Grundsteuer

Die Grundsteuer kann von der Stadt Herdecke als Gemeindesteuer erhoben werden und leistet einen wichtigen und gesicherten Beitrag an der Basisfinanzierung des städtischen Haushalts.

Die Grundsteuer wird auf jegliche Art von Grundbesitz erhoben. Dazu gehören alle Arten von Immobilien (von der Wohnung bis zum Industriegebäude) und die unbebauten Grundstücke. Festgesetzt wird die Grundsteuer für jedes einzelne Objekt. Die Höhe der Grundsteuer ist vom Zustand und aktuellen Wert des jeweiligen Grundstücks oder der Immobilie abhängig. Sie ist unterteilt in die Grundsteuer A (Betriebe der Land- und Forstwirtschaft) und die Grundsteuer B (alle sonstigen Immobilien).

Berechnung der Grundsteuer

Grundlage für die Berechnung ist der vom Finanzamt erlassene Einheitswertbescheid. In diesem Bescheid wird der sogenannte Einheitswert der Immobilie ermittelt.

Anschließend ermittelt das Finanzamt den steuerpflichtigen Anteil dieses Wertes (Grundsteuermesszahl). Hierfür wird ein gesetzlich vorgeschriebener Promillewert, je nach Bebauung und Bauart zugrunde gelegt und anschließend mit dem Einheitswert multipliziert. Hieraus ergibt sich dann der Grundsteuermessbetrag.

Der Grundsteuermessbetrag wird vom Finanzamt im Grundsteuermessbescheid festgesetzt. Darin legt das Finanzamt außerdem fest, wer Steuerschuldnerin oder Steuerschuldner ist und ab wann das Objekt besteuert wird.

Mit Hilfe dieses Grundsteuermessbetrages kann die zu zahlende Grundsteuer ermittelt werden.

Grundsteuermessbetrag x Hebesatz = Grundsteuer

Berechnungsbeispiel
Messbetrag lt. Finanzamt = 85,56 Euro
Festgelegter Hebesatz = 745%
Grundsteuer = 85,56 Euro x 745% = 637,42 Euro

Der Hebesatz wird vom Rat der Stadt Herdecke festgelegt. Er beträgt derzeit für die Grundsteuer A 237% und für die Grundsteuer B 745%.

Hinweis

Einwendungen gegen den Einheitswertbescheid (z.B. gegen die Höhe des Grundsteuermessbetrages), sind beim Finanzamt vorzutragen. Auch wenn Sie Einspruch gegen den Grundsteuermessbescheid erhoben haben, bleibt der Bescheid wirksam. Die festgesetzte Grundsteuer müssen Sie in jedem Fall zu den Fälligkeitsterminen entrichten. Soweit das Finanzamt dem Einspruch entspricht und den Messbescheid ändert, wird auch der Grundsteuerbescheid entsprechend geändert.

Fälligkeit der Grundsteuer

Festgesetzt wird die Grundsteuer für ein Kalenderjahr. Zahlen können Sie diese jedoch auch in vier Teilen einmal pro Quartal und zwar zu den festen Terminen:

15.02.
15.05.
15.08.
15.11.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Grundsteuer einmal jährlich komplett zu bezahlen. Dieser Jahresbetrag wird am 01.07. eines Jahres fällig. Sollten Sie diese Variante wählen, so müssen Sie spätestens bis zum 30.09. des Vorjahres einen schriftlichen Antrag stellen.

Ihre Ansprechpersonen

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