Bunte Truppe macht Politik: Startschuss für’s Herdecker KiJuPa 2010/2011

Zum siebten Mal wurden in den vergangenen Wochen an Herdeckes weiterführenden Schulen die Mitglieder des Kinder- und Jugendparlamentes (KiJuPa) gewählt. Nun kann's frisch an's Werk gehen.Den Startschuss bildete kürzlich das traditionelle „Kennenlern- und Grundlagenseminar" im Ender HOT Mittendrin. Dort wurden die Teilnehmer/innen persönlich von ihrer Vorsitzenden, Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, begrüßt. „Ich gratuliere Euch zur Wahl ins Kinder- und Jugendparlament. Ihr seid das erste KiJuPa, das ich als Vorsitzende von der ersten Stunde an begleiten werde und ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit Euch", so ihre einführenden Worte an das Gremium. Als Begrüßungsgeschenk und erstes parlamentarisches Rüstzeug gab es eine edle Arbeitsmappe.Nachdem die Bürgermeisterin ihr Abgeordnetenhaus beim zwanglosen „Pläuschchen" etwas näher kennengelernt hatte, vermittelte die Geschäftsführerin des KiJuPa, Dipl.-Sozialpädagogin Gabi Stange, erste Grundlagen für die kommunalpolitische Tätigkeit. Sie gab Einblicke in die Arbeitskreise und die aktuellen Projekte. Das zukünftige Parlament besteht aus 32 Mitgliedern, darunter 18 Mädchen und 14 Jungen. Acht der Schülerinnen und Schüler wurden bereits zum zweiten Mal ins das Jugendgremium gewählt und drei Vertreter/innen haben schon kommunalpolitische Erfahrungen im KiJuPa-Grundschularbeitskreis gesammelt. Das jüngste Parlamentsmitglied ist gerade erst 10 Jahre alt geworden, das älteste ist 16 Jahre alt. Die Jungpolitikerinnen und -Politiker  besuchen die Albert-Schweitzer-Schule, die Hauptschule am Sonnenstein, die Realschule Bleichstein, das Friedrich-Harkort-Gymnasium und die Holzkamp Gesamtschule in Witten.„Es ist wie immer eine bunte Truppe mit ganz unterschiedlichen Interessen und Neigungen zusammengekommen. Das ist das Besondere an diesem Parlament: Es wächst eine Gruppe aus jungen Menschen zusammen, die gemeinsame Ziele verfolgen, aber im Normalfall wohl eher kaum Kontakt miteinander hätten. Das KiJuPa verbindet, baut Brücken und fördert den Blick „über den Tellerrand" des einzelnen Mitgliedes hinaus" so Gabi Stange, die bereits das erste Parlament 1998 mitbetreute. „Allerdings gestalten sich die Terminabsprachen für die Arbeitskreistreffen in den letzten Jahren immer schwieriger. Volle Stundenpläne, Ganztagsschule und zeitintensive Hobbys lassen  nur noch wenig Spielraum für das kommunalpolitische Ehrenamt.Konstituierende Sitzung des Parlamentes ist am 3. November im Herdecker Ratssaal. Auf der Tagesordnung steht neben der offiziellen Verpflichtung der Mitglieder die Wahl der beiden Parlamentsprecher/innen und deren Vertreter/innen, die Wahl für die beratende Mitgliedschaft im JHA, der Kinder- und Jugendförderplan und die Organisation der „Wunschbaumaktion", die in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum feiert.Unterstützt wird das KiJuPa vom „Ältestenrat". Die aus Altersgründen nicht mehr wählbaren Vertreterin des letzten Parlamentes Stefanie Dresbach und die ehemalige Parlamentssprecherin Lea Grams werden sich auch in den nächsten zwei Jahren für die Interessen von Kindern und Jugendlichen einsetzen.Auch die Herdecker Grundschulen haben ihre Vertreter für den Arbeitskreis KiJuPa Kooperation Grundschule mittlerweile gemeldet. Ein erstes Treffen der zehn Schülerinnen und Schüler ist nach den Herbstferien geplant.