Ganztag gemeinsam gestalten

Bestens besucht: Die diesjährige Bildungskonferenz im Haus Ennepetal (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis).
Bestens besucht: Die diesjährige Bildungskonferenz im Haus Ennepetal (Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis).

Der Offene Ganztag, also die Kombination aus Unterricht und ergänzenden außerunterrichtlichen Angeboten, stand im Mittelpunkt der 7. Bildungskonferenz im Ennepe-Ruhr-Kreis. Ziel war es, thematische Impulse und Anregungen für die tägliche Arbeit zu liefern und eine Plattform für einen institutionsübergreifenden Austausch zu bieten.

Die Einladung des Regionalen Bildungsbüros kam an. Rund 140 interessierte Fachkräfte sowie Träger des Offenen Ganztags, Lehrkräfte aus dem Primarbereich, außerschulische Partner und kommunale Vertreter aus Kreis und kreisangehörigen Städten trafen sich im Haus Ennepetal.

"Der offene Ganztag ist im Ennepe-Ruhr-Kreis inzwischen erfreulicherweise für viele zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Er liefert einen wichtigen Beitrag, damit Familie und Beruf vereinbarer sind. Noch wichtiger finde ich allerdings: Gute Ganztagsarbeit liefert die Basis für gelingende Bildungsbiografien", betonte Landrat Olaf Schade bei der Begrüßung. Das Angebot sei besonders für Kinder, deren Eltern sich nicht kümmern können oder wollen, Lebensort und Sozialisationsfeld.

Die Träger des Offenen Ganztages sehen sich großen Herausforderungen gegenüber. Sie müssen den Ansprüchen der Kleinen und Großen, der Stillen und Lauten, der Stubenhocker und Klettermaxe, der schwierigen Kinder und der Kinder mit einer anderen Muttersprache gerecht werden. Es gilt zahlreiche Angebote aus Bereichen wie Musik und Kunst, Sport und Bewegung, drinnen wie draußen zu organisieren.

Informationen darüber, wie dies in den einzelnen Einrichtungen geschafft wird, lieferten die Teilnehmer, indem sie die Thesen "Der Offene Ganztag gelingt an unserer Schule, weil…" und "Der Offene Ganztag hat eine hohe Qualität, wenn…" vervollständigten.

In neun praxisnahen Impulsworkshops wurden erfolgreiche Projekte und Ideen vorgestellt sowie Anregungen für den Berufsalltag geliefert. Es ging beispielsweise um den Umgang mit schwierigen Kindern, die Rolle von Bewegung für das Lernen und die Beteiligung der Kinder, um Lernzeit statt Hausaufgaben, das Führen von Elterngesprächen und digitale Medien.

Claudia Horch vom Regionalverband Ruhr thematisierte in einem Vortrag regionalen Aspekte des Ganztages in der Bildungsregion Ruhr. Sie verdeutlichte, welche Voraussetzungen in der Region herrschen. An Informationsständen standen Vertreter des zdi-netzwerks EN, der Verbraucherzentrale NRW und des Kreissportbundes als Gesprächspartner zur Verfügung.

"Auch hier gab es einen regen Austausch mit zahlreichen Tipps und Verabredungen in Kontakt für mögliche Kooperationen zu bleiben", zeigte sich Nicole von Gersum, Leiterin des Regionalen Bildungsbüros EN, mit der Konferenz zufrieden.

 

Quelle: Ennepe-Ruhr-Kreis