14. Juni 2017

Erfolgreiche Jugendmusiker ausgezeichnet

Der Herdecker Carlo Spangemacher demonstierte den Gästen sein Können mit der Violine. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Aus Witten erfolgreich: Sophie Mercedes Berns, Luise Plettner, Noah Diederichs. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Musikalisches Talent hoch vier aus Ennepetal: Mali-Aimé Cross, Malin Radüg, Jasmin Schmerse udn Laura Stubenvoll. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Luca Valentino Stoltenberg nimmt die Glückwünsche des stellvertretenden Landrats Jörg Obereiner entgegen. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

„Talent hilft natürlich ungemein. Allerdings sind Talent und Freude am Musizieren nur die eine Seite der Medaille. Es braucht eben auch viele, viele Übungsstunden, Durchhaltevermögen und die Stärke, den einen oder anderen Rückschlag wegzustecken. Wer das eine hat und das andere beherzigt, der kann am Ende so gekonnt aufspielen wie ihr.“ Landrat Olaf Schade nutzte die Begrüßung der „Jugend musiziert“ Teilnehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, um auf wichtige Erfolgsfaktoren hinzuweisen.

 

Zur Feier in die Schwelmer Sparkasse eingeladen waren Nachwuchsmusiker, die auf Regional-, Landes- und Bundesebene vordere Plätze belegen konnten. Gewürdigt wurden die Leistungen von 29 Mädchen und Jungen aus Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Wetter und Witten. Sie verbuchten 32 Topplätze beim Regionalwettbewerb, 8 auf Landes- und 3 auf Bundesebene.

 

Im Einzelnen erfolgreich waren mit Harfe, Klarinette, Klavier, Kontrabass, Querflöte, Violine oder Violonvello Alicia Bochkarova, Mali-Aimée Cross, Malin Radüg, Ksenia Rose, Jasmin Schmerse und Laura Stubenvoll (alle Ennepetal), Henry Wadsworth, Stuart Wadsworth und Ariana Selewski (alle Gevelsberg), Jakob Roßbach, Anne Sebastian, Luca Valentino Stoltenberg, Emma Vöhringer, Julia Vöhringer und Emilia Zajic (alle Hattingen), Luca Durgn, Elias Feldmann, Leni Elisabeth Köster, Carlo Spangemacher, Leander Spangemacher, Rianta Spangemacher, Titus Spangemacher und Alexander Wolter (alle Herdecke). Yaning Huang (Schwelm), Amelie Tölle (Wetter/Ruhr) sowie Sophie Mercedes Berns, Paula Kristin Busse, Noah Diederichs und Luise Plettner (alle Witten).

 

„Ganz besonders erwähnenswert ist natürlich das Duo Paula Kristin Busse und Titus Spangemacher. Für die Wittenerin und den Herdecker waren die ersten Plätze im Regional- und Landeswettbewerb quasi nur Internmezzos“, spielte Schade auf die Auftritte der beiden beim Bundesfinale an. Dort landete Busse mit ihrer Violine ebenso auf Platz 1 wie Spangemacher mit seinem Kontrabass. Dem Herdecker gelang dabei mit zwei verschiedenen Ensembles sogar ein Doppelsieg.

 

Schade sowie Martin Schreckenschläger, stellvertretender Vorsitzender des Regionalausschusses Jugend musiziert, und Michael Lindermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwelm, waren sich einig: Unabhängig vom Erfolg haben alle Musiker Mut bewiesen. Wer mit seinem Instrument eine Konzertbühne betrete, sich dem Vergleich mit anderen und dem Urteil einer Jury stelle, der habe in jedem Fall etwas für das Leben mitnehmen können.

 

Eine Einschätzung, die auch von den jungen Musikern geteilt wurde. Für sie steht fest: „Auch ohne Wettbewerbspreise würden wir weiter machen. Wir spielen unsere Instrumente ja vor allem deswegen, weil es wahnsinnig viel Spaß macht und wir uns dafür begeistern können.

 

Im musikalischen Teil der Feierstunde konnten sich die Gäste persönlich von den Fähigkeiten der jungen Künstler überzeugen. Das Programm gestalteten Carlo Spangemacher (Violine), Sophie Mercedes Berns (Klavier), Mali-Aimée Cross, Malin Radüg, Jasmin Schmerse und Laura Stubenvoll (Klarinette) sowie Stuart Wadsworth (Klavier).

 

 

Stichwort Wettbewerb „Jugend musiziert“

 

Der Wettbewerb „Jugend Musiziert“ soll Nachwuchsspieler motivieren, Herausforderung und Orientierung sein und Erfolgserlebnisse vermitteln. Weiteres Motiv für die Teilnahme: Musizieren fördert die intellektuelle, emotionale und soziale Kompetenz. Dabei sein können seit 1964 Sänger und Instrumentalisten. Die Altersgrenze liegt bei 21 (Instrument) bzw. 27 (Gesang) Jahren. Je nach Alter wird ein selbst gewähltes Vorspielprogramm zwischen 6 und 30 Minuten mit Musik aus verschiedenen Epochen erwartet.

 

 

Text: Ennepe-Ruhr-Kreis