28. Dezember 2017

Sozialhilfe: Kreisverwaltung übernimmt Aufgaben von den Städten

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Ansprechpartner für Bürger, die Anträge auf Eingliederungshilfe sowie die Übernahme von Bestattungskosten stellen, ist ab 2018 die Kreisverwaltung in Schwelm. Das hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung beschlossen. Die Kreistagsmitglieder sprachen sich dafür aus, die "Satzung zur Heranziehung der kreisangehörigen Gemeinden zu Sozialhilfeaufgaben" entsprechend zu ändern.

 

Damit endet Anfang Januar die bisherige Praxis der "Sowohl-Als-Auch-Zuständigkeit" von Städten und Kreis. Je nach beantragter Leistung waren für die Bürger einmal die Mitarbeiter im Rathaus, ein anderes Mal die im Kreishaus zuständig.

 

Beispiele: Ging es im Bereich Eingliederungshilfen um Frühförderung oder Inklusionsassistenz, fand man seinen Ansprechpartner im Kreishaus in Schwelm. Bürger, die ihren Wohnraum aufgrund einer Behinderung umbauen mussten oder Hilfsmittel benötigten, waren hingegen bei ihrer Stadtverwaltung an der richtigen Adresse. Bei der Übernahme der Bestattungskosten richtete sich die Arbeitsteilung danach, ob der Verstorbene ambulant (Stadt) oder stationär (Kreis) betreut worden ist.

 

Neben den Vorteilen für die Bürger - ein Ansprechpartner für alles - erwarten Städte und Kreis durch das Zentralisieren weitere positive Effekte. Was in der Vorlage für den Kreistag mit "höherer Fachlichkeit" beschrieben ist, meint: Im Rahmen der Eingliederungshilfen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichsten Leistungsansprüchen. Viele von ihnen wurden in den einzelnen Städten nur gelegentlich beantragt. Für die Mitarbeiter war damit jeweils intensives Einarbeiten angesagt. Das dürfte sich jetzt ändern, schließlich wird "gelegentlich" jetzt mit neun multipliziert. Landen doch die Anträge der Bürger aus allen kreisangehörigen Städten im Kreishaus.

 

Die gegenteilige Rechnung gilt für Fortbildungen. Diese können quasi durch neun dividiert werden. Obwohl für viele Mitarbeiter in den Stadtverwaltungen die Eingliederungshilfe und die Übernahme von Bestattungskosten nur ein Teil ihrer Aufgaben waren, mussten sie sich regelmäßig auf den neuesten Stand der rechtlichen Grundlagen und der Rechtssprechung bringen lassen. Zukünftig ist es ausreichend, wenn dies die Mitarbeiter der Kreisverwaltung machen.

 

Wie ebenfalls aus der Beschlussvorlage des Kreistages hervorgeht, denken Städte und Kreis darüber nach, weitere Aufgaben zu zentralisieren. Dazu zählen die Bereiche ambulante Pflege und Verfolgung von Unterhaltsansprüchen.

 

 

Stichwort Ansprechpartner ab 2018

 

Ennepe-Ruhr-Kreis, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm

 

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag 8 bis 12 Uhr

Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr

 

Eingliederungshilfe

Gisa Hornemann, Tel.: 02336/93 2750, Email: G.Hornemann(at)en-kreis.de

Joel Stieglitz, Tel.: 02336/93 2251, Joel.Stieglitz(at)en-kreis.de

 

Übernahme von Bestattungskosten

Julia Alexius, Tel.: 02336/93 2641, J.Alexius(at)en-kreis.de

Ilse Mittmann, Tel.: 02336/93 2269, I.MIttmann(at)en-kreis.de

 

 

Text: Ennepe-Ruhr-Kreis