Übersichtlich informiert: Datenbank zum Wirkungsorientierten Haushalt der Stadt ist jetzt online

Foto: Haushaltssatzung 2021.
Foto: Haushaltssatzung 2021.

Wie viele Einwohner hat Herdecke, wie viele Kindergartenplätze stehen zur Verfügung oder wie hoch sind die Steuereinnahmen der Stadt? Auf all diese Fragen gibt die neue Datenbank Antworten. Herdeckes Erster Beigeordneter und Kämmerer Dennis Osberg hat sie im Zuge der Einführung des sogenannten Wirkungsorientierten Haushaltes ganz neu aufgebaut.

Diese Datenbank beinhaltet eine große Menge an Kennzahlen wie zum Beispiel die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, der Freibadgäste oder der Hotelbetten. „Ziel ist es, insbesondere den politischen Mandatsträgern eine bessere Entscheidungsgrundlage und ein Mehr an Informationen zu liefern. Aber auch für die Bürgerinnen und Bürger ist der Wirkungsorientierte Haushalt in weiten Teilen einsehbar,“ so Osberg.

Zu finden ist die Datenbank auf der städtischen Webseite im Bereich Haushalt oder direkt unter www.herdecke.de/woh. In neun Bereichen wie Bücherei, Jugend und Tourismus sind aktuelle Kennzahlen aufgeführt, aber auch frühere seit dem Jahr 2017 und Prognosen für die nächsten Jahre.

„Der Wirkungsorientierte Haushalt bietet einen anderen Blickwinkel auf den Haushalt. Es geht nicht nur um harte Finanzzahlen, sondern um die Frage: Ist das Geld an der Stelle so angelegt, dass es die gewünschte Wirkung erzielt?“ Osberg nennt als Beispiel die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren. Durch den Ausbau der Betreuungsplätze ist die Quote seit 2017 von 33 auf 40 % gestiegen.

Seinen Namen trägt der Wirkungsorientierte Haushalt also zurecht. Denn anhand der Kennzahlen sind Entwicklungen erkennbar und damit auch, ob politische Strategien wirken. Aus diesem Grund wurde das Projekt auch in enger Zusammenarbeit mit der Herdecker Politik verwirklicht.

Den Wirkungsorientierten Haushalt gibt es auch schon in anderen Städten wie Dortmund oder Köln. Das System für die Datenbank wurde allerdings extra für Herdecke entwickelt. Verantwortlich dafür ist Dr. Tobias Augustin vom Institut Kooperative Systeme an der Fernuniversität Hagen.