Verändern vor Ort: Neue Gesichter für das 10. Herdecker Kinder- und Jugendparlament

Die aktuellen KiJuPa-Mitglieder Lucy Choidas, Sophia Kaufmann und Sprecherin Pia Blothe motivieren gemeinsam mit der neuen Geschäftsführerin Anna Baumann (v.l.) für die Neuwahlen zum 10. Herdecker Kinder- und Jugendparlament.
Die aktuellen KiJuPa-Mitglieder Lucy Choidas, Sophia Kaufmann und Sprecherin Pia Blothe motivieren gemeinsam mit der neuen Geschäftsführerin Anna Baumann (v.l.) für die Neuwahlen zum 10. Herdecker Kinder- und Jugendparlament.
„Das KiJuPa ist vielfältig. Man hat nicht nur die Möglichkeit, etwas zu verändern, man hat dazu noch einen Riesenspaß!“, Sophia Kaufmann, 16 Jahre jung, aktuell Mitglied im 9. Herdecker KiJuPa.
„Das KiJuPa ist vielfältig. Man hat nicht nur die Möglichkeit, etwas zu verändern, man hat dazu noch einen Riesenspaß!“, Sophia Kaufmann, 16 Jahre jung, aktuell Mitglied im 9. Herdecker KiJuPa.
„Kinder und Jugendliche entwickeln ihre eigenen Ideen und Meinungen. Ich unterstütze sie dabei, ihre Ideen in der Stadt einzubringen“, Anna Baumann, neue Geschäftsführerin des Herdecker KiJuPas.
„Kinder und Jugendliche entwickeln ihre eigenen Ideen und Meinungen. Ich unterstütze sie dabei, ihre Ideen in der Stadt einzubringen“, Anna Baumann, neue Geschäftsführerin des Herdecker KiJuPas.
Plakat für die Neuwahlen zum 10. Herdecker KiJuPa.

18 Jahre Geschichte und kein bisschen alt – das gilt für das Kinder- und Jugendparlament Herdecke – kurz KiJuPa. Denn mit dem Startschuss in das neue Schuljahr in dieser Woche beginnt auch die Wahl für die Neubesetzung des 10. Herdecker KiJuPas an den weiterführenden Schulen.

Pia Blothe und Marius Sprang sind aktuell Parlamentssprecherin und –sprecher und motivieren zum Mitwirken: „Das KiJuPa ist super! Es gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Dinge in Herdecke direkt vor Ort im Sinne der Jugendlichen zu verändern!“, wissen beide und freuen sich auf die kommende Legislaturperiode.

Worum geht es?

Das wichtigste Thema des KiJuPa ist, was in Herdecke für Kinder und Jugendliche verbessert werden kann. Es geht also um Kommunalpolitik. Marius Sprang erklärt: „Die Mitglieder sind wie Klassensprecher für alle Herdecker Kinder und Jugendliche. Von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche!“

Damit das KiJuPa diesen Auftrag erfüllen kann, hat es das Recht, Anträge an den Rat der Stadt zu richten. Es kann auch Beschlüsse fassen und eigene Projekte umsetzen. Dabei geht es dann beispielsweise um Freizeitangebote mit jungen Geflüchteten, um die Gestaltung von Spielplätzen, ein eigenes Jugendprogramm auf der Maiwoche und vieles mehr. „Seit ich im KiJuPa bin, ist mein Interesse an der Politik vor Ort gestiegen“, erzählt die 16-jährige Sophia Kaufmann.

Herdeckes Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster ist die Vorsitzende des Parlamentes. Sie sorgt dafür, dass das KiJuPa immer beteiligt wird, wenn Maßnahmen der Stadt die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren.

Wer kann mitmachen?

Zur Wahl stellen können sich alle interessierten Schülerinnen und Schüler der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe, die in Herdecke wohnen. Wer sich aufstellen lassen möchte, kann frühzeitig die Lehrerin, den Lehrer oder die Schulleitung ansprechen.

Die Kinder und Jugendlichen benötigen keine Vorkenntnisse für die Mitarbeit im KiJuPa. Gemeinsam mit Hilfe der Geschäftsführerin werden sie alle Grundlagen erlernen. „Das wird aber nicht trocken“, weiß Sophia Kaufmann: „Das KiJuPa ist vielfältig. Man hat nicht nur die Möglichkeit, etwas zu verändern, man hat dazu noch einen Riesenspaß!“ Bei einem Rhetorikseminar wird den frisch gewählten Mitgliedern Mut zum Reden gemacht. Außerdem werden Diskussionstechniken trainiert.

Die Wahl: Wer? Wann? Wen?

Die Wahlen an den Herdecker Schulen finden in den ersten vier Schulwochen nach den Sommerferien statt. Jetzt heißt es also für die Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Harkort-Schule und der Realschule am Bleichstein: Auf geht’s! Gebt eure Stimme ab und wählt eure Mitschülerinnen und Mitschüler in das KiJuPa oder lasst euch selbst aufstellen!

Jede Schule erhält mehrere Mandate, also Plätze. Pro angefangene 50 Schülerinnen und Schüler gibt es je ein Mandat. Insgesamt wird das Parlament dann voraussichtlich aus bis zu 28 Mitgliedern bestehen.

Die Legislaturperiode des KiJuPa beträgt zwei Jahre. Die Mitglieder werden also für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Und wenn ich nicht in Herdecke zur Schule gehe?

Kinder und Jugendliche, die in Herdecke wohnen, aber eine Schule in einer anderen Stadt besuchen, können ebenfalls Mitglied im Herdecker KiJuPa werden. Auch hier können sich Schülerinnen und Schüler der fünften bis zehnten Jahrgangstufe zur Wahl stellen.

Hierfür gibt es insgesamt vier Mandate. Bei mehr Bewerbungen entscheidet das Los.

Wer Interesse an einem dieser vier Mandatsplätze hat, kann sich bis zum 22. September 2016 im Jugendamt der Stadt Herdecke, Goethestraße 14 bei Anna Baumann, Geschäftsführerin des KiJuPa, unter der Telefonnummer 02330-611 270 oder per Mail an: anna.baumann(at)herdecke.de melden.

Weitere Informationen sowie der Bewerbungsbogen für auswärtige Schulbesucherinnen und Schulbesucher stehen hier auf der Homepage zur Verfügung.

Und wenn ich jünger bin?

Damit auch Grundschulkinder mitreden können, gibt es einen Arbeitskreis „Kooperation Grundschule“. Dafür werden an jeder Herdecker Grundschule zwei Vertreterinnen und Vertreter aus den dritten und vierten Klassen gewählt. Diese Wahlen finden ebenfalls in den ersten vier Schulwochen nach den Sommerferien statt.

Wann geht es los?

Die erste Sitzung des neu gewählten Schülerparlamentes ist für Donnerstag, den 3. November 2016 geplant!

Wer begleitet das KiJuPa?

Seit dem 1. Juni 2016 hat das KiJuPa eine neue Geschäftsführung. Anna Baumann hat die Nachfolge von Gabi Stange angetreten und freut sich über ihre Aufgaben: „Kinder und Jugendliche entwickeln ihre eigenen Ideen und Meinungen. Ich unterstütze sie dabei, ihre Ideen in der Stadt einzubringen“. Mit ihren Vorkenntnissen und Erfahrungen aus vergangenen erfolgreichen Beteiligungsprojekten ist Baumann gut gerüstet für diese Herausforderung.

Außerdem ist sie die neue Inklusionsbeauftragte für Herdecke und für beide Arbeitsbereiche gilt: „Mir ist es wichtig, dass wir Projekte gemeinsam planen und umsetzen. Der beste Zeitpunkt ist immer jetzt!“