Eine lokale David-gegen-Goliath-Geschichte: Das Agendakino präsentiert den Dokumentarfilm „Die rote Linie“ über den Hambacher Forst

Foto: Friedhelm Schürmann, 1. Vorsitzende der Filminitiative Herdecke e.V. und die lokale Agendabeauftragte der Stadt Herdecke, Sonja Fielenbach, mit dem neuen Filmplakat vor dem Kino Onikon.
Foto: Friedhelm Schürmann, 1. Vorsitzende der Filminitiative Herdecke e.V. und die lokale Agendabeauftragte der Stadt Herdecke, Sonja Fielenbach, mit dem neuen Filmplakat vor dem Kino Onikon.

Der Hambacher Forst ist zu einem Symbol für den Klimaschutz geworden. Nicht zuletzt durch den Besuch von Greta Thunberg ist der „Hambi“ aktuell wieder sehr präsent.Am 20. September 2019 ruft „Fridays for Future“ zu einem globalen Klimastreik auf, an dem sich alle Generationen beteiligen sollen. Zeitgleich tagt in Berlin das Klimakabinett der Bundesregierung zum vierten Mal. Passend zu diesem hochaktuellen Thema präsentiert die Herdecker lokale Agendabeauftragte Sonja Fielenbach gemeinsam mit dem Kino Onikon am Donnerstag, 19. September, den Film „Die rote Linie – Widerstand im Hambacher Forst“.

In der lokalen David-gegen-Goliath-Geschichte geht es um den Kampf um den Hambacher Forst, das Ringen um den Ausstieg aus der Kohleverstromung und den wachsenden öffentlichen Widerstand. Die Kamera begleitet Clumsy, einen jungen Waldbesetzer, Antje Grothus, Anwohnerin und Mitglied einer Bürgerinitiative und Lars, ein Familienvater, der in einem Geisterort ausharrt und der Umsiedlung trotzt. Seit 2015 filmt die Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf diese und weitere Protagonisten bei ihrem anfangs einzelnen Aufbegehren bis hin zum später bundesweit bekannten gemeinsamen Protest gegen die Rodung des Hambacher Forstes. Gerade die Auseinandersetzungen im Herbst 2018 haben gezeigt, wie dringend eine öffentliche Diskussion zum Ausstieg aus der Kohle ist.

Im Anschluss an den Film werden daher Aktive der Hagener Ortsgruppe von „Fridays for Future“ über die Aktivitäten der Gruppe in der Region berichten und für eine Diskussionsrunde zu den Klimaprotesten vor Ort sein. Die Gäste sind herzlich eingeladen, mit zu diskutieren und sich auszutauschen.

Die Filmvorstellung im Onikon beginnt um 19.00 Uhr in der Goethestraße 14 in Herdecke. Der Eintritt zur Vorstellung ist ermäßigt und beträgt 3,50 Euro. Der Film wird in deutscher Sprache gezeigt.

Agenda-Kino im Onikon

Seit einigen Jahren besteht die Kooperation der Lokalen Agenda und dem Herdecker Kino Onikon. Im Agenda-Kino werden etwa alle zwei Monate Dokumentationen zu gesellschaftlichen oder umweltbezogenen Herausforderungen gezeigt. Der Kinosaal bietet Platz für 88 Gäste. Das Programmkino Onikon ist seit 40 Jahren von Bürgerinnen und Bürgern für die Bürgerschaft aktiv. Es handelt sich um ein nicht-kommerzielles Kino, das von der Filminitiative Herdecke e.V. betrieben wird. Die Filminitiative ist ein ehrenamtlich tätiger Verein, der anspruchsvolle und unterhaltsame Filme präsentiert.