06. Dezember 2017

Stadt Herdecke investiert 230.000 Euro in interaktive Tafeln an Herdecker Schulen

Jessica Rausch von der städtischen EDV stellt gemeinsam mit Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster und Beigeordneten Dieter Joachimi sowie Bernd Große Ruyken (EDV) und Friedrich-Harkort-Schulleiter Andreas Joksch die interaktiven Tafeln vor.

Zwei Lehrer des Gymnasiums probierten die neuen interaktiven Tafeln direkt aus. Lokalredakteur und ehemaliger FHS-Schüler Steffen Gerber schaut zu.

In diesen Tagen werden in den Klassenräumen der Herdecker Schulen insgesamt 65 alte Kreidetafeln durch interaktive Boards ausgetauscht. „Damit läuten wir das Ende der Kreidezeit ein“, sagt augenzwinkernd Bernd Große-Ruyken von der städtischen EDV, der in enger Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und Lehrkräften die Umrüstung begleitet. Alle Herdecker Grundschulen und die Friedrich-Harkort-Schule haben sich für diesen Weg entschieden und verabschieden sich damit von den grünen Kreidetafeln.

 

Insgesamt 230.000,- Euro, finanziert aus Landesmitteln des Programms „Gute Schule 2020“, fließen in die Technikausstattung der Klassenräume. „Vorangegangen waren mehrere Besichtigungen bei Herstellern sowie die Installation eines Testsystems am Gymnasium“, erläutert Jessica Rausch, Leiterin der EDV, den Entscheidungsprozess.

 

Der gesamte Tafelbereich ist mit sogenannten Boardmarkern zu beschriften. Neben der klassischen Nutzung der Tafel ist der mittlere Teil eine Projektionsfläche für den interaktiven Beamer. Dieser ist mit einem elektronischen Stift oder sogar mit einem Finger beschreibbar. Darüber hinaus sind die höhenverstellbaren Tafeln mit Lautsprecherboxen ausgestattet, sodass multimediale Inhalte wie Musik oder Filme wiedergegeben werden können. Ein Notebook mit spezieller Software rundet die Ausstattung der neuen Tafeln ab.

 

„Wir können dank der Vollausstattung bereits in wenigen Tagen mit den neuen digitalen Medien arbeiten“, freut sich Friedrich-Harkort-Schulleiter Andreas Joksch über insgesamt 35 neue Tafeln und Notebooks für das Gymnasium an der Hengsteyseestraße. Die nur einen Steinwurf entfernte Realschule hat sich übrigens für ein anderes System, bestehend aus mobilen Beamerwagen entschieden.

 

Das Kollegium der FHS hat eine erste Schulung zur Einführung des Systems bekommen. „Multiplikatoren werden in Kürze umfassend geschult und auch fachspezifische Fortbildungen soll es dann geben“, sind sich Bernd Große-Ruyken und Andreas Joksch einig, die Lehrerinnen und Lehrer auf dem Weg möglichst gut zu begleiten. Diese sollen sich auch bewusst „Zeit nehmen“, um sich an das neue System zu gewöhnen. Die interaktive Tafel kann auch erst einmal genauso genutzt werden wie eine herkömmliche grüne Tafel, nur eben ohne Kreide, dafür mit Boardmarkern.

 

Ein großes Lob gab es von Schulleiter Andreas Joksch, der sich bei der Politik für die Entscheidung, die Landesmittel für die Technikausstattung zu verwenden und bei der Verwaltung für die gute und fachmännische Begleitung bedankte. „In den kommenden zwei Wochen werden die Kreidetafeln auch an allen Grundschulen ersetzt“, beschreibt Jessica Rausch den weiteren Prozess und das ehrgeizige Ziel, die Umrüstung schon zum Ende des Kalenderjahres abgeschlossen zu haben. Mit Kreide wird dann nur noch auf dem Schulhof gemalt.