Aufholen nach Corona: Herdecker Schüler*innen nutzen „ExtraZeit zum Lernen“

Der Schulgarten der Werner-Richard-Schule wurde von den Teilnehmer*innen der "ExtraZeit zum Lernen" mit Begeisterung genutzt - nicht nur für das offizielle Foto. (Foto: Stadt Herdecke)
Der Schulgarten der Werner-Richard-Schule wurde von den Teilnehmer*innen der "ExtraZeit zum Lernen" mit Begeisterung genutzt - nicht nur für das offizielle Foto. (Foto: Stadt Herdecke)

Die Corona-Pandemie hat Unterricht in seiner gewohnten Form erheblich erschwert bzw. teilweise unmöglich gemacht. Um Unterrichtsstoff aufzuholen und Basiskompetenzen zu festigen, nutzen 22 Herdecker Grundschülerinnen und Grundschüler in der ersten Ferienwoche das Angebot „ExtraZeit zum Lernen“, das in Kooperation der Stadt Herdecke und der VHS Witten-Wetter-Herdecke angeboten wird. Das niederschwellige Angebot wird aus Mitteln des Förderpakets „Aufholen nach Corona“ finanziert.

Kooperation von VHS und Stadt

In Kleingruppen von vier Kindern erarbeiten sich die teilnehmenden Kinder spielerisch Allgemeinwissen, machen Bewegungsübungen und lernen, im Team miteinander zu arbeiten. Die qualifizierten Dozentinnen und Dozenten werden dabei von der VHS gestellt; während die Stadt Herdecke mit der Werner-Richard-Schule die notwendigen Räume zur Verfügung stellt. „Das Projekt ist eine gute Chance, ganz individuell Lernstoff aufzuholen und Sozialkompetenzen zu festigen. Ich freue mich, dass wir dank der Kooperation mit der VHS diese Möglichkeit für die Herdecker Grundschülerinnen und Grundschüler realisieren konnten“, sagt Schulamtsleiterin Jessica Rausch.

Ukrainische Schülerinnen und Schüler dabei

Besonders erfreulich: Auch sechs Kinder aus der Ukraine nehmen an dem Projekt in Herdecke teil. „Wir freuen uns, dass wir einen Dozenten mit russischen und ukrainischen Sprachkenntnissen haben, der für diese Kinder ein ganz wichtiger Ansprechpartner ist“, sagt Simone Eisenhardt-von der Stein, die das Projekt bei der VHS betreut. Ganz wichtig: Bei der „ExtraZeit zum Lernen“ spielen natürlich Kernkompetenzen wie Mathematik und Schreiben auf dem Programm, aber einen ganz wesentlichen Baustein bildet das Miteinander – ob beim Basteln oder der Sportpause draußen im Schulgarten. „Die Kinder sollen einfach die Gelegenheit bekommen, ihre sozialen Fähigkeiten auszubauen. Durch die langen Phasen des Distanzunterrichts ist das Miteinander lernen viel zu kurz gekommen“, so Eisenhardt-von der Stein.