Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Herdecke

Die Lokale Agenda hat in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Infas Enermetric aus Emsdetten ein integriertes Klimaschutzkonzept für Herdecke erstellt. Der Rat der Stadt hat dieses Klimaschutzkonzept in seiner Sitzung am 14. März 2013 beschlossen. Die Stadt erhält durch dieses Projekt eine genaue Übersicht über die Energieverbräuche und den CO2-Ausstoß im Stadtgebiet, aufgeschlüsselt für die Bereiche kommunale Liegenschaften, private Haushalte, Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, Verkehr, Straßenbeleuchtung und Abfall.

Weitere Informationen zur infas enermetric GmbH erhalten Sie auf der Homepage www.infas-enermetric.de.

Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Herdecke wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (Förderkennzeichen 03KS2389).

 

Förderkennzeichen 03KS2389

In ihrem Energiekonzept vom September 2010 hat die Bundesregierung beschlossen, die Treibhausgasemissionen erheblich zu reduzieren. So sollen diese Emissionen deutschlandweit bis zum Jahr 2020 um 40%, bis 2030 um 55%, bis 2040 um 70% und bis 2050 um bis zu 95% unter das Niveau von 1990 gesenkt werden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen auch die Kommunen ihren Teil dazu leisten.

Bereits im Jahr 2000 hat sich die Stadt Herdecke mit ihrem Beitritt zum Klimabündnis dazu verpflichtet, ihren CO2-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken und gleichzeitig die Pro-Kopf-Emission bis 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, zu halbieren. Um dieses Ziel zu erreichen und die bereits laufenden Klimaschutzaktivitäten in Herdecke weiter voranzutreiben und besser miteinander zu verknüpfen, wurde ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt. Auch sollen hierdurch weitere Fortschritte in den Bereichen Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und der Erzeugung und dem Einsatz erneuerbarer Energien erzielt werden.

 

Auftaktveranstaltung im Sommer 2012

Die Auftaktveranstaltung bot Interessenten aus allen Bereichen der Herdecker Bürgerschaft die Möglichkeit, sich in Arbeitsgruppen und Workshops aktiv an den Prozessen zum lokalen Klimaschutz zu beteiligen. Rund 35 Interessierte aus Bürgerschaft, Parteien und Verbänden waren in die Aula der Robert-Bonnermann-Schule gekommen und signalisierten ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in den folgenden vier Handlungsfeldern: Sanieren im Bestand, Energieeffizienz in Betrieben, Regenerative Energien sowie Verkehr und Mobilität.

Während der Erstellung des Konzepts war die Mitwirkung verschiedener kommunaler Akteure (aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Bürgerschaft usw.) erforderlich und ausdrücklich erwünscht. Bei verschiedenen Veranstaltungen und Workshops konnten sich die Herdecker Bürgerinnen und Bürger informieren und ihre Ideen, Wünsche und Anregungen einbringen. Durch eigene Projektideen haben die lokalen Akteure die Erstellung des Konzepts begleitet und unterstützt und sorgten für eine große Akzeptanz in der Bevölkerung. So wurden Transparenz und Bürgerinformation gewährleistet.

 

Projektträger Forschungszentrum Jülich

Weiterführende Informationen erhalten Sie beim Fördermittelgeber, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

unter www.klimaschutz.de und dem Projektträger Forschungszentrum Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.

Nationale Klimaschutzinitiative

 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen. 

 

Erstförderung:

Förderkennzeichen 03KS6157

Förderzeitraum 01.01.2014 – 30.04.2017

 

Anschlussförderung:

Förderkennzeichen 03KS6157-1

Förderzeitraum 01.05.2017 – 30.04.2019