Der Kulturverein Herdecke e.V.

Der Kulturverein Herdecke e.V. möchte die vielfältige kulturelle Tätigkeit verschiedener Personen und Gruppen in und um Herdecke unterstützen. Er möchte anregen, erweitern, fördern und zusammenführen. Er soll allen interessierten Bürgern Herdeckes wie auch des Umkreises ein Forum der kulturellen Eigeninitiative und der kritischen Auseinandersetzung mit allen Formen vergangener und gegenwärtiger Kulturpraxis sein. Dazu gehört auch die Durchführung und Förderung von Veranstaltungen mit der Verpflichtung von Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft. Besonderer Wert soll auf die Entwicklung eigener Produktivität gelegt werden in den Bereichen darstellender Kunst (Tanz, Theater, Vortragskunst, Film), bildender Kunst (Bauen, Bildhauerei, Malen, Graphik), Musik und Literatur.

Der Verein ist politisch und konfessionell neutral. Er ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Mitglieder des Kulturvereins können Personengemeinschaften oder juristische Personen werden. Die Mitgliedschaft wird durch eine schriftliche Beitrittserklärung erworben, über deren Annahme der Vorstand durch eine schriftliche Mitteilung entscheidet.

Mitglieder des Kulturvereins stellen sich vor:

  • Städtische Musikschule Herdecke
  • Onikon Herdecke
  • Theater am Stiftsplatz
  • Theater "ne ah"
  • Herdecker Männerchor 1867
  • Herdecker Heimat- und Verkehrsverein e. V.
  • 1. Herdecker Akkordeon Orchester e. V.
  • Herdecker Kulturring
  • MGV Edelweiß e. V.
  • Herdecker Männerchor e. V.
  • und viele mehr.

Unterstützt werden beispielsweise das Orchester der Friedrich-Harkort-Schule, die Schulband der Realschule und Festkonzerte der Mitgliedsvereine.

Der Vorstand des Vereins

Der Vorstand des Vereins besteht aus dem Vorsitzenden Hatto Greiser sowie den vier weiteren Vorstandsmitgliedern Ulrike Dittmar-Dretzler, Rosi Reiß, Heinz Kühnholz und Herbert Kruse. Die Geschäftsführung unterliegt Antonia Jozic und Heiko Müller.

Die Geschichte des Kulturvereins Herdecke e.V.

Der Kulturverein Herdecke wurde im Jahr 1972 gegründet und hat im letzten Jahr sein 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Die Entstehungsgeschichte des Kulturvereins ist geprägt durch Hubert Schmoll, der 1970 als Oberstudienrat von Wetter nach Herdecke ans Friedrich-Harkort-Gymnasium berufen wurde. Dort unterrichtete er in den Fächern Musik und Englisch. Da die Förderung von jungen Musikerinnen und Musikern jedoch durch Privatunterricht geschah, mussten viele Familien wegen der hohen Kosten auf eine musikalische Ausbildung ihrer Kinder verzichten.

So entstanden die Überlegungen zu der Gründung einer Musikschule, die einen gut bezahlbaren Unterricht anbieten sollte, sowie die Idee von einem Musikverein, der von Sponsoren und Mitgliedern getragen für den finanziellen Hintergrund der Unter­nehmungen von Schulchor und Schulorchester sorgen könnte.

Im Jahre 1978 wurde so eine Musikschule gegründet. Nach einiger Zeit übernahm Ulrike Dittmar-Dretzler die Leitung der Schule und hat diese auch bis zum heutigen Tage inne. Zeitgleich zu den Überlegungen eines Musikvereins hatte auch die Stadt Herdecke die Absicht, eine kulturelle Initiative zu ergreifen. Bei der Gründung eines so genannten Kulturkreises sollte der Kulturausschuss der Stadt Regie führen.

Durch das geweckte öffentliche Interesse nahmen an der Sitzung vom 18. Mai 1972 verschiedene Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Chören, Kirchen, der Kammermusikvereinigung, der Volkshochschule, des Stadtjugendringes und des Gemeinschaftskrankenhauses teil, um über die Gründung einer solchen Institution zu diskutieren. Man verständigte sich darauf, dass die „Vermittlung von Begegnungen mit bedeutenden Künstlern und Persönlichkeiten Gelegenheit und Ermutigung zur Eigeninitiative und Selbstbetätigung bei absoluter politischer Neutralität“ bei einer solchen Institution erforderlich ist und auch verlangt wird. Dementsprechend wurde auch der §2 der Satzung formuliert. Die gesamte Satzung wurde in der Gründungsversammlung am 02. November 1972 vorgestellt.

In den Vorstand wurden seinerzeit Dr. Anselm Basold, Dipl.-Ing. Helmut Liebert als (städtischer Baurat), Heinrich Pasch (Vorsitzender des Rings der Chöre) und Künstlerin Heidrun Reymann gewählt sowie Hubert Schmoll (Studiendirektor am Friedrich-Harkort-Gymnasium), der zum Sprecher bestimmt wurde. Als Geschäftsführer des Kulturvereins Herdecke wurde der damalige Stadtinspektor Hans-Werner Koch vom Schul- und Kulturamt berufen.

Nach amtsgerichtlicher Beurkundung heißt der Kulturverein seitdem offiziell „Kulturverein Herdecke e.V.“

Durch die Unterstützung der damaligen Vertreter der Stadtverwaltung – Bürgermeister Hugo Knauer, stellvertretender Stadtdirektor Klaus Oehm und Leiter des Schul- und Kulturamtes Hans-Werner Koch – gelang es, dem Kulturverein Herdecke e.V. die Aufgabe zu übertragen, die Verwaltung bei der Erstellung der Haushaltsvorlage zum Kulturetat für den zuständigen Ausschuss zu beraten.

Heydrun Reymann-Bürger übernahm die Sprecherrolle des Kulturvereins Herdecke e.V. 1977 bis zu ihrem Wegzug aus Herdecke im Jahr 1999. Zwischenzeitlich war auch Walter Höntsch, Schulleiter und Leiter der Volkshochschulabteilung Witten/Herdecke Sprecher des Kulturvereins Herdecke e.V. Nach der Pensionierung von übernahm Hubert Schmoll wieder diese Rolle und fand im Jahr 2006 in Ursula Philipp-Schürmann eine ideenreiche Nachfolgerin. Seit 2011 ist Hatto Greiser der Sprecher des Vorstandes.

Stets hilfreich für die Aktivitäten des Kulturvereins Herdecke e.V. war die gute Kooperation mit seiner Geschäftsführung. Nachfolger Hans-Werner Kochs wurde Brigitte Schünemeier. Aktuell liegen die Geschäfte in den Händen von Heiko Müller, Leiter des Kultur- und Schulamtes sowie Antonia Jozic als seine Mitarbeiterin.

In den Anfängen des Kulturvereins wurden einige Großveranstaltungen durchgeführt. Das Westfälische Sinfonieorchester unter der Leitung von Kantor Reinhart Weiß gastierte unter anderem mit dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Brahms. Auch Smetanas „Moldau“ erklang in der Bleichsteinhalle, Orffs Carmina Burana ebenfalls. Die Vorstellung einer Gruppe aus Münster mit „Jazzrock“ fand überwiegend Zuspruch bei der jüngeren Generation. Mit dem Stadtjugendring wurde ein Programm erarbeitet, das auch weitere Kreise ansprechen sollte. Ein Operettenabend mit Rudolf Schock und ein Konzert mit den Pianisten Marek und Vacek standen an und das Düsseldorfer „Kommödchen“ war zu Gast.

Schon 1978  rückte die Förderung eigener Aktivitäten in den Vordergrund. Ausstellungen mit Arbeiten von Herdecker Künstlerinnen und Künstler, wie Rudi Vombeck und seine Frau Roswitha Lüder, Rosi Reiß, die auch Theaterschauspielerin ist, und Lehrer Werner Menzel sowie die Dagmar Wohler, Ulla Demtröder, Claudia Fetten-Hielscher und viele andere mehr wurden organisiert.