Erfolgreiche Eröffnung des Koepchenwerks am Tag des offenen Denkmals

Rund 1300 Erwachsene und Kinder nutzten den Tag des offenen Denkmals, um erstmals das historische Pumpspeicherkraftwerk mitsamt seinem Maschinenpark von innen zu bestaunen (Foto: Markus Bollen).
Rund 1300 Erwachsene und Kinder nutzten den Tag des offenen Denkmals, um erstmals das historische Pumpspeicherkraftwerk mitsamt seinem Maschinenpark von innen zu bestaunen (Foto: Markus Bollen).
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen mit Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster beim Besuch des Koepchenwerkes.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen mit Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster beim Besuch des Koepchenwerkes (Foto: Stadt Herdecke).

Die Tore des Koepchenwerks in Herdecke standen weit offen und der Besucherstrom wollte kein Ende nehmen: Rund 1300 Erwachsene und Kinder nutzten den Tag des offenen Denkmals, um erstmals das historische Pumpspeicherkraftwerk mitsamt seinem Maschinenpark von innen zu bestaunen. Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, eröffnete an diesem Tag offiziell das national bedeutsame Denkmal der Energiewirtschaft. Im Reigen der insgesamt 14 Standorte der Stiftung bildete das Koepchenwerk in diesem Jahr, am Tag des offenen Denkmals, das unbestrittene Highlight. „Ich freue mich über das große Interesse, das das Denkmal heute erfährt“, erklärte sie. „Es dokumentiert auch die hohe Wertschätzung unserer Arbeit und die tiefe Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Industriedenkmal, das weit in die Region hinein - auch dank seiner Lichtlandmarke - strahlt.“

Die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung machte der Industriedenkmalstiftung und den Besuchern ein künstlerisches Geschenk: Das Jazz-Duo Marie Daniels (Gesang) und Max Blumentraht (Piano) präsentierte Jazz-Klassiker vor den imposanten Maschinen.         

Begleitet von den Musikklängen schlenderten die Gäste durch die Halle, nahmen einen kleinen Snack und bestaunten die fast komplett erhaltenen, authentischen Maschinen. Andere ließen sich von den Gästeführern der Stiftung an acht Stationen über die seinerzeit fortschrittliche Pumpspeichertechnik der 1920er Jahre informieren. Zahlreiche Besucher bestiegen die kleine Empore, um einen faszinierenden Blick auf die technischen Anlagen zu erhalten. Viele Fotos wurden geschossen. Das Interesse an dem Gebäude, den Maschinen, der Geschichte des Kraftwerks sowie der Bedeutung waren groß.

Nachdem das Koepchenwerk 2017 in die Obhut der Stiftung gelang, schlossen sich umfangreiche Grundsicherungsarbeiten an, die die Stiftung nun abschließen konnte. Neben Arbeiten an Dach und Fach wurden auch die markanten RWE-Buchstaben nach historischem Vorbild rekonstruiert. Jetzt ist das Kopechenwerk erstmals für Besucher wieder zugänglich. Ab dem 15. September sollen regelmäßig Führungen angeboten werden; geplant ist dies an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat um jeweils 14 Uhr. Der Tag des offenen Denkmals bildete dabei den Auftakt.