16. Juni 2017

ALTBAUNEU: Erneuerbare Energien im Haus sind gut für Klima und Geldbeutel

Holzpellets, Foto: EnergieAgentur.NRW / Jochen Tack

Logo ALTBAUNEU

Für immer mehr Eigenheimbesitzer ist eine Solar-Anlage auf dem eigenen Dach oder eine Heizung im Keller, die Holz, Biogas oder Umweltwärme nutzt, eine interessante Investition. Einerseits ist es wichtig, einen eigenen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, andererseits macht es als eigener Strom- und Wärmeerzeuger unabhängiger von steigenden Energiepreisen der großen Anbieter.

 

Im Jahr 2016 wurden bundesweit durch etwa 1,6 Mio. Photovoltaik-Anlagen – davon 238.000 in NRW – mit rund 40.800 Megawattpeak (MWp) Leistungsstärke etwa 38 Mrd. kWh klimafreundlicher Strom erzeugt. Damit trug allein die Photovoltaik einen Anteil von etwa 6 Prozent zur deutschen Stromerzeugung bei.

 

Zudem werden mittlerweile über 150.000 Gebäude in NRW mit Wärmepumpen beheizt. Neben der Nutzung der Erdwärme mithilfe von Sonden oder Flächenkollektoren haben sich in letzter Zeit Luft/Wasser-Wärmepumpen in der Heizungssanierung durchgesetzt. „Wird diese Heizung dann noch mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, können 30 bis 50 Prozent des benötigten Stroms für den Betrieb der Wärmepumpe selbst produziert und direkt verbraucht werden“, erklärt Jörg Piontek-Möller, Klimaschutzmanager der Stadt Herdecke.

 

Auch Holzpellet-Heizungen in Kombination mit solaren Warmwasser-Anlagen sind bei der Heizungssanierung sehr beliebt. Holzpellets werden aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl und Hobelspänen ohne Zusatz von chemischen Bindemitteln hergestellt und sowohl in Pelletöfen im Wohnzimmer als auch in Zentralheizungen eingesetzt. „Der Brennstoff ist nachwachsend und kostengünstig, die Anlagentechnik ausgereift und komfortabel“, weiß Piontek-Möller.

 

Außerdem werden die Techniken, die erneuerbare Energien einsetzen, auch gefördert und Bund und Land NRW geben einen bestimmten Betrag für die Investition in umweltfreundliche Haustechnik dazu. „Wer mehr über die verschiedenen Techniken und Fördermöglichkeiten erfahren möchte, empfehle ich den Internetauftritt von ALTBAUNEU“, rät Piontek-Möller und verweist damit auf die Homepage www.alt-bau-neu.de/herdecke, auf der umfassende Informationen zur Sanierung von Altbauten bereit stehen.

 

Die Stadt Herdecke ist Mitglied im landesweiten Netz ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Klimaschutzministerium unterstützt wird. Klimaschutz und Energieeffizienz sind zentrale Themen des Netzwerks.