Klimabildung

„Unsere Stadt – Unser Klima“ so lautet der Titel des integrierten Klimaschutzkonzepts der Stadt Herdecke, welches durch den Rat der Stadt im März 2013 beschlossen wurde. Dieses Konzept bildet die Grundlage für künftige Energie- und Klimaschutzaktivitäten im Stadtgebiet. Mit dem Konzept soll ein Maßnahmenpaket umgesetzt werden, um diese Ziele zu erreichen. Hierzu wurden mit Bürgerbeteiligung vier Handlungsfelder in Workshops herausgearbeitet.

 

Während sich drei der Handlungsfelder rund um den Gebäudebestand im Stadtgebiet und Energieeffizienz drehen, befasst sich das vierte Handlungsfeld mit Umweltbildung und Mobilität. Hier ist insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen vorgesehen, wobei Kindern und Jugendlichen Klimaschutz aktiv nahe gebracht werden soll.

 

„In allen knapp 42.000 deutschen Schulen könnten jährlich ca. 200 Millionen Euro an Energiekosten – vorrangig durch Verhaltensänderungen – eingespart werden. Dies zeigt die bundesweite Studie ‚Einsparprojekte an Schulen‘ des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU e.V., Berlin).“

 

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Hausmeisterinnen und Hausmeister sind also aufgefordert, durch einfach umsetzbare Energiesparmaßnahmen Wärme, Strom, Wasser und Müll zu sparen. Im Vordergrund steht dabei energiebewusstes Alltagsverhalten bei der Benutzung von Thermostatventilen, Lampen, sonstigen elektrischen Geräten und insbesondere beim Lüften. Desto früher junge Menschen den ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt lernen, um so mehr integrieren sie den Klimaschutz in ihre täglichen Abläufe und passen ihre zukünftigen Lebensmodelle dementsprechend an. Natürlich spielen auch hier Schulwege eine wesentliche Rolle.

 

Aktuelle Projekte und Aktionen:

Klimaschutzwettbewerb der Herdecker Schulen

Der Startschuss für die Übergabe der Wettbewerbsmappe fiel am 29. April 2014 in der Grundschule Vinkenberg. Foto: David Hatzky

Auf Anregung der Bürgerinitiative Semberg hatte der Vorstand der Bürgerstiftung im Herbst 2013 beschlossen, einen Klimaschutzwettbewerb für alle Herdecker Schulen auszuschreiben. Hintergrund ist die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Herdecke, mit dem Ziel, die CO²-Emissionen, die derzeit bei jährlich 8,5 t pro Einwohner liegen, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten deutlich zu reduzieren. Da dieses Ziel nur durch die umfassende Aktivität vieler Bürgerinnen und Bürger und besonders auch zukünftig der jungen Generation zu erreichen ist, sollen von Anfang an die Kinder und Jugendlichen in den Schulen einbezogen werden.

 

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Mitgliedern der Bürgerinitiative Semberg, der Bürgerstiftung und der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke hat dazu eine Wettbewerbsmappe erarbeitet, die jetzt an die Herdecker Schulen übergeben wird. Als Preisgeld werden insgesamt 2.500 € zur Verfügung gestellt, davon bereits 1.000 € von der Bürgerinitiative Semberg.

 

Der Startschuss für die Übergabe der Wettbewerbsmappe fiel am 29. April 2014 in der Grundschule Vinkenberg. Schulleiterin Michaela Franz hatte zusammen mit ihren Kolleginnen sowie den Schülerinnen und Schülern ein beeindruckendes Programm für die Vertreter der an der Planung des Wettbewerbs beteiligten Einrichtungen vorbereitet. Eingerahmt wurde es durch zwei Lieder.

 

Quelle: Bürgerstiftung Herdecke

 

„Stromspar-Check in einkommensschwachen Haushalten"

Stromspar-Check Bild vom Flyer

Strom wird jedes Jahr teurer. Mit dem kostenlosen „Stromspar-Check" können seit 2010 auch Herdecker Haushalte mit geringem Einkommen ihre Energie- und Wasserkosten senken, dabei Geld sparen und gleichzeitig ihren Ausstoß an klimaschädlichem CO2 reduzieren. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Caritasverbandes, der Energieagentur Deutschland und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

 

Und so funktioniert der Stromspar-Check: Geschulte Stromsparhelfer kommen auf Wunsch in einkommensschwache Haushalte und führen den Stromspar-Check durch. Dabei werden die Verbrauchswerte von z.B. Waschmaschinen, Elektroherden, Kühlschränke, Lampen, Computer, Wasserkocher und Fernsehgeräten ermittelt. Danach geben die Stromsparhelfer qualifizierte Tipps, wie jeder seinen persönlichen Energie- und Wasserverbrauch mit einfachen Mitteln senken kann. Dabei bleibt es aber nicht.

 

Hier können Sie den Flyer zum Stromsparcheck herunterladen.

Bei einem zweiten Besuch werden kostenlos z.B. Energiesparlampen, Wasserperlatoren, schaltbare Scherleisten usw. im Gesamtwert von etwa 70,00 € eingebaut, so dass eine deutliche Reduzierung der Energie- und Wasserverbräuche erreicht wird, die dem eigenen Geldbeutel guttut und dabei hilft, unser Klima zu schützen.

 

Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Fragen zum Stromspar-Check richten Sie bitte an die Lokale Agenda 21 der Stadt Herdecke oder die Caritas Hagen e.V. (02331-91840)

 

So können Sie mitmachen:

  1. Rufen Sie die Stromsparhelfer an und vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 02302-2783093.
  2. Die Stromsparhelfer kommen zu Ihnen und überprüfen Ihren Stromverbrauch. Gleichzeitig erhalten Sie die ersten Tipps, wie Sie Strom sparen können.
  3. Beim zweiten Besuch der Stromsparhelfer erhalten Sie dann ihr kostenloses Stromspar-Paket, das auch sofort montiert wird.
  4. Zusätzlich erhalten Sie einen Stromspar-Fahrplan, der auf Ihren Haushalt abgestimmt ist und der konkrete Vorschläge macht, wie Sie Ihren Stromverbrauch weiter reduzieren können.

Unter www.stromspar-check.de erhalten Sie weitere Informationen.

 

 

Wie steht es um Ihre persönliche CO2-Bilanz?

Klimapolitisch noch akzeptabel wäre ein CO2 Ausstoß von weltweit 2,5 Tonnen pro Person und Jahr.

Klimapolitisch noch akzeptabel wäre ein CO2-Ausstoß von weltweit 2,5 Tonnen pro Person und Jahr. In Deutschland liegt die durchschnittliche CO2-Emission jedoch bereits bei ca. 11 Tonnen pro Jahr.

 

Unsere ganz persönliche CO2-Bilanz wird bestimmt durch unsere Art zu Wohnen, zu Essen, zu Konsumieren, uns zu Bewegen und die Menge an Energie, die wir dabei verbrauchen. Deshalb ist der CO2-Rechner optimal, um Ihnen auf leicht verständliche und nachvollziehbare Art und Weise zu zeigen, wie groß ihr persönlicher Betrag am Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 ist. Auch können Sie anschaulich nachvollziehen, wie ein verändertes Nutzerverhalten, beispielsweise bei der veränderten Nutzung des eigenen PKW, ihre persönliche CO2-Bilanz beeinflusst.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter uba.klima-aktiv.de.

 

Teilnahme an der Klima-Karawane im Juli 2002

Im Rahmen einer landesweiten Aktionswoche machte die Klima-Karawane in Herdecke halt. An diesen Tagen standen viele verschiedene Aktionen und Vorträge auf dem Programm. Ziel der Klima-Karawane ist die Verdeutlichung über einen Zusammenhang zwischen unserer CO²-Überproduktion und der Klimakatastrophe.

 

 

Aktionen in Kooperation mit dem Kino ONIKON

"Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft"

Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller  und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im November 2017 anlässlich der Klimakonferenz zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Elf Jahre sind vergangen, seit das erste Werk mit dem Titel „Eine unbequeme Wahrheit“ uns die Klimakrise vor Augen geführt hat. Der ehemalige Vizepräsident der USA Al Gore hatte damals in einem Dokumentarfilm die Folgen des Klimawandels dargestellt. Nun kämpft er mit einer mitreißenden Fortsetzung weiter gegen die Zerstörung unserer Erde und warnt noch einmal eindringlich vor den Folgen der globalen Erwärmung.

 

Der Film zeigt, wie Gore um die Welt reist und dokumentiert, was sich in den letzten Jahren verändert hat. Dabei stehen unter anderem das bahnbrechende Klimaabkommen von Paris und die umweltfreundliche Technologie auf der einen Seite, die größer gewordenen globalen Veränderungen durch den Klimawandel auf der anderen. Er ist im Austausch mit Vorreitern in Klimafragen, Klimaexperten und auch auf der Suche nach Ideen und Inspiration, den Klimawandel zu überwinden. Die Regisseure Bonni Cohen und Jon Shenk zeigen Al Gore im Gespräch mit Politikern in der ganzen Welt.

 

"The End of Meat – Eine Welt ohne Fleisch"

Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller  und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2017 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Regisseur Marc Perschel beschäftigt sich in diesem Dokumentarfilm mit der Frage, wie unsere Gesellschaft ohne den Verzehr von Fleisch aussehen könnte. Er thematisiert die Ausbeutung von Tieren und kommt dazu mit Wissenschaftlern, Aktivisten, Philosophen und auch Künstlern ins Gespräch und stellt ihre Gedanken, Ideen und Vorschläge vor.

 

Zu Gast bei zwei Kanadiern lernt er das Hausschwein Esther kennen, begegnet geretteten Nutztieren in Freiheit, besucht Pioniere der veganen Revolution Deutschland und reist in die erste vegetarische Stadt Indiens. Er stellt einige der vielen Fragen, die geklärt werde müssen, bevor eine fleischfreie Gesellschaft Realität werden kann.

 

 

"Bauer unser"

Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller  und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Juni 2017 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„So kann und wird es nicht weitergehen“ ist der einhellige Tenor, den der Film von Regisseur Robert Schabus vermittelt. Die Dokumentation macht die wirtschaftlichen, strukturellen und sozialen Aspekte der Landwirtschaft zum Thema und präsentiert Interviews von Betreibern von insgesamt sechs verschiedenen österreichischen Bauernhöfen – vom Bauern über den Biobauern bis hin zum konventionellen Agraringenieur.

 

Schabus zeigt, wie es auf Bauernhöfen zugeht und es wird deutlich, dass die meisten der Bauern die Industrialisierung in Frage stellen. Der Film thematisiert Produktionsbedingungen, Industrie und Handel und macht so die Spannungen der Landwirtschaft in einer globalisierten Welt zwischen Profitabilität, Nachhaltigkeit, Konsumenten und Selbstsicht der Bauern zum Gegenstand.

 

 

"Von Bananenbäumen träumen"

Plakat zum Film

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im April 2017 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Das Werk von Antje Hubert handelt von einem Dorf, das in finanziellen Nöten steckt. Die Bewohnerinnen und Bewohner möchten nicht länger zusehen und für ihre Heimat einstehen. Sie wollen selbst für ihr Dorf Geld verdienen und gründen mit Hilfe eines Berliner Projektentwicklers eine Aktiengesellschaft, dessen Geschäftsmodell auf Gülle, afrikanischen Welsen und Bananenbäumen basiert.

 

Regisseurin Antje Hubert hat die Menschen vor Ort über fast drei Jahre dabei als Beobachterin begleitet und zeigt in ihrem Film vor dem Hintergrund der Landflucht in Europa die Dorfbewegung. Sowohl Einheimische als auch Zugereiste, Erwachsene und Kinder wachsen hier zusammen.

 

"Kommen Rührgeräte in den Himmel?"

Plakat zum Film

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Februar 2017 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Macht es einen Unterschied, ob wir Dinge herstellen, um einen Unternehmer oder einen Aktienbesitzer noch ein bisschen reicher zu machen, oder ob wir Dinge schaffen, von denen wir glauben, dass die Menschen sie brauchen?“ Diese Fragen stellt der Film „Kommen Rührgeräte in den Himmel?“.

 

Der Film von Bert Göhler und Reinhard Günzler setzt sich kritisch mit dem Konsumverhalten einer Wegwerfgesellschaft auseinander. Die Studentin Carmen geht der globalen Verschwendung auf den Grund. Um die Beziehung zu Erzeugnissen zu untersuchen, trifft sie verschiedene Menschen und spricht mit ihnen über die Entwicklungen der heutigen Zeit.

 

Mit einem Blick auf den menschlichen Wunsch nach einem langen Leben stellt sich Carmen bei ihrer Reise die Frage, warum wir unseren Erzeugnissen verweigern, was wir uns selbst am meisten wünschen.

 

"The Farmer and I"

Plakat zum Film

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im November 2016 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Thema des Werkes ist die Entwicklung der Globalisierung und dessen Probleme, die sie vor allem für die Landwirtschaft in Bhutan mit sich bringt. Der Film zeigt, wie die deutsche Filmemacherin Irja und der bhutanische Bauer Sangay gemeinsam eine 25-teilige fiktionale TV-Serie produzieren, um für eine unabhängige und nachhaltige Landwirtschaft zu werben und den Bhutanern eine attraktive Alternative zum Stadtleben zu bieten.

 

Die kulturellen und persönlichen Grenzen, an die sie dabei stoßen, sprechen für die große Herausforderung, die Bhutan im Zuge der fortschreitenden Globalisierung bewältigen muss.

 

„Tomorrow“

Gemeinsam stellen Friedhelm Schürmann vom Kino Onikon (rechts) und Jörg Piontek-Möller von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke den Film vor.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im September 2016 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Tomorrow“ heißt das Werk von Schauspielerin Mélanie Laurent und dem französischen Aktivist Cyril Dion, das sich mit den Fragen „Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten?“ und „Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte?“ beschäftigt. Durch Bekanntwerden eine Studie setzen sich die beiden mit dem Szenario auseinander, das den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt.

 

So machen sich Laurent und Dion auf den Weg und dokumentieren ihre Reise durch die Welt, auf der sie sich mit Experten austauschen und diskutieren, Projekte und Initiativen besuchen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Ihr Ziel ist es, genügen handfeste Ansätze zu bekommen, um die Menschen zu inspirieren, zu überzeugen und zum Handeln  zu bewegen, damit eben dieses Szenario nicht eintritt.

 

„Power to Change – Die EnergieRebellion“

Gemeinsam stellen Friedhelm Schürmann vom Kino Onikon (rechts) und Jörg Piontek-Möller von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke den Film vor.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Juni 2016 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Carl-A. Fechner präsentiert mit „Power to Change“ einen Film, der das Jahrhundertprojekt „Energiewende“ beleuchtet.

 

Denn mit ihr stehen wir vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters. Das Werk erzählt persönliche Geschichten von Kämpfern, Tüftlern und auch ganz unscheinbaren Menschen, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen.

 

Fechner nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch die Energierevolution, die gezeichnet ist von Erfolgen und auch Rückschlägen. Spannend und kurzweilig beschreibt der Regisseur die Vision einer Versorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien und setzt dabei einen Punkt hinter Weltuntergangszenarien.

 

„The True Cost – Der Preis der Mode“

Gemeinsam stellen Friedhelm Schürmann vom Kino Onikon (rechts) und Jörg Piontek-Möller von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke den Film vor.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im April 2016 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 Euro. In der Regel freuen sich Kundinnen und Kunden in einem Modegeschäft, wenn die neusten Trends so günstig zu haben sind. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet?

 

Regisseur Andrew Morgan zeigt in seinem Film „The True Cost – Der Preis der Mode“ nicht nur eine überhitzte Wirtschaft. Er zeichnet den Weg auf, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns in die Geschäfte kommt. Und der ist erschreckend. Morgans Werk thematisiert die Profitgier, die Umweltschäden und die sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in den Fabriken der Länder, in denen unsere Kleidung hergestellt wird. Viele Flüsse in Asien sind von den Gerbstoffen der Lederproduktion so kontaminiert und in Indien, dem größten Baumwollproduzenten, sind die Böden inzwischen so vergiftet, dass kaum noch etwas wächst. In vielen Dörfern gebären Frauen Kinder mit schweren körperlichen und geistigen Behinderungen.

 

Der Gegensatz könnte größer nicht sein: Modenschauen mit Starmodels und rotem Teppich auf der einen Seite, die Produktion unter menschenunwürdigen Bedingungen und die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter der glamourösen Welt versteckt wird, auf der anderen Seite.

 

„Landraub“

Gemeinsam stellen Friedhelm Schürmann vom Kino Onikon (rechts) und Jörg Piontek-Möller von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke den Film im Herdecker Rathaus vor.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Februar 2016 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Kaufen Sie Land. Es wird keines mehr gemacht“, hat es Mark Twain auf den Punkt getroffen. Denn Ackerland ist die wichtigste Ressource auf unserer Erde, die immer seltener wird. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren und nach er Finanzkrise rückten die Äcker ins Blickfeld der Geschäftswelt. Die Folge: Nicht mehr die Bauern bestimmen über die Böden, sondern Profitinteressen.

 

Das Werk von Kurt Langbein und Christian Büser bringt die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Nachdenken und motiviert zum Handeln. Denn „Landraub“ zeigt die Auswirkungen der nicht miteinander zu vereinenden Interessen zwischen Bauern und Investoren. Gesundes Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle stehen Vertreibung, Versklavung und Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen gegenüber. Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft. Bauern und Völker mussten weichen. Nahrung für die wohlhabenden Länder wird produziert, nicht aber Nahrung für die einheimischen Menschen in den betroffenen Regionen. Wenn der Raubzug der Äcker weiter hingenommen und nicht verhindert wird, zerstören die Menschen ihre eigene Lebensgrundlage.

 

 

„10 Milliarden Menschen – Wie werden wir alle satt?“

Der städtische Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller (rechts) stellt den Film gemeinsam mit Friedhelm Schürmann vom Kino ONIKON vor.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im November 2015 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Regisseur Valentin Thurn (THE WASTE) ist wieder auf der Suche nach Lösungen zu brisanten Fragen. Mit dem Film „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“ hat er wieder ein spannendes Werk geschaffen. Der Titel des Filmes ist Programm. Die Weltbevölkerung wird im Laufe dieses Jahrhunderts auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Thurn sucht weltweit nach Lösungen und gelangt dabei zu weiteren Fragen wie „Wo soll die Nahrung für alle herkommen?“ und „Kann man Fleisch künstlich herstellen?“ Vielleicht sind Insekten die neue Proteinquelle oder jeder baut seine eigene Nahrung an? Auf seiner Suche nach Antworten spricht der Regisseur mit der industriellen und bäuerlichen Landwirtschaft, trifft auf Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken. Der Film präsentiert innovative Ansätze für die Ernährungssicherung und zeigt den Zuschauerinnen und Zuschauern, dass unser Essverhalten maßgebend Einfluss hat.

 

 

Leben mit der Energiewende Teil 3

Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke, Friedhelm Schürmann vom Kino ONIKON und städtischer Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller stellen den Film im Kino vor (v.r.).

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im August 2015 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Im dritten und letzten Teil der Film-Trilogie zeigt Regisseur Frank Farenski Beispiele auf, wie es Bürgerinnen und Bürger und auch Unternehmen – von Kleinsiedlung über ein Bürger-Nahwärmenetz bis zum Wirtschaftsbetrieb – geschafft haben, ihre ganz persönliche Energiewende zu meistern und damit zum großen Ganzen beitragen. Und das sogar besser und billiger als die alte, umweltschädliche Energieversorgung durch Strom-Konzerne.

 

Der Bauer und sein Prinz

Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke (rechts) stellt gemeinsam mit Friedhelm Schürmann vom Kino ONIKON en den Film vor dem Herdecker Kulturhaus vor.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Mai 2015 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Man muss der Natur etwas zurückgeben. Heutzutage geben wir nichts zurück – wir nehmen nur.“ Dieses Zitat charakterisiert den Dokumentationsfilm „Der Bauer und sein Prinz“. Er erzählt in beeindruckender Weise die Geschichte über Prinz Charles und seine ökologische Farm, die Duchy Home Farm in Tetbury. Seit fast 30 Jahren verfolgt der Prinz dort in Südengland in der Grafschaft Gloucestershire, die Vision einer nachhaltigen Landwirtschaft umzusetzen. Farmmanager David Wislon unterstützt Prinz Charles bei diesem unkonventionellen Projekt. Doch auch wenn Bauern aus ganz Britannien zur Duchy Home Farm pilgern, stößt der Prinz of Whales mit der Idee, sein Land in Einklang mit der Natur ohne Gifte zu bewirtschaften, nicht überall auf Jubel.

 

 

Leben mit der Energiewende Teil 2

Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke sowie Jörg Piontek-Möller, städtischer Klimaschutzmanager, und Martina Steitz vom Kino ONIKON stellen den Film vor dem Herdecker Rathaus vor (v.l.).

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im März 2015 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Leben mit der Energiewende 2“ macht deutlich, dass eine Versorgung mit regenerativer Energie zu 100 Prozent möglich ist und präsentiert Werkzeuge, mit denen die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen die Energiewende gestalten können und einen Beitrag zum großen Ganzen leisten können.

 

 

Leben mit der Energiewende

Friedhelm Schürmann vom Kino ONIKON stellt gemeinsam mit Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke und dem städtischen Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller den Film vor (v.l.).

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Januar 2015 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Ist die Sonnenenergie zu teuer und ihr Anteil an der regenerativen Stromversorgung zu gering?“ Diese Frage stellt der Film „Leben mit der Energiewende“, den die Lokale Agenda der Stadt Herdecke in Kooperation mit dem Kino ONIKON präsentieren wird. Der Film von Frank Farenski setzt sich kritisch mit den Entwicklungen der Photovoltaik und ihrem Anteil an der regenerativen Stromversorgung auseinander und thematisiert den Umstieg auf erneuerbare Energien. Der Regisseur führt in seinem Werk zu verschiedenen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Politikerinnen und Politikern, die im Kontext der Energiewende arbeiten.

 

„Chasing Ice“ – ein Film mit einzigartigen Bildern

Antje Meyer und Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller präsentieren den Film Chasing Ice mit Friedhelm Schürmann vom Kino ONIKON (v.l.).

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2014 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Chasing Ice“ ist ein Dokumentationsfilm über die Schönheit einer untergehenden Welt und den sinnlich wahrnehmbaren Beweis des Klimawandels. Er zeigt einzigartige Aufnahmen des Naturfotografen und Wissenschaftlers James Balog. Während der Langzeitstudie EIS (Extreme Ice Survey“) fand Balog unwiderlegbare Beweise für die Klimaveränderungen unseres Planeten und zeichnete für den Film über mehrere Jahre die Veränderung der Gletscher mit einer speziell entwickelten Zeitrafferkamera auf. So entstanden unvergessliche und atemberaubende Bilder voller Schönheit, die sich in Schrecken wandeln. Eisberge, die seit Jahrhunderten existierten, schmelzen in rasender Geschwindigkeit dahin.

 

Mit diesem Film macht der Naturwissenschaftler den Zuschauerinnen und Zuschauern den Klimawandel erlebbar und auch bewusst, welche Veränderungen von geologischem Ausmaß die Erde derzeit erfährt und die Menschen mit verursachen. James Balog erhofft sich mit diesem Film, dass uns nun noch rechtzeitig bewusst wird, welche Folgen der Klimawandel für unseren Planeten hat.

 

"Population Boom"

Der städtische Klimaschutzmanager Jörg Piontek, Martina Steitz vom Kino Onikon und Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke präsentieren den Film „Population Boom“.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Mai 2014 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Population Boom“  ist nach „Plastic Planet“ ein neues Werk von Werner Boote und setzt sich mit dem Thema der Überbevölkerung auseinender.

 

Unsere Erde beherbergt derzeit etwa sieben Milliarden Menschen. Überbevölkerung? Wer von uns ist zu viel? Mit dieser Frage beschäftigt sich Boote in seinem neuen Dokumentarfilm, worin er nicht nur den Erzähler, sondern auch den Protagonisten verkörpert. Er reiste von den USA über China bis nach Afrika über den Globus und suchte überall das Gespräch mit Menschen, die sich intensiv mit dem Thema Überbevölkerung beschäftigen. Erstaunlicherweise stellt Boote im Laufe seines Films fest, dass es sich bei der Angst vor dem steten Wachstum der Menschheit vor allem um einen bewusst entfachten Mythos handelt, um von den eigentlichen Problemen unserer Welt abzulenken. Auch die meisten seiner Gesprächspartner halten die Überbevölkerung für eine Lüge.

 

Fairtrade: Filmvorstellungen zum fairen Handel

Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke und Friedhelm Schürmann vom Kino Onikon präsentieren die Filmvorstellungen zum Thema Fairtrade – Fairer Handel mit Blumen und Kaffee.

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im März 2014 zu zwei Filmveranstaltungen ins Onikon ein.

 

„Blumengrüße vom Äquator“ hieß der erste Film und beleuchtet die Problematik des fairen Handels mit Blumen. Denn jährlich werden in Deutschland schätzungsweise 10 Milliarden Schnittblumen verkauft, von denen nur etwa 20 Prozent aus der Heimat stammen. Ein zunehmender Anteil wird in Ländern wie Ecuador und Kenia produziert und per Luftfracht nach Deutschland transportiert. Die Produktionsmethoden und Arbeitsbedingungen haben Menschenrechts- und Entwicklungshilfeorganisationen auf den Plan gerufen.

 

Danach wurde der faire Handel mit Kaffee thematisiert. Etwa 180 Millionen Euro geben Menschen täglich für Kaffee aus. Damit ist Kaffee nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff der Welt. Der Dokumentarfilm schildert den Weg der Produktionskette und enthüllt die Geschichte hinter der Kaffeehaus-Fassade. Er zeigt Alternativen zum konventionellen Kaffeehandel am Beispiel zweier Genossenschaften auf, von denen eine handwerklich in Uganda produziert, die andere technologisch besser ausgestattet in Costa Rica. Diese beiden Genossenschaften verdeutlichen faire Strukturen im Handel.

 

„Bottled Life“ - Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Poster Bottled Life

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2013 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

„Bottled Life“ setzt sich mit dem Problem auseinander, dass sauberes Wasser in unserer stetig wachsenden Weltbevölkerung immer mehr zur Mangelware wird. Die Dokumentation von Urs Schnell und Res Gehringer beschreibt das boomende Geschäft mit dem Trinkwasser in der Flasche und konzentriert sich dabei ganz auf den Branchenführer, den Schweizer Nestlé-Konzern. Der Film beschäftigt sich mit der Expansionsstrategie des Konzerns im globalen Wassermarkt.

 

„TASTE THE WASTE – Die globale Lebensmittelverschwendung“

Plakat Taste The Waste

Lokale Agenda und Filminitiative Onikon luden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2013 zu einer Filmveranstaltung ins Onikon ein

 

Was Lebensmittel mit dem Klimawandel, dem Kampf um Land und Getreidepreise zu tun haben, zeigt der Dokumentarfilm "Taste the Waste" von Valentin Thurn, den die Lokale Agenda im Oktober im Onikon präsentierte. Facettenreich und sachlich beschreibt der Film Zusammenhänge und unternimmt eine Reise, die viele Fakten vermittelt und den Zuschauer mitunter staunend zurücklässt.

Begleitend zur Abendveranstaltung wurde im Rahmen der Klimabildung den Herdecker Schulen Gelegenheit geboten, diesen Film zu zwei Vormittagsveranstaltungen zu besuchen.

 

„The age of Stupid“

Poster The Age of Stupid

Lokale Agenda lud interessierte Bürgerinnen und Bürger im Oktober 2012 zu Filmveranstaltung ins Onikon

 

„Why didn`t we stop climate change when we had the chance?“

 

Diese Frage stellt sich in dem Dokumentarfilm „The age of stupid“ im Jahr 2055 ein Überlebender der Klimakatastrophe. In dieser Zukunftsvision wird in Rückblicken auf das heutige Treiben für und wider den Klimaschutz hingewiesen. Ein Film, der zum Nachdenken über das eigene Umweltbewusstsein und Konsumentenverhalten anregt.

 

 

 

Die Perspektive des Jahres 2055 ist Fiktion, alle Geschichten und Szenarien dieses Dokudramas allerdings Realität.

 

In zwei Vormittagsveranstaltungen lud die Lokale Agenda in Kooperation mit dem Onikon Schülerinnen und Schüler in das Kino ein. Im Abendprogramm wurde eine weitere Vorstellung für interessierte Herdecker Bürgerinnen und Bürger angeboten.

 

Die 4. Revolution - Energy Autonomy

Poster Energy Autonomy

Lokale Agenda lud interessierte Bürgerinnen und Bürger im April 2011 zu Filmveranstaltung ins Onikon

 

Der Film DIE 4. REVOLUTION - ENERGY AUTONOMY ist ein kraftvolles Plädoyer für den sofortigen Umstieg auf erneuerbare Energien. Er entwickelt kein Schreckensszenario über die Folgen des Klimawandels, sondern zeigt mithilfe Mut machender Beispiele und engagierter Persönlichkeiten aus aller Welt, wie der vollständige Wechsel von Erdöl, Gas, Kohle und Atomkraft zu Wind-, Wasser- und Solarkraft gelingen kann - gegen die Widerstände mächtiger Konzerne.

 

Am 04. und 06. April 2011 lud die Lokale Agenda Herdecker Schulklassen zu mehreren Vormittagsveranstaltungen ein. In einer weiteren Abendveranstaltung hatten die übrigen Herdecker Bürgerinnen und Bürger ebenso die Gelegenheit den Film kennenzulernen. Im Anschluss an die Vorführung stellte sich die BürgerEnergieGenossenschaft eG (BEG) vor. Die BEG baut Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Region Hagen und des Ennepe-Ruhr Kreises.