Nachhaltige Mobilität

Der Sektor Verkehr verursacht auf dem Stadtgebiet Herdecke 33 % der gesamten CO2-Emissionen. Dieser Anteil verdeutlicht dessen Klimarelevanz. Im Handlungsfeld nachhaltige Mobilität geht es deshalb darum, die Verkehrssituation in Herdecke nachhaltig zu verändern. Hierzu muss der Modal-Split, also die Verteilung der verschiedenen Verkehrssysteme, optimiert werden, und zwar weg vom Auto und hin zum ÖPNV und Fahrrad. Während im Bereich ÖPNV mit dem Bürgerbus und dem Car-Sharing-Verein bereits Erfolge zu verzeichnen sind, steht die Stadt Herdecke besonders auf Grund der topographischen Voraussetzungen vor anspruchsvollen Herausforderung, den alltäglichen Fahrradverkehr zu fördern.

Mobilität ist für die persönliche und wirtschaftliche Entwicklung höchst bedeutsam. Um in diesem Bereich eine Minderung der CO2-Emissionen zu realisieren, müssen die Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger angemessen berücksichtigt werden.

Wesentliches Ziel der Stadt Herdecke ist es, den Verkehr auf Fuß- und Radwegen auch künftig aktiv zu fördern und klimafreundliche Ansätze und Lösungen für den Ersatz des motorisierten Individualverkehrs umzusetzen. Darunter sind Maßnahmen im Verkehrsbereich zu verstehen, die die Stadt Herdecke mit beeinflussen kann. Im Fokus stehen hier beispielsweise die Förderung alternativer Antriebstechniken auf dem Stadtgebiet sowie die Stärkung eines Energiebewusstseins, welches sich besonders im Bereich Mobilität wiederspiegelt.

Nicht zuletzt bedingt eine nachhaltige Mobilität den Beitrag eines jeden Verkehrsteilnehmers.

 

Aktuelle Projekte:

Kontinuierlicher Ausbau der Elektromobilität

Derzeit ist das Auto noch das wichtigste Verkehrsmittel für die Herdecker Bürgerinnen und Bürger. Alternative Antriebe wie Elektroautos könnten die CO2-Emissionen nachhaltig reduzieren. Aufgrund der fehlenden Ladeinfrastruktur und der noch erhöhten Anschaffungskosten im Vergleich zu fossilen Antrieben besteht hier besonderer Handlungsbedarf.

Erste Erfolge konnten bereits verzeichnet werden. Am Bahnhof und am Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk wurden die ersten öffentlichen Ladestationen aufgestellt. Ein weiterer Ausbau der Ladeinfrastruktur ist zeitnah geplant. Ausbau der Elektromobilität in Herdecke bedeutet jedoch auch,  den Fahrradverkehr aktiv zu fördern.

Aufgrund seiner Topographie ist das Fahrrad in der Gunst der Bürgerinnen und Bürger derzeit noch sehr weit unten angesiedelt. Dies könnte sich jedoch durch den Einsatz moderner E-Bikes deutlich verändern. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zur Benutzung des Fahrrads im Alltag zu sensibilisieren und die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsplanung verstärkt in die Öffentlichkeit einzubringen. Hierzu starten bereits Aktionen wie "Stadtradeln" und "Mit dem Rad zur Arbeit".

 

STADTRADELN: Herdecke schwingt sich für das Klima in den Sattel

Die Stadt Herdecke beteiligte sich 2014 erstmals an dem bundesweiten Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Klimaschutz. Herdecker Bürgerinnen und Bürger schwingen sich bei diesem Projekt wieder in den Sattel, um beruflich und auch privat möglichst viele Fahrradkilometer für den Klimaschutz zu sammeln. Beim STADTRADELN geht es um Spaß beim Radfahren, tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag und in der Freizeit zu gewinnen. Dadurch kann jeder aktiv zum Klimaschutz beitragen.

 

Die Pressemitteilungen mit den Ergebnissen und den Gewinnern der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vergangenen Jahre finden Interessierte hier mit Klick auf das entsprechende Foto:

 

Zum Auftakt 2016: Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster empfängt STADTRADELN-Botschafter Rainer Fumpfei

Rainer Fumpfei ist STADTRADELN-Botschafter und aktives ADFC-Mitglied (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.) und aktuell auf Botschafter-Tour. Im Mai 2016 machte Fumpfei auf Einladung von Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster auch in Herdecke Halt.

Mehr zu seinem Besuch im Herdecker Rathaus erfahren Sie mit Klick >hier< in der Pressemitteilung.

 

 

Die STADTRADELN-App

Über die STADTRADELN-App können Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer ihre zurückgelegten Radkilometer in den Online-Radelkalender eintragen. Zudem können Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Stadtverwaltung innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraums über die Meldeplattform STADTRADELN-RADar! über GPS per Smartphone oder per Internet auf störende oder gefährliche Stellen im Radwegeverlauf auf Herdecker Gebiet aufmerksam machen.

 

„Mit dem Rad zur Arbeit" - "Zu Fuß zur Arbeit"

Den Sattel entstauben, ordentlich Luft auf die Reifen geben und los geht's: Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Herdecker Verwaltung machen es schon und die Bürgerschaft ist herzlich eingeladen, bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit" kräftig mit zu strampeln. Ziel der Aktion ist neben den positiven gesundheitlichen Aspekten und der Entlastung des örtlichen Straßennetzes vor allem der gemeinschaftlich praktizierte Klimaschutz in Herdecke.

Die Aktion fand in den Jahren 2011 bis 2014 organisiert durch die Stadtverwaltung statt, nun wird die Aktion über die AOK weitergeführt. Ins Leben gerufen wurde die Initiative auch durch die AOK und den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Seit Juni 2013 gibt es neben der Option "Mit dem Rad zur Arbeit" auch die Alternative „Zu Fuß zur Arbeit“. Wer es schafft, im Zeitraum von Juni, Juli und August an insgesamt 20 Tagen mit dem Rad oder zu Fuß den Weg zur Arbeitsstätte zu nehmen, kann dies in einer Tabelle festhalten und dann an der Gewinn-Auslosung teilnehmen. Bei einer weiten Strecke zum Arbeitsplatz kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert werden.

Das Klima-Bündnis, deren Mitglied die Stadt Herdecke ist, macht in diesem Zusammenhang auch auf das von der EU geförderte Projekt „Naviki“ aufmerksam. Per kostenloser App oder im Internet ermittelt Naviki individuelle Wunschrouten für das Fahrrad. Zu jeder Route informiert Naviki über den voraussichtlichen Kalorienverbrauch, die einzusparenden Kosten sowie die Höhe der CO₂-Vermeidung. Weitere Infos hierzu erhalten Sie unter www.naviki.org/de/naviki/start.

Um die Sache noch etwas schmackhafter zu machen, wurde auch gleich noch ein Wettbewerb mit interessanten Preisen ausgelobt. Jeder, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, kann sich diese Strecke unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de gut schreiben lassen. Dort kann man sich auch für die Aktion anmelden und die Radeltage online in einen Kalender eintragen. Der ausgefüllte Kalender ist gleichzeitig der Teilnahmeschein für die Verlosung. Erhältlich ist er aber auch bei der AOK oder als Download aus dem Internet. Einfach die Tage eintragen, an denen man per Rad zur Arbeit unterwegs gewesen ist und gut ist's.

 

Gewinner der Aktion - Übersicht

Foto: Gewinner 2012

Antje Meyer von der Lokalen Agenda, Andreas Köster von der Mark-E, Gewinnerin Renate Bildheim, Gewinner Norbert Klauke und Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster (v.l.).

 

Foto: Gewinner 2013

Maria Hillebrand vom Schuhhaus Hillebrand, Antje Meyer von der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke, Gewinner Stephan Apelt, Sabine Hejra, Norbert Klauke, Susanne Busche sowie Andreas Köster von der Mark-E (v.l.).

 

Foto: Gewinner 2014

Norbert Klauke und Enno Detert die Gutscheine für die Gewinner des Gemeinschaftskrankenhauses, Karen Herrmann von der Mark-E, Maria Hillebrand vom Schuhgeschäft Hillebrand, Gewinnerin Sabine Hejra und Antje Meyer von der Lokalen Agenda (v.l.).

Stichwort: „Fahrradfahren ist gesund"

Radfahren übt einen positiven Effekt auf den gesamten Organismus aus. Die Ausdauersportart fordert Herz und Kreislauf kontinuierlich und regt den Stoffwechsel an. Radfahren als Sport oder Freizeitbetätigung ist in praktisch jedem Alter möglich, da es sehr gelenkschonend ist. Gleichzeitig werden viele Muskelpartien trainiert. Ärzte empfehlen daher häufig das Radfahren. Eine 70 Kilogramm schwere Person verbraucht etwa sechs bis zehn Kilokalorien pro Minute. Radfahren fördert also die Fitness und hält gesund. Und auch die körperliche Leistungsfähigkeit lässt sich mit Radfahren erhöhen. Aber bitte immer an passende Schutzkleidung, besonders den Helm, denken.

 

Stadt Herdecke setzt auf E-Mobilität

Emissionsfrei, umweltfreundlich, leise und kostengünstig, so werden sich die Beschäftigten der Stadt Herdecke in Zukunft fortbewegen. „Der Elektromobilität - vor allem in Ballungsgebieten - gehört die Zukunft“, so der Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller, der die Umrüstung aktiv begleitet hat. Zwei Elektrofahrzeuge ersetzen zwei Benziner. Hinzu kommen zwei Elektrofahrräder, die besonders für kurze Strecken attraktiv sind.

> Hier gelangen Interessierte zu der Pressemitteilung vom 18. Februar 2015

Vermietung von Fahrradboxen am Herdecker Bahnhof

Am Herdecker Bahnhof stehen sieben verschließbare Fahrradboxen für Radfahrerinnen und Radfahrer zur Verfügung. Diese wurden im Rahmen der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes realisiert und bieten sowohl Pendlerinnen und Pendlern als auch Touristinnen und Touristen die Möglichkeit, ihr Fahrrad sicher abzustellen.

Da auch immer mehr E-Bikes genutzt werden, sind zwei dieser Fahrradboxen zusätzlich mit einem Stromanschluss ausgestattet und können zum Laden der Akkus genutzt werden.

 

Bei der Anmietung sind flexible Zeiträume von einer Woche bis zu einem Jahr möglich. Die Miete beträgt für eine Woche 3,00 Euro pro Box, für einen Monat 10,00 Euro und für ein Jahr 100,00 Euro.

Die Vermietung der Fahrradboxen wird vom Amt für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing & Tourismus durchgeführt. Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen Frau Bein unter Tel.: 02330-611332 oder per Mail an: touristinfo(at)herdecke.de gerne zur Verfügung.

 

Umweltfreundlich und zukunftsorientiert: Stromtankstelle am Bahnhof

Der Klimawandel motiviert uns, zukunftsorientierte und umweltfreundliche Lösungen zu finden. Das Elektroauto ist eine davon. Auch in Herdecke können Elektroautos kostenlos am Bahnhofsvorplatz Strom tanken. Bis einschließlich 2014 kann dort kostenlos Strom für Elektroautos, Elektroroller und E-Bikes gezapft werden. Ein Schild weist darauf hin, dass dort ausschließlich Elektrofahrzeuge parken dürfen.

Selbstverständlich kommt aus der Stromtankstelle nur Ökostrom. Beim Zapfen an der Stromsäule kommt es nicht darauf an, wie lange das Fahrzeug geladen wird. Als Anhaltspunkt: ein Fahrzeug kann nach sechs Stunden Ladezeit bei einer Witterung mit Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius etwa 120 Kilometer weit fahren.

Die Stromtankstelle besitzt zwei Steckdosen, welche durch die so genannte „Drive Card“ entsichert werden müssen, bevor Strom getankt werden kann. Durch die Karte werden dann die Kundendaten überprüft und die Steckdose freigegeben. Ein Display weist den Nutzerinnen und den Nutzern der Säule den Weg zur Inbetriebnahme. Bei Erfolg verrät der lachende Smiley „Ihr Fahrzeug wird geladen…“ und gibt die geladenen Kilowattstunden an. Anschließend wird die Steckdose wieder verriegelt, damit keine unbefugte Person den Stecker lösen kann. Die „Drive Card“ ist gegen eine einmalige Bearbeitungsgebühr bei der Mark-E erhältlich.