Aufwertung der Herdecker Altstadt: Umbauarbeiten in der Innenstadt

Eröffnungsfeierlichkeiten am Samstag, den 12. März 2016:

 

 

Zur Einweihung des Kampsträter Platzes waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung gekommen.
Bauleiter Michael Röder überreichte Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster einen symbolischen Schlüssel zur Eröffnung des Platzes.

Das Ziel war eineutig: Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger und damit eine bessere Verbindung zwischen neuem Stadtquartier und der Altstadt. Hierzu wurden die untere Hauptstraße, der Kampsträter Platz sowie die angrenzende Wetter- und Stiftsstraße umgestaltet. „Die Wünsche nach einkaufsnahen Parkmöglichkeiten und Verweilmöglichkeiten sind ebenso berücksichtigt wie eine barrierefreie Gestaltung der Bereiche“, erläutert Andreas Schliepkorte, Technischer Leiter der TBH.

 

Erhöhung der Aufenthaltsqualität

 

Die Arbeiten hatten am 07. Juli 2014 begonnen und waren in fünf Bauabschnitte unterteilt.

 

Die Freigabe für den Verkehr erfolgte am Freitag, den 11. März 2016, die Eröffnungsfeierlichkeiten am Kampsträter Platz lockten am Samstag, den 12. März zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste in die Herdecker Innenstadt.

 

Begonnen wurde im Juli 2014 mit der Umgestaltung der unteren Hauptstraße, zwischen Mühlen- und Wetterstraße. Der Gehweg wurde hier auf beiden Seiten der Hauptstraße verbreitert und erhielt großformatige Pflastersteine. Optisch führt sich das einheitliche Bild der Pflasterung vor dem Mühlencenter und Quartier Ruhr-Aue fort. Im Gegenzug wurde die Breite der Fahrbahn, die höhengleich zu den Gehwegen verläuft, so  dass auch ältere Personen oder Familien mit Kinderwagen problemlos die Straße queren können, reduziert. Eine deutliche Tempobeschränkung (Hauptstraße Tempo 20, Wetter- und Stiftsstraße Tempo 30) sorgt in diesem Bereich für Sicherheit.

 

So sah der Platz an der Kampstraße vor den Umbauarbeiten aus.
Der Lageplan zur Umgestaltung.

Die beidseitigen Bushaltestellen haben einen 18 cm hohen Bordstein erhalten, um einen behindertengerechten Zugang zu den Bussen zu ermöglichen. Neben den neuen Oberflächen der sogenannten Fahrgastwarteflächen wurden jeweils ein Haltestellenschild, ein architektonisch gestalteter, verglaster und beleuchteter Busunterstand mit Fahrplanvitrine und Sitzbank errichtet. „Sonderbord, Kontraststreifen und taktile Leitelemente unterstützen den barrierefreien Einstieg in die Busse“, beschreibt Andreas Schliepkorte die Details.

 

Fachwerkhäuser werden durch Sandsteinpflasterung in Szene gesetzt

 

Um den historischen Charakter der Fachwerkhäuser zu betonen, entstand vor den Fassaden eine Bänderung aus Sandstein. Mit dieser knapp 50 cm breiten Pflasterung wurden die Silhouetten der Gebäude aufgenommen und Historisches sichtbarer. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen öffentliche Stellplätze in anthrazitfarbigem Betonpflaster hergestellt und natürlich auch Baumpflanzungen integriert. Der gesamte Straßenzug hat auch eine neue beidseitige Straßenbeleuchtung aus Stelen mit LED-Beleuchtung erhalten, die auch schon auf der neuen Ruhrpromenade zu einem modernen Erscheinungsbild beitragen.

 

Grafik eines gläsernen Fahrgastunterstandes.
Ein sogenannter Regelquerschnitt für die Baumaßnahme.

 

„Das Bummeln in dem Bereich soll Spaß machen“, betont Frank Zagler, Erster Beigeordneter der Stadt Herdecke. Die Einzelhändler und Gastronomen können nach außen wachsen und sich ihren Kunden präsentieren. Der Aufwertung des Kampsträter Platzes kommt dabei als Verbindungsstück zwischen Kamp- und Hauptstraße sowie Fußgängerzone eine besondere Rolle zu.

 

Verbindung des neuen Stadtquartiers mit der Altstadt

 

Damit wären wir auch schon beim dritten Bauabschnitt. Der bisher als Parkplatz genutzte Kampsträter Platz ist nun zu einem Platz mit hoher Aufenthaltsqualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste unserer Stadt geworden. Die Gastronomie kann sich dann großzügig ausweiten. Der bauliche Rahmen wird durch die Häuserfront auf der Westseite, der Freitreppe aus Ruhrsandsteinen auf der Ostseite, also in Richtung Hauptstraße, dem Zufahrtsbereich zur verbleibenden Kampstraße auf der Südseite und einer Stützwand aus Ruhrsandsteinstelen zur Abfangung des Höhenunterschiedes zur Wetterstraße auf der Nordseite gebildet.

 

 

So sah der Platz an der Kampstraße vor den Umbauarbeiten aus.
Die Freitreppe am Eröffnungstag.
Der Lageplan für die Umgestaltung des Kampsträter Platzes.

Insgesamt 15 Bäume wurden gepflanzt. Die Oberfläche wurde analog zu den Gehwegen der Hauptstraße mit einem großformatigen Pflasterstein hergestellt. Entlang der Hausfronten ist auch hier ein 50 cm breiter Pflasterstreifen aus Sandstein verlegt worden. „Zudem wird die Platzfläche durch Bänderungen aus Sandsteinplatten aufgelockert“, erläutert Andreas Schliepkorte. Diese weisen zugleich optisch in Richtung der Fußgängerzone. LED-Stelen sorgen für eine passende Beleuchtung des Platzes.

 

Traditioneller Sandstein und moderne LED-Stelen für Kampsträter Platz

 

In der Platzfläche am südlichen und nördlichen Rand versenkt bieten zwei unterirdische Stromanschlusskästen die Möglichkeit, Marktstände oder Freilichtbühnen zu versorgen. Die Platzmitte bietet also genug Raum für Sonderveranstaltungen. Im Platzbereich wurden Sitzbänke und ein Kinderspielgerät errichtet. Die Freitreppe in Richtung Hauptstraße erhielt ebenso wie die Edelstahlgeländer der Treppe zur Wetterstraße, beide werden übrigens aus Ruhrsandstein gefertigt, ein Lichtband aus LED-Dioden. Auf der Freifläche oberhalb der Stützwand im nördlichen Platzbereich wurde die Möglichkeit zur Aufstellung von Fahrradabstellbügeln aus Edelstahl genutzt.

 

 

Sandsteinwände, wie hier am neuen Bahnhofsvorplatz, wurden verbaut.
Bequeme Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind vorgesehen.

Auch die Wetterstraße wurde von der Einmündung Post- bis zur Einmündung Stiftsstraße auf einer Länge von etwa 150 Metern umgestaltet. Die heutige zu großen Anteilen gepflasterte Fahrbahn mit rund zehn Metern Breite wurde auf zwei Richtungsfahrbahnen mit insgesamt 6,50 Metern Breite verändert und erhielt einen neuen Oberbau aus Asphalt. Durch angrenzende Bordsteinrahmen getrennt schließen sich gepflasterte PKW-Stellplätze - aufgelockert durch Pflanzbeete - an. Die Gehwege wurden neu hergestellt und erhielten eine neue Straßenbeleuchtung, angepasst an den bereits erneuerten Abschnitt zwischen Viadukt und Poststraße.

 

Wetter- und Stiftsstraße werden umgestaltet

 

Der fünfte und letzte Bauabschnitt hat zusätzlichen Parkraum in der Stiftsstraße geschaffen. Zu diesem Zweck wurde die Fahrbahnbreite auf ebenfalls 6,50 Meter reduziert und der westliche Gehwegrand (auf der Seite des Philipp-Nicolai-Hauses) neu errichtet. Auf dieser Seite sind Parkplätze parallel zur Straße entstanden. Von der Spinngasse bis zur Einmündung in die Hauptstraße wurde die gesamte Deckschicht abgefräst und durch eine neue ersetzt. Das alte Geländer an dem westlichen Gehweg wurde in dem Zuge zurückgebaut.

 

 

Anzahl der Parkplätze erhöht

 

Ein wichtiges Anliegen für die heimischen Einzelhändler sind möglichst geschäftsnahe Parkplätze, damit die Kunden keine weiten Wege haben. Hier können Frank Zagler und Andreas Schliepkorte mit einem positiven Ergebnis aufwarten: „Aus den damals 21 Stellplätzen in dem Bereich, sind nun nach dem Umbau 32 Plätze geworden“.

 

Mit den oben beschriebenen Maßnahmen ist die Verknüpfung zwischen dem Einkaufen an der Ruhr und in der Altstadt gelungen. Das kleinteilige und sehr vom Service und der Qualität lebende Angebot in der Fußgängerzone kann durch eine hohe Aufenthaltsqualität, geschäftsnahe Parkmöglichkeiten und einer ansprechend gestalteten Verbindung zwischen den einzelnen Bereichen von der hohen Frequenz an der Ruhr profitieren. „Wir möchten sowohl Gäste als auch Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zum Bummeln und Genießen in die Altstadt einladen“, so Frank Zagler, der sich einen langfristigen positiven Effekt für Einzelhandel und Gastronomie verspricht.

 

 

Die gesamte Baumaßnahme auf einen Blick

Die umgestaltete Fläche beträgt insgesamt rund 8000 m², davon entfallen ca. 4000 m² auf die Hauptstraße, ca. 1000 m² sind es am Kampsträter Platz und ca. 2200 m² in der Wetterstraße sowie ca. 650 m² in der Stiftsstraße.

 

Die Arbeiten hatten im Juli 2014 begonnen. Am Freitag, den 11. März 2016 erfolgte die Verkehrsfreigabe, am Samstag, den 12. März fanden die Eröffnungsfeierlichkeiten am Kampsträter Platz statt.

 

Insgesamt 15 Bäume wurden gepflanzt und neun Sitzbänke aufgestellt. Der Platz besteht aus einer Freitreppe, einem Natursteinquader und Palisadenwänden.

 

Zudem sind 32 neue Parkplätze in dem gesamten Bereich entstanden. Die voraussichtlichen Baukosten betragen etwa 1,75 Mio. Euro, wobei die genaue Zahl erst nach der Schlussabrechnung beziffert werden kann.

 

Impressionen

Hier haben wir für Sie ein paar Impressionen von Beginn der Arbeiten im Juli 2014 bis zur Eröffnung im März 2016 zusammengestellt.

 

Mit Klick auf die Fotos werden diese vergrößert.

 

Fotos vom 16. Juli 2014:

Die untere Hauptstraße ist zur Einbahnstraße in Richtung Norden geworden.
Die Arbeiten haben begonnen.
Derzeit werden Sinkkastenanschlüsse erstellt.
Die Einfahrt aus der Stiftsstraße ist derzeit nicht möglich.
Baumaterial für die Kanalarbeiten.
Die untere Hauptstraße ist halbseitig gesperrt.
Die Baustelle besteht aus einzelnen Baufeldern.
Die Baustelle besteht aus einzelnen Baufeldern.
Neben den Sinkkästen werden auch neue Gräben für die Kanalanschlüsse erstellt.

Die Arbeiten schreiten voran: Eindrücke vom 18. September 2014:

Die Arbeiten an der unteren Hauptstraße schreiten voran.
Einige Pflaster des neuen Gehweges sitzen bereits.
Einige Pflaster des neuen Gehweges sitzen bereits.
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.
Blick vom Kampplatz aus auf die Bauarbeiten.
Die Baustelle besteht aus vielen einzelnen Baufeldern.
Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.
Ein Sandberg türmt sich vor dem Platz an der Kampstraße.
Blick auf die beiden gegenüberliegenden Baufelder im oberen Bereich.

Impressionen vom 20. Oktober 2014:

Die Arbeiten befinden sich nun auf Höhe der Bushaltestell Mitte.
Die Baufirma bei der Arbeit.
Die Arbeiten schreiten weiter voran.
Pfastersteine liegen bereit.
Hier wurden die Pflastersteine bereits erneuert.
Hier wurde die Pflastersteine bereits erneuert.

Impressionen vom 13. November 2014:

Bauarbeiten in der unteren Hauptstraße.
Tiefbauarbeiten.
Derzeit wird die Straßenseite gegenüber des Kampplatzes voll in Anspruch genommen.
Auf der rechten Seite ist bereits das neue Pflaster zu sehen.
Vor dem Kampplatz liegt alles bereit.
Bauarbeiten in der unteren Hauptstraße.

Impressionen vom 16. Januar 2015:

Bauarbeiten in der Unteren Hauptstraße
Sand und Kies für die Baustelle
Die Seite gegenüber des Kampstraßenplatzes ist bereits fertig gepflastert.
Pflastersteine und anderes Baumaterial
Der verbreiterte Bürgersteig war ein Hauptelement der Umgestaltungsmaßnahmen.
Tiefbauarbeiten am Sackträgerbrunnen
Oberflächenarbeiten
Derzeit befinden sich die Arbeiten im unteren Bereich der Hauptstraße auf der Seite des Sackträgerbrunnens.
Bagger stehen bereit

Impressionen vom 11. März 2015:

Impressionen vom 24. März 2015:

Impressionen vom 09. April 2015:

Impressionen vom 05. Mai 2015:

Impressionen vom 13. Mai 2015:

Impressionen vom 11. Juni 2015:

Impressionen vom 25. Juni 2015:

Impressionen vom 20. Juli 2015:

Impressionen vom 24. Juli 2015:

Arbeiten in der Wetterstraße
Arbeiten in der Wetterstraße
Arbeiten in der Wetterstraße

Impressionen vom 02. September 2015:

Impressionen vom 26. Oktober 2015: 

Impressionen vom 04. November 2015:

Impressionen vom 17. Dezember 2015:

Impressionen vom 24. Februar 2016

Impressionen vom 12. März 2016: Eröffnung des Kampsträter Platzes

Impressionen vom 04. April 2017