Neubau der Stromtrasse: Wissenschaftliches Gutachten bekräftigt Forderung nach einem Moratorium

Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerinitiativen bei einem gemeinsamen Blick mit der Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster (Mitte) in das Gutachten.
Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerinitiativen bei einem gemeinsamen Blick mit der Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster (Mitte) in das Gutachten.

Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Prozessgemeinschaft sowie der Bürgerinitiative Semberg übergaben jetzt ein wissenschaftliches Gutachten über die aufgeworfene Frage der Notwendigkeit der neuen Höchstspannungsfreileitung durch Herdecke an die Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Dabei war mit Klaus Kwiatkowski auch ein Vertreter der Bürgerinitiative aus Hohenlimburg, stellvertretend für mehrere Initiativen entlang des Trassenverlaufs von Dauersberg nach Kruckel, die sich finanziell an der Erstellung des Gutachtens beteiligt haben.

Prof. Dr. Lorenz Jarass, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Energieversorgung und Autor mehrerer Fachbücher, kommt zu dem Ergebnis, dass die Forderung von Dr. Katja Strauss-Köster nach einem Moratorium auf Grund des beschlossenen Kohleausstiegs gerechtfertigt ist. „Die Notwendigkeit für den Neubau ist nicht gegeben“, fasst Wolfgang Heuer von der Prozessgemeinschaft zusammen. Das 38 Seiten umfassende Werk wird am Dienstag, 01. Oktober 2019 vom Verfasser der Öffentlichkeit vorgestellt, zunächst um 17 Uhr in der Ratssitzung und anschließend, voraussichtlich ab 18 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung, in der die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und mitdiskutieren können.