschiedenste Art und Weise Unterstützung zukommen zu lassen. Das war bereits auf der ersten Informationsveranstaltung im Oktober 2015 spürbar. Auch Dr. Manfred Spaude von der Koordinierungsstelle Ehrenamt erreichten in letzter Zeit viele Anfragen und Angebote.

 

Barbara Degenhardt-Schumacher sammelt Anregungen und Ideen aus der Arbeitsgruppe Patenschaften auf einer Pinnwand.
Der größte Kreis der Interessierten arbeitete in der Gruppe Patenschaften mit.
Um handwerkliche Unterstützung ging es in der von Dieter Joachimi begleiteten Arbeitsgruppe.

Zuweisung der Flüchtlinge nach einer festen Quote

Die Flüchtlinge werden nach einer Quote aus Einwohnerzahl und Gemeindefläche auf die Kommunen verteilt. Das Land NRW ist aktuell verpflichtet, 21,24 % der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, aufzunehmen. NRW weist seinen 396 Städten und Gemeinden dann eine feste Quote, die von der Einwohnerzahl und Flächengröße  abhängig ist, zu.

 

Für Herdecke beträgt diese Quote 0,1232 %. Je mehr Flüchtlinge also in Deutschland und damit in NRW ankommen, desto mehr werden Herdecke zugewiesen. Einfluss haben die Städte darauf nicht, auch nicht bei der Frage nach Nationalität, Religion oder Familienstand. Sehr kurzfristig werden daher auch in Herdecke deutlich mehr Unterbringungsplätze erforderlich werden. Es kommen laufend mehr Menschen nach Herdecke.

 

Daher lautet der Aufruf an die Herdecker Bürgerinnen und Bürger: Wer Wohnungen, Häuser oder auch mit wenig Aufwand anzupassende Büro- oder Gewerbeimmobilien zu vermieten hat, kann sich gerne an Oliver Schreiber im Sozialamt der Stadt unter Telefon 02330 – 611 273 melden.

 

Flüchtlingsbetreuer

Die Stadt Herdecke hat eine Flüchtlingsbetreuerin und zwei Flüchtlingsbetreuer. Kawtar Lafridi, Mehdi Kassem und Ziad Zakaria Remmo helfen den Menschen, sich in Herdecke zurecht zu finden und sind zudem Dolmetscher. Vor allem bei Behördengängen stehen die drei zur Seite und unterstützen die Flüchtlinge.

 

Neben den Sprachkursen der VHS bieten auch Ehrenamtliche Sprachkurse für Flüchtlinge an. Diese finden dienstags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 11 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Alte Stiftstraße 2 in Herdecke statt sowie dienstags und donnerstags in der Zeit von 17 bis 19 Uhr im St. Urban-Haus, Westender Weg 41 in Herdecke statt.

 

> Eine Übersicht steht hier als Download bereit.

 

Ansprechpartner für Fragen sind Barbara Degenhardt-Schumacher vom VCS unter Telefon: 02330-7600 und Oliver Schreiber im Sozialamt unter Telefon: 02330-611 273.

 

Deutschkurs für Flüchtlinge

"Ankommen" - Die kostenlose App des BAMF, um sich zurecht zu finden

Download Flyer zur App "Ankommen"

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - kurz BAMF hat eine kostenlose App entwickelt, die Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, hilft, sich zurecht zu finden. Die App ist ein Wegbegleiter für die ersten Wochen in Deutschland.

 

Welche Schritte durch das Asylverfahren muss ich beachten? Wann muss mein Kind in die Schule? Wie erhalte ich eine Arbeitserlaubnis? Was tun, wenn ich krank werde? Die Antworten auf diese und weitere, übergeordnete Fragen erhalten Asylsuchende in Deutschland in der kostenlosen App "Ankommen". Außerdem können die Menschen mit der App Deutsch lernen.

 

Mehr Infos zu der App erhalten Interessierte > hier < direkt auf der Homepage des BAMF.

 

Geflüchtete Menschen können beim BAMF einen Antrag auf Zulassung zur Teilnahme am Integrationskurs stellen. Hierfür müssen jedoch einige Voraussetzungen vorliegen. Ein Merkblatt mit näheren Informationen steht Interessierten hier als Download zur Verfügung:

 

> Download Merkblatt Integrationskurse

Kommunales Integrationszentrum

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Ennepe-Ruhr-Kreises koordiniert die Aufgaben zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien der kreisangehörigen Städte.

 

Das KI hat ein Grundlagenpapier mit dem Titel "Flucht und Zuwanderung im Ennepe-Ruhr-Kreis" entworfen. Es enthält unter anderem die Zahlen und Daten (Stand Mai 2016) sowie Informationen zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen, zu Sprach- und Bildungsförderung, Ausbildung und Gesundheit. Außerdem wird ein Überblick über die Aktivitäten des KI und die Maßnahmen des Landes und des Bundes gegeben.

 

> Download Grundlagenpapier des KI

 

VIELFALT EN - Integrationsangebote im Ennepe-Ruhr-Kreis

Hier gelangen Sie zur Homepage VIELFALT EN des Ennepe-Ruhr-Kreises

Auf der Homepage www.vielfalt-en.de finden Menschen mit Migrationshintergrund mit wenigen Klicks Angebote im Ennepe-Ruhr-Kreis, die für sie mit Blick auf Bildung und Beruf und Integration interessant sein könnten. Im Sommer 2016 wurde die Seite vom Kommunalen Integrationszentrum freigeschaltet.

 

Die Datenbank trägt ihren Namen völlig zurecht. Sie enthält ein breit gefächertes Angebot aus den kreisangehörigen Städten. Zu finden sind zum Beispiel Integrationskurse und Hinweise auf Hausaufgabenhilfen, Adressen von Kleiderkammern und Tafeln, Veranstaltungen im Kulturbereich und Trainingsmöglichkeiten im Sport.

 

Wer die Seite aufruft, muss nicht befürchten, von der Vielzahl an Kursen, Veranstaltungen und Terminen erschlagen zu werden und den Überblick zu verlieren. Neben einer Stichwortsuche wurden Filter eingebaut. Sie machen es Besuchern möglich, sich die Angebote gezielt nach Bereichen wie beispielsweise Sprachkurse und Gesundheit, Treffpunkte und Erziehung sowie nach Orten und Zielgruppen, Zeiträumen und Kosten anzeigen zu lassen.

 

In der Ergebnisliste liefert ein weiterer Klick dann eine Kurzbeschreibung des jeweiligen Angebotes, nennt Ort und Zeit sowie Kontaktdaten von Ansprechpartnern. In ausgewählten Fällen ist zudem eine direkte Anmeldung möglich.

 

Die Datenbank wurde von der Wittener Agentur Sichtflug Medien konzeptionell und technisch so gestaltet, dass Vereine, Verbände und Verwaltungen Angebote mit wenig Aufwand selbstständig einpflegen und aktualisieren können. Das Projekt lebt also vom Mitmachen.

 

Engagierte Menschen gesucht

Das ungebrochene Engagement ist erfreulich. Die Flüchtlinge fühlen sich gut aufgenommen und die Bürgerschaft trägt mit ihrer Willkommenskultur dazu bei, dass sich die geflüchteten Menschen wohl in Herdecke fühlen. Doch natürlich werden weiterhin Engagierte Bürgerinnen und Bürger gesucht, die helfen möchten. Wer Interesse hat, kann sich an Oliver Schreiber vom Herdecker Sozialamt unter Telefon 02330 – 611 273 wenden.

 

Logo Koordinierungsstelle Ehrenamt

Die Koordinierungsstelle Ehrenamt verbindet und vermittelt ehrenamtlichen Einsatz. Mehr Infos gibt es bei Dr. Manfred Spaude immer freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr unter 02330 - 6297522 oder per Mail an: info(at)ehrenamt-herdecke.de. Hinweis: Sie finden Dr. Manfred Spaude nun in der Hauptstraße 68 in Herdecke!

 

Möbel, Kleider oder Spielsachenspenden nehmen die gemeinnützigen Organisationen dem Bedarf entsprechend entgegen.

 

Die einzelnen Kontaktmöglichkeiten im Überblick finden Interessierte in der rechten Spalte dieser Seite.

 

Aktuelle Nachrichten zum Thema:

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06. März 2017

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