Höchstspannungsleitung der Firma Amprion

Das Planfeststellungsverfahren für den etwa 10,5 Kilometer langen Abschnitt Kruckel-Garenfeld der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung wurde durch die Firma Amprion beantragt. Die Trasse führt auch über das Herdecker Stadtgebiet. Zuständige Behörde ist die Bezirksregierung Arnsberg. Die öffentliche Auslegung der Planunterlagen fand im Zeitraum vom 28. Juli bis 27. August 2015 zeitgleich in den Städten Dortmund, Hagen, Herdecke und Witten statt. Die öffentliche Bekanntmachung hierüber erfolgte am 18. Juli 2015.

 

Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben. Diese musste bis zum 10. September 2015 schriftlich und unterschrieben abgebeben werden.

 

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der zuständigen Behörde, der Bezirksregierung Arnsberg unter folgendem Link: http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/g/genehmigung_hochspannungsfreileitungen.

 

Die von der Firma Amprion geplante Höchstspannungsfreileitung mit deutlich höheren Masten als bisher war auch Thema in einer Sondersitzung der Ausschüsse für Umwelt und Klima sowie Bauen, Planen und Verkehr am 08. September 2015.

 

Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster machte zu Beginn der Sitzung deutlich, dass sie die Planung auf Grund fehlender konkreter Prüfungen von Alternativtrassen als nicht hinreichend abgewogen ansieht. „Im Bereich der über das Herdecker Stadtgebiet reichenden Bestandstrasse, die für die 380 kv-Leitung genutzt werden soll, sind eine Vielzahl von Gebäuden und Menschen betroffen, deutlich mehr als im Bereich der Seitens der Stadt Herdecke bereits im Jahre 2011 vorgeschlagenen Alternativtrasse entlang der A45 und A1“, so Dr. Katja Strauss-Köster.

 

Vertreter der Firma Amprion waren zu Gast und standen für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Nach einer Diskussion stimmten die Mitglieder der beiden Ausschüsse dem Vorschlag der Bürgermeisterin einstimmig zu, so dass die 4-seitige Stellungnahme an die Bezirksregierung Arnsberg geschickt werden kann. Der Beschluss lautet:

 

„Der Ausschuss für Umwelt und Klima sowie der Ausschuss für Bauen, Planen und Verkehr beschließen die im Entwurf vorliegende Einwendung/Stellungnahme (Anlage 1) und beauftragen die Verwaltung, diese fristgemäß bei der Bezirksregierung Arnsberg einzureichen und ein Mediationsverfahren zu fordern.“

 

Die Beschlussvorlage der Verwaltung mitsamt dem Schreiben der Bürgermeisterin an die Bezirksregierung Arnsberg sowie die Einwendung aus dem Jahre 2011 haben wir >hier< für Sie zum Ansehen, Ausdrucken oder Herunterladen bereit gestellt.