Rauchmelder retten Leben: Heute ist der Tag des Rauchmelders

Symbol Rauchmelder
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Rolf-Erich Rehm weist anlässlich des "Tages des Rauchmelders" auf die wichtige Rolle des Wanrgerätes hin. Gleichzeitig wirbt er für Kohlenmonoxid-Melder. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
Rolf-Erich Rehm weist anlässlich des "Tages des Rauchmelders" auf die wichtige Rolle des Wanrgerätes hin. Gleichzeitig wirbt er für Kohlenmonoxid-Melder. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

"Die Pflicht, Rauchmelder in allen Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungsweg dienen, zu installieren, hat sich wie erwartet bewährt. Im Einsatzalltag zeigt sich immer wieder: Die Geräte retten im Brandfall vor allem nachts Leben." Rolf-Erich Rehm, Kreisbrandmeister und Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung, nutzt den Tag des Rauchmelders (Freitag, 13. April), um ein Zwischenfazit für die seit Anfang 2017 geltende Einbauvorschrift zu ziehen.

Frühzeitige Warnung im Ernstfall, günstig in der Anschaffung, leichte Montage, hohes Sicherheitsgefühl und kaum Wartungsaufwand - die Vorteile moderner Rauchmelder sind vielfältig. "Sie wiegen die denkbaren Nachteile wie Fehlalarme oder störende Optik allemal auf", urteilt Rehm. Verantwortlich für das Anbringen sind immer die Wohnungseigentümer, Mieter müssen sich allerdings um die Betriebsbereitschaft kümmern.

Wer das Leben seiner Familie oder seiner Mieter mit einem Rauchmelder effektiv schützen möchte, sollte beim Kauf Einiges beachten. So müssen Geräte mit dem CE-Zeichen inklusiv Prüfnummer und der Angabe "EN 14604" versehen sein. Nur dann dürfen sie in Europa überhaupt verkauft werden.

"Aussagen zur Qualität", so Rehm, "sind mit diesem Zeichen aber nicht verbunden." Wer auf besondere Qualität und Zuverlässigkeit Wert legt, sollte zusätzlich auf das Qualitätszeichen "Q" achten. Rauchmelder, die dieses Zeichen aufwiesen, wurden über den Maßstab des CE-Zeichens hinaus auf Langlebigkeit geprüft, lösen weniger Falschalarme aus und haben eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren verfügt.

Rehm hat noch zwei weitere Tipps. "Wer auf mehreren Etagen wohnt, sollte möglichst auf vernetzbare Rauchmelder setzen." Klarer Vorteil: Fängt der Trockner im Keller Feuer, gibt das dort platzierte Gerät den Alarm an einen Rauchmelder auf Wohn- oder Schlafebene weiter. Der schrille Piepton weist die Bewohner so sehr zeitnah auf die Gefahr im Untergeschoss hin.

"Um die Rauchmelder anzubringen", so der Kreisbrandmeister, "muss auch längst nicht mehr gebohrt werden. Eine Alternative sind Magnetplatten, die an Decke und Gerät geklebt werden und damit eine sekundenschnelle Montage möglich machen."

Auch wenn das Vorhandensein von Rauchmeldern nicht kontrolliert wird, sollte das nicht zum Leichtsinn verleiten. "Es passiert nichts, solange nichts passiert", macht Rehm deutlich. Komme es zu einem Brand und damit zu einem Schadensfall, drohe Eigentümern, Vermietern und Mietern ohne Rauchmelder erheblicher Ärger mit Behörden und Versicherungen.

Für Rehm gibt es neben den Rauchmeldern noch ein weiteres Gerät, das er zum Kauf empfiehlt. "Wer eine Heizungsanlage, Gastherme, einen Ofen oder Kamin in seiner Wohnung oder seinem Haus hat, sollte auf keinen Fall auf einen Kohlenmonoxid-Melder verzichten. Auch er rettet Leben."

Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos und geschmacklos, also nicht wahrnehmbar. Gleichzeitig ist es ein extrem giftiges und tödliches Gas. Bei defekten oder nicht ordentlich gewarteten Geräten wie Heizungsanlagen oder Gasthermen sowie bei nicht ordnungsgemäß funktionierenden Abluftanlagen kann Kohlenmonoxid in den Wohnraum strömen und wird schnell zur tödlichen Gefahr. Dies verhindern gute Kohlenmonoxid Melder. Sie erkennen ansteigende Kohlenmonoxidkonzentrationen sehr früh und warnen so vor dem Eintreten erster Symptome einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

 

Text: Ennepe-Ruhr-Kreis