Koepchenwerk: Führung erläutert das Industriedenkmal

Koepchenwerk Herdecke. Foto: Markus Bollen.
Koepchenwerk Herdecke. Foto: Markus Bollen.

Besucher haben am Sonntag (1.12.) Gelegenheit, bei einer Führung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur das imposante Industriedenkmal Koepchenwerk genauer in Augenschein zu nehmen. Bei einem Rundgang geht es um die Geschichte des Pumpspeicherkraftwerks, seine Bedeutung und darum, wie das Prinzip dieser Energiegewinnung funktioniert.

Im sogenannten Krafthaus befinden sich vier noch erhaltene Maschinensätze. Ein Satz besteht aus Turbine, Generator, Kupplung und Pumpe. Anschaulich wird das Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks erläutert. Zu diesem Zweck ist es hilfreich, dass die Abdeckung einer Pumpe entfernt wurde, so dass der Blick in das Innere, auf das Laufrad, möglich ist.

Das Kraftwerk wurde in den Jahren 1927 bis 1930 gebaut. Zu Beginn startete es mit lediglich drei Pumpen. Diese drei Pumpen benötigten circa zehn Stunden, um das oben im Hang gelegene Becken vollständig mit Wasser zu füllen. Im Laufe der wirtschaftlichen Entwicklung in den 1930er Jahren sollte eine vierte Pumpe hinzukommen, die letztendlich erst 1949 installiert wurde.

Interessierte können erfahren, wie in der Turbine Strom mit Wasser erzeugt wurde, welche Aufgabe der Generator versah und was es mit der Kupplung auf sich hatte. Das Pumpspeicherkraftwerk hatte mit „Kinderkrankheiten“ technischer Natur zu kämpfen. Kein Wunder, war es doch mit das erste Pumpspeicherkraft im großen Maßstab ohne natürlichen Zulauf von Wasser. Wie diese ersten Probleme „kuriert“ wurden, auch davon wird die Rede bei der 90-minütigen Führung sein.

 

Führung Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk

Sonntag (01.12.) um 14 Uhr

Dauer: ca. 90 Minuten

Preis: 8 Euro pro Person

Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt

Treffpunkt: Haupteingang Koepchenwerk

Adresse: Im Schiffwinkel 43, 58313 Herdecke

 

Wichtige Hinweise:

Festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung werden empfohlen.

Vor Ort am Koepchenwerk sind keine Parkplätz vorhanden.

Weitere Informationen unter

www.industriedenkmal-stiftung.de

 

Quelle: Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur