Herdecke als "Global Nachhaltige Kommune NRW"

„Global Nachhaltige Kommune NRW“ – kurz GNK NRW – lautet der Titel, unter dem sich jetzt eine Steuerungsgruppe in Herdecke gebildet hat. Denn Herdecke nimmt als eine der ersten Städte als Modellkommune an diesem Projekt teil. Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster begrüßte im Sommer 2016 Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung im Herdecker Ratssaal zur Auftaktveranstaltung.

Projektlogo GNK

Das Projekt wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.

 

Ziel des Projektes ist die Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene. Die 2030-Agenda und die dazugehörigen globalen Nachhaltigkeitsziele, die so genannten Sustainable Development Goals (SDGs), hat die UN-Vollversammlung im September 2015 verabschiedet.

Zur Auftaktveranstaltung begrüßten Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster und Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgerschaft, Rat und Verwaltung im Ratssaal.

17 Stück sind es an der Zahl, darunter Gesundheit und Wohlbefinden, keine Armut, keine Hungersnot, hochwertige Bildung, sauberes Wasser, Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie bezahlbare und saubere Energie, Industrie, Innovation und Infrastruktur, verantwortungsvoller Konsum und vieles mehr.

 

Als eine der ersten Modellkommunen weltweit entwickelt die Stadt Herdecke nun im Rahmen des Projekts ein Handlungsprogramm zur Umsetzung der globalen Entwicklungsagenda sowie einer nachhaltigen und integrierten Entwicklung vor Ort, die soziale, ökonomische und ökologische Zielsetzungen vereint.

 

Das Projekt läuft bis Herbst 2017 und endet mit der Verabschiedung des Handlungsprogramms durch den Rat der Stadt Herdecke. Dieses Handlungsprogramm für die zukünftige nachhaltige Entwicklung soll neben strategischen und operativen Zielen auch konkrete Maßnahmen enthalten und dabei eine klare Zuordnung personeller, zeitlicher und finanzieller Ressourcen vornehmen.

Bei der Auftaktveranstaltung: Klimaschutzmanager Jörg Piontek-Möller, Melanie Schulte und Sebastian Eichhorn von der LAG 21 NRW und Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster (v.l.).
Auftaktveranstaltung im Herdecker Ratssaal.

 

Bei der Auftaktveranstaltung im Sommer 2016 im Ratssaal fand ein erster Austausch über mögliche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung statt. Den Entwurf einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse hatte die LAG 21 NRW gemeinsam mit dem Kernteam, das aus fünf Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern sowie der Bürgermeisterin besteht, erarbeitet.

Bei der Auftaktveranstaltung wurden Themenschwerpunkte festgelegt © LAG 21 NRW
© LAG 21 NRW

Nach einer Diskussionsrunde wurden dann Themenschwerpunkte für die Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt: Demografie, Klima und Energie sowie Bildung. Die Themen Gesellschaftliche Teilhabe, Mobilität und Konsum und Lebensstile wurden ebenfalls als bedeutend für Herdecke herausgestellt.

 

Natürliche Ressourcen und Umwelt, Finanzen, Globale Verantwortung und Eine Welt, Sicherheit, Arbeit und Wirtschaft sowie Gesundheit und Ernährung werden bei den Schwerpunkten für Herdecke ebenfalls nicht außer Acht gelassen.

 

Es fanden sich insgesamt 22 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Gründung der offiziellen Steuerungsgruppe. „Wir gehen davon aus, dass bald noch weitere Vertreterinnen und Vertreter mitwirken“, erzählt Jörg Piontek-Möller, der auch die Koordination der Steuerungsgruppe übernehmen wird. Denn schon vor dem Auftakt hatten weitere Organisationen und Vereine ihr Interesse bekundet, die den Termin zur Gründungsveranstaltung leider nicht wahrnehmen konnten. Das Kernteam der Verwaltung bereitet die Arbeit der Steuerungsgruppe dabei vor.

 

Insgesamt wird die Steuerungsgruppe vier Mal im Verlauf des Projekts bis zu dessen planmäßigen Abschluss im Herbst 2017 zusammenkommen. Bei ihren Treffen setzt sie strategische Akzente und erarbeitet Vorschläge zu Themen und Zielen des Handlungsprogramms für die politischen Gremien.

 

Die Sitzungen verlaufen im Workshop-Format und dauern in der Regel dreieinhalb Stunden. Das nächste Treffen findet voraussichtlich im kommenden Herbst statt, der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.