Feuerwache: Gute Erreichbarkeit aller Stadtteile spricht für den Standort

Die Feuerwache am Herdecker Bach 4 muss aus- und umgebaut werden. (Foto:Stadt Herdecke)
Die Feuerwache am Herdecker Bach 4 muss aus- und umgebaut werden. (Foto:Stadt Herdecke)

Zu 436 Einsätzen pro Jahr rückt die Feuerwehr Herdecke durchschnittlich aus – verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Die Tatsache, dass die freiwilligen Helfer in allen Stadtteilen schnell vor Ort sein müssen, spricht für den Standort der Feuerwache am Herdecker Bach 4 – trotz der vielfältigen Herausforderungen, die das dortige Gebäude mit sich bringt.

Mit diesem Wissen geht die städtische Projektgruppe „Überplanung Feuerwache“ unter Leitung des Dezernenten Dr. Lars Heismann an die nächsten Planungsschritte zur Optimierung der Feuerwache. Das Gremium, an dem unter anderem das Gebäudemanagement, die Technischen Betriebe und das Planungsamt beteiligt sind, orientiert sich bei seiner Aufgabe, eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung für die Feuerwache zu entwickeln, an den Erkenntnissen aus dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan für die Jahre 2021 bis 2025 der Stadt Herdecke.

Steigende Mitgliederzahlen bedeuten auch größeren Raumbedarf

Der in diesem Jahr von der Politik beschlossene Plan nennt vor allem zwei Bereiche, in denen eine Verbesserung erforderlich ist: Das Gelände benötigt eine zweite Ausfahrt sowie weitere Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Eine weitere Herausforderung liegt im Gebäude: Hier sind die Lagerflächen nicht im ausreichenden Maß vorhanden; Laufwege und Sanitärbereiche müssen verbessert werden. Die erfreuliche Entwicklung, dass die Feuerwehr in den vergangenen Jahren Mitglieder – darunter insbesondere Frauen - hinzugewinnen konnte, führt gleichzeitig dazu, dass der Raumbedarf beispielsweise für Umkleiden und Besprechungsräume steigt.

Die Behebung dieser ungünstigen Rahmenbedingungen hat hohe Priorität. „Unsere Feuerwehr leistet Tag für Tag überlebenswichtige Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – ehrenamtlich. Damit sie dies tun kann, braucht sie ein gutes Arbeitsumfeld. Mit Aufwendungen von durchschnittlich 1,3 Millionen Euro jährlich unterstützen Rat und Verwaltung diesen Einsatz. Die Optimierung der Feuerwache ist ein sehr wichtiges Projekt für unsere Stadt“, sagt Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Ein Projekt, das langfristig gedacht werden muss: Durch Zuwächse in der Feuerwehr und neue Vorgaben ändern sich Raumbedarfe – all das fließt in die Raumplanung mit ein, an der die Feuerwehr selbstverständlich beteiligt ist.

Bestmögliche Abdeckung des Stadtgebiets

Der Standort am Herdecker Bach 4 hat dabei trotz aller Herausforderungen einen entscheidenden Vorteil: „Die im Brandschutzbedarfsplan vorgegebenen Eintreffzeiten sind von hier aus im gesamten Stadtgebiet gut einhaltbar“, erklärt Dr. Lars Heismann. Laut dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan erreicht die Feuerwache mit dem Standort am Herdecker Bach 4 die „bestmögliche Abdeckung mit einem Standort.“

Um den Standort der Feuerwache am Herdecker Bach zukunftsfähig aufzustellen, stehen im Arbeitskreis „Feuerwache“ nun Gespräche mit Grundstückseigentümern sowie Abstimmungen mit der Unteren Wasserbehörde an. Über den aktuellen Stand der Planungen wird im zuständigen Fachausschuss informiert.