Anpassung des Namens Eingebürgerter und Aussiedler

Personen, deren Name durch Statuswechsel wie Einbürgerung oder Zuerkennung der Aussiedlereigenschaft nunmehr deutschem Recht unterliegt, behalten grundsätzlich zunächst ihre bisherigen Namen und die Art und Form der Namensführung aus ihrem Heimatrecht.

Die Form und Schreibweise der Namen ist aus der Geburts- oder Eheurkunde zu übernehmen. Sind die Urkunden in einer anderen als der lateinischen Schrift erstellt, so ist eine Übersetzung gegebenenfalls nach ISO-Norm vorzulegen. Ersatzweise kann auch die Schreibweise der Namen aus dem in lateinischer Schrift erstellten Reisepass übernommen werden.

Sofern die nach ausländischem Recht erworbene Namensführung nicht dem deutschen Recht entspricht, kann der Name dem deutschen Recht angepasst oder neu gebildet werden.

Wer kann erklären?

  • Spätaussiedler, deren Ehegatten und Abkömmlinge
  • Eingebürgerte
  • heimatlose Ausländer
  • anerkannte ausländische Asylberechtigten
  • ausländische Flüchtlingen
  • Staatenlose, die in Deutschland Aufnahme gefunden haben
  • Ausländer, deren Namensführung sich nach Art. 10 Abs. 2 oder Abs. 3 EGBGB richtet

Welche Namen können geändert werden?

Geändert werden können Eigennamen, Vornamen, Familiennamen und Namensbestandteile. Genauere Informationen erhalten Sie beim Standesamt.

Wo wird die Erklärung abgegeben?

Die Erklärung ist öffentlich zu beglaubigen und kann beim zuständigen Standesamt des Wohnsitzes abgegeben werden. Die Erklärung wird wirksam mit Entgegennahme durch das zuständige Standesamt.

Die Abgabe der Erklärung ist nur einmal möglich. Die Erklärung kann jedoch gestuft, das heißt für jede Namensart zeitlich getrennt abgegeben werden. Dies ermöglicht die Abgabe der Erklärung zum Familiennamen erst später, wenn sich die Familie über die einheitliche Schreibweise einig ist.

Wegen der Vielfalt der möglichen Fallkonstellationen ist eine vorherige Beratung (auch fernmündlich) durch das Standesamt ratsam.

  • Einführungsgesetz zum Bürgerlichem Gesetzbuche
  • Bundesvertriebenengesetz

Ihre Ansprechpersonen

Herr Anton Staudinger

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Frau Karolin Just

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