Gewerbesteuer

Die Gemeinden sind berechtigt, von Ihnen eine Gewerbesteuer als Gemeindesteuer zu erheben, sofern Sie einen Gewerbebetrieb besitzen, bei dem es sich um ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des Einkommensteuerrechts handelt. Grundsätzlich wird die Gewerbesteuer von der Gemeinde erhoben, in der sich der Gewerbebetrieb befindet.

Der Steuermessbetrag wird von dem Finanzamt ermittelt. Er ergibt sich seit 1998 aus dem Gewerbeertrag. Der Gewerbeertrag ist der nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des Körperschaftssteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, der bei der Ermittlung des Einkommens für den Erhebungszeitraum entsprechenden Veranlagungszeitraum zu berücksichtigen ist, vermehrt oder vermindert um die in den §§ 8 und 9 Gewerbesteuergesetz bezeichneten Beträge.

Bis zum Erhebungszeitraum 1997 einschließlich, waren die Besteuerungsfaktoren nach Ertrag und Kapital.

Bei Gewerbetrieben von natürlichen Personen und von Personengesellschaften besteht ein Steuerfreibetrag in Höhe von 24.500 Euro. Darüber hinausgehende Erträge werden mit folgenden Steuermesszahlen gestaffelt:

  • für die ersten 12.000 Euro          1%
  • für die weiteren 12.000 Euro      2%
  • für die weiteren 12.000 Euro      3%
  • für die weiteren 12.000 Euro      4%
  • für die weiteren Beträge            5%

Nach der Unternehmenssteuerreform 2008 ist der Staffelbetrag ab diesem Zeitpunkt abgeschafft, d.h. die über 24.500 Euro hinausgehenden Erträge (bei natürlichen Personen und Personengesellschaften) werden mit einer Steuermesszahl von 3,5% angesetzt.

Der aktuelle Gewerbesteuerhebesatz beträgt 535%. Die Gewerbesteuer berechnet sich dann nach Bekanntgabe des Messbescheides vom Finanzamt, wie bei der Grundsteuer:

Messbetrag/Zerlegungsanteil x Hebesatz

Berechnungsbespiel
Messbetrag = 440,00 Euro x 535% (aktueller Hebesatz) = 2.354,00 Euro Gewerbesteuer

Einwendungen gegen die Höhe des Messbetrages/Zerlegungsanteil können Sie nur beim Finanzamt erheben. Der Gewerbesteuermessbescheid bzw. der Zerlegungsbescheid ist nämlich der Grundlagenbescheid für die Gewerbesteuer. Nur wenn dieser geändert wird, so kann der Gewerbesteuerbescheid auch korrigiert werden.

Gewerbesteuernachzahlungen sowie Gewerbesteuererstattungen sind nach § 233 a Abgabenordnung zu verzinsen. Der Zinslauf beginnt 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem Gewerbesteuer entstanden ist (Karenzzeit). Zinsbeträge unter 10,00 Euro pro Erhebungsjahr werden nicht festgesetzt.

Ihre Ansprechpersonen

Frau Isabel Steinberg

isabel.steinberg@​herdecke.de 02330 - 611 266Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Manuela Strzoda

manuela.strzoda@​herdecke.de 02330 611 254Adresse | Öffnungszeiten | Details

Frau Carina Kottmann

carina.kottmann@​herdecke.de 02330-611 249Adresse | Öffnungszeiten | Details