Heimatpreis 2020: Jury wählt drei Gewinner aus

Foto (v.l.): Martina Vierke (Brotkorb), Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, Irmingard Schewe-Gerigk (Brotkorb), Karl-Friedrich Müller (Bürgerbus), Eberhard Dickow (Bürgerbus), Dr. Gordon Heinemann (VCS) und Barbara Degenhardt-Schumacher (VCS).
Foto (v.l.): Martina Vierke (Brotkorb), Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster, Irmingard Schewe-Gerigk (Brotkorb), Karl-Friedrich Müller (Bürgerbus), Eberhard Dickow (Bürgerbus), Dr. Gordon Heinemann (VCS) und Barbara Degenhardt-Schumacher (VCS).

Schon seit Juni steht die Entscheidung, wer den vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen ausgelobten Heimatpreis 2020 erhält, fest. Jedoch konnte bislang aufgrund der Coronalage und des Lockdowns keine festliche Übergabe organisiert werden. Da das vom Ministerium festgelegte Enddatum der Übergabe jedoch näher rückt, übergab Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster den Preis jetzt im Ratssaal an die Gewinner.

„Eigentlich hätten wir die Preise gerne wie beim letzten Mal im Rahmen des Neubürgerempfangs oder in einer Ratssitzung übergeben. Da dies jedoch aufgrund von Corona nicht umgesetzt werden konnte, freuen wir uns jetzt auf eine festliche Übergabe im kleinen Kreise“, so Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Die Entscheidung sei der Jury bestehend aus Vertretern von Rat und Verwaltung nicht leichtgefallen, da es so viele tolle Bewerbungen gab. „Aus diesem Grund darf ich heute gleich drei glücklichen Preisträgern eine Freude machen: Der Verein zur Förderung christlicher Sozialarbeit e.V. (VCS) erhält den ersten mit 3.000 Euro dotierten Preis. Jeweils 1.000 Euro erhalten der Bürgerbusverein Herdecke e.V. und der Herdecker Brotkorb e.V.“, so die Bürgermeisterin. „Sie alle setzen sich für die Menschen unserer Stadt ein, haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Ängste und bieten Unterstützung, die gerne angenommen wird. Insbesondere in Corona-Zeiten können sicherlich auch alle drei Preisträger die Finanzspritze gut gebrauchen. Ich gratuliere Ihnen von ganzem Herzen.“

Der VCS möchte mit dem Preisgeld – wenn Corona überstanden ist –  ein großes Fest für alle Ehrenamtlichen veranstalten. „Den Preis hätten wir nie gewonnen ohne unsere Vielzahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Mit dem Fest möchten wir uns bei allen Ehrenamtlichen und auch bei den über die Nachbarschaftshilfe aktiv gewordenen Ehrenamtlichen bedanken“, erklärt die hauptamtliche Mitarbeiterin des VCS, Barbara Degenhardt-Schumacher.

Der Herdecker Brotkorb wird von dem Geld haltbare Grundnahrungsmittel wie Zucker, Mehl, Tee, Reis sowie Babynahrung und Hygieneartikel anschaffen. Dies sei eine wichtige Ergänzung zu den Lebensmitteln, die der Verein wegen des ablaufenden Mindesthaltbarkeitsdatums von den Herdecker Läden erhält, berichtet die Vorsitzende des Brotkorb e.V., Irmingard Schwere-Gerigk. „Wir freuen uns sehr über den Preis, der allen Mitgliedern gehört. Nur durch unsere Ehrenamtler sind wir zu einer Einrichtung in Herdecke geworden, die Menschen in Not - ohne Ansehen der Person - unterstützt. Wir helfen dabei, ein freundliches Bild unserer Stadt zu zeigen und schaffen damit auch Verbundenheit.“

Bedingt durch Corona hatte auch der Bürgerbusverein Herdecke erhebliche Einnahmeausfälle. „Zum einen, da wir von Mitte März bis Anfang Juni 2020 und dann noch einmal vier Wochen über den Jahreswechsel gar nicht gefahren sind, zum anderen weil aktuell viele Bürgerinnen und Bürger die Öffentlichkeit und öffentliche Verkehrsmittel meiden“, erläutert der Vorsitzende des Vereins, Eberhard Dickow. „Wir fahren zurzeit nur mit halb so vielen Fahrgästen wie sonst. Dank des Heimatpreises können wir aber trotzdem den vollen Fahrbetrieb aufrechterhalten, so dass diejenigen, die uns wirklich brauchen, ihre Einkäufe, Arztbesuche, Sparkasse, Physiotherapie etc. wahrnehmen können.“ Bei nahezu jeder Fahrt aber auch bei Facebook oder am Telefon drücken die Fahrgäste ihre Dankbarkeit aus. „Insofern kommt das Geld den betagteren Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt zugute und hilft und dabei, den Betrieb aufrechtzuerhalten“, freut sich Dickow.