Heimatpreis 2021: Stadt Herdecke würdigt Engagement für den Zusammenhalt in der Stadt

Klaus und Maria Krause nehmen von der Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster gemeinsam mit Klaus und Edith Kaiser (von links) den Heimatpreis 2021 für die ZWAR-Gruppe entgegen. Alle Personen auf dem Bild sind vollständig geimpft. (Foto: Stadt Herdecke)
Klaus und Maria Krause nehmen von der Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster gemeinsam mit Klaus und Edith Kaiser (von links) den Heimatpreis 2021 für die ZWAR-Gruppe entgegen. Alle Personen auf den Bildern sind vollständig geimpft. (Foto: Stadt Herdecke)
Ulla und Harald Beyling begleiteten Uschi Beyling zur Bürgermeisterin, die ihr für ihre jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement den Heimatpreis 2021 überreichte. Auch die Töchter Bettina und Karola Beyling (von links)waren bei diesem besonderen Moment dabei. (Foto: Stadt Herdecke)
Ulla und Harald Beyling begleiteten Uschi Beyling zur Bürgermeisterin, die ihr für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement den Heimatpreis 2021 überreichte. Auch die Töchter Bettina und Karola Beyling (von links)waren bei diesem besonderen Moment dabei. (Foto: Stadt Herdecke)
Laith Bayrkdar und Andreas Disselnkötter freuen sich über den Heimatpreis 2021, den die Bürgermeisterin dem Nachbarschaftsnetzwerk überreichte. Auch Khaled Al Masri ist stolz auf die Würdigung des Engagements. (Foto: Stadt Herdecke)
Laith Bayrkdar und Andreas Disselnkötter freuen sich über den Heimatpreis 2021, den die Bürgermeisterin dem Nachbarschaftsnetzwerk überreichte. Auch Khaled Al Masri (von links) ist stolz auf die Würdigung des Engagements. (Foto: Stadt Herdecke)

Menschen verbinden – das machen die Preisträgerinnen und Preisträger des Heimatpreises 2021 auf verschiedene Weise.  Ob Unterstützung für Geflüchtete, gemeinsame Aktionen für Menschen kurz vor oder gerade im Ruhestand oder unkomplizierte Nachbarschaftshilfe: Alle heute Ausgezeichneten eint, dass sie sich in ihrer Freizeit zum Wohle ihrer Mitmenschen in Herdecke einsetzen. Insgesamt drei Preise hat Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster heute in einer kleinen Feierstunde verliehen.

Erster Preis geht an die ZWAR-Gruppe

Corona-konform begrüßte sie die Preisträgerinnen und Preisträger einzeln im Rathaus. Angesichts der Vielfalt des Engagements hatte sich die Jury, in der neben der Bürgermeisterin und der städtischen Wirtschaftsförderung auch Vertreter der Ratsfraktionen saßen, dazu entschieden, den insgesamt mit 5000 Euro dotierten Preis auf drei Gruppen aufzuteilen und dabei einen ersten, sowie zwei zweite Preise zu vergeben. Für ihre Aktionen für Menschen, die sich im Ruhestand oder kurz davor befinden, erhielt die ZWAR-Gruppe Herdecke 3000 Euro. „ZWAR hat in Herdecke eine Lücke gefüllt. Ich kann mich noch heute gut an die Auftaktveranstaltung erinnern – das war ein sehr berührender Moment“, sagt Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster.

Die Mitgründer der ZWAR-Gruppe, Maria und Klaus Krause, nahmen gemeinsam mit Klaus und Edith Kaiser den Preis entgegen. Im Gespräch der Ehrenamtlichen mit der Bürgermeisterin wurde deutlich, was ZWAR so besonders macht: „Durch die verschiedenen Aktionen und die Tatsache, dass lauter Gleichgesinnte aufeinandertreffen, sind richtig gute Freundschaften entstanden, die weit über normale Vereinsstrukturen hinausreichen“, beschrieb Klaus Krause, was ZWAR für ihn bedeutet. Im Ruhestand neue Freundschaften zu knüpfen, sei keinesfalls selbstverständlich – und daher ein umso größeres Geschenk, das wesentlich dazu beitrage, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

Uschi Beyling engagiert sich seit 42 Jahren ehrenamtlich

Über jeweils 1000 Euro freuen sich das Nachbarschaftsnetzwerk Herdecke sowie Uschi Beyling. Beyling hatte 2016 den Tauschring Herdecke mitinitiiert, der unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir mehr“ den Tausch unterschiedlichster „Leistungen“ koordiniert: Da repariert der Eine dem Anderen die Tür und bekommt dafür Tipps zur Einrichtung seines Smartphones.

Doch Uschi Beylings Engagement ist vielfältig: Über Jahrzehnte arbeitet sie ehrenamtlich beim Kinderschutzbund und besuchte ein Kinderheim in Rumänien, bevor sie sich mit dem Café „Vergissmeinnicht“ Menschen mit Demenz zuwandte. „Sie sind seit 42 Jahren ehrenamtlich engagiert – ich bin wirklich stolz, dass ich Ihnen heute dafür den Heimatpreis überreichen darf und damit Ehrenamt in unserer Stadt sichtbar wird“, sagte Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Für Uschi Beyling ist das Ehrenamt ein Geben und Nehmen: „Ich habe immer Menschen gefunden, die mitgemacht haben und ich habe vor allem immer auch vieles zurückbekommen“, sagte sie.

Nachbarschaftsnetzwerk Herdecke hilft Geflüchteten beim Deutsch lernen

Das Nachbarschaftsnetzwerk Herdecke, für das Andreas Disselnkötter den Preis entgegennahm, unterstützt Geflüchtete bei Behördengängen oder hilft, einen passenden Beruf oder eine Ausbildung zu finden. Mittlerweile engagieren sich rund 200 Herdeckerinnen und Herdecker in diesem Projekt – und rund 50 Prozent von ihnen sind selbst Zugewanderte. Laith Bayrkdar erzählte bei der Preisverleihung, wie die Gruppe ihm geholfen habe: „Das Nachbarschaftsnetzwerk unterstützt Integration; sie hat mir viele Ängste genommen und mir geholfen, auf die Herdecker zuzugehen und Deutsch zu lernen. Bei Integration geht es nicht im Geld, es geht um das Miteinander.“ Für Andreas Disselnköttter ist die Auszeichnung mit dem Heimatpreis ein „Zeichen für die Zukunft, dass, wenn Herdecke wieder in Situation kommt, vielen Geflüchteten zu helfen, wir gut vorbereitet sind und uns gerne engagieren.“

Der Heimatpreis wird im Rahmen des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW verliehen. Alle Preisträgerinnen und Preisträger müssen ehrenamtlich Projekte oder Maßnahmen initiiert haben, die einen Beitrag zur Integration in der Stadt leisten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in besonderem Maße fördern und Brücken gebaut und Menschen miteinander verbunden haben.