Zeiten gendern sich: Beauftragte begrüßen sprachliche Gleichstellung

Logo: Ennepe-Ruhr-Kreis.
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Der Duden verwendet zukünftig in seiner online Ausgabe nicht nur die männliche Bezeichnung, sondern differenziert. Gleichberechtigt stehen dort jetzt Ärztin und Arzt. Bislang haben die Einträge für die weiblichen Berufsbezeichnungen immer auf die männlichen Pendants verwiesen.

Die Gleichstellungsbeauftragten im Ennepe-Ruhr- Kreis freuen sich über dieses Signal, für sie stellt es einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichstellung dar. "Eine geschlechtersensible Sprache ist ein Akt der gesellschaftlichen Wertschätzung und die Erkenntnis des Dudenverlags, nicht so tun zu können, als ob es das Gendern nicht gäbe, ist sehr zu begrüßen."

Diese Entwicklung ist für die Gleichstellungsbeauftragten auch deshalb so relevant, weil Sprache Gedanken und Vorstellungen maßgeblich beeinflusse. Denn: "Ist nur von dem Piloten die Rede, assoziiert man diesen Beruf nur mit Männern. Es gilt, auch durch die Sprache Rollenbilder aufzubrechen. Wenn Frauen nicht explizit benannt, sondern immer nur mitgemeint sind, werden ihre Leistungen in der Gesellschaft nicht sichtbar."

Die Gleichstellungsbeauftragten im Ennepe-Ruhr-Kreis werben deshalb für einen geschlechtersensiblen Umgang mit der Sprache. Und dies gerade und vor allem auch in diesen Zeiten der Corona-Pandemie. "Also in Zeiten, in denen das Zurückfallen in traditionelle Rollenmuster zu verzeichnen und die sprachliche Sichtbarkeit von Frauen besonders wichtig sind.

Stichwort Gleichstellungsbeauftragte im Ennepe-Ruhr-Kreis

Stadt Ennepetal Nina Däumig, Stadt Gevelsberg Christa Hofschröer, Stadt Hattingen Katrin Brüninghold, Stadt Herdecke Evelyn Koch, Stadt Schwelm Dr. Sandra Michaelis, Stadt Sprockhövel Maren Linn van Norden, Stadt Wetter (Ruhr) Ursula Noll, Stadt Witten Cornelia Prill und Ennepe-Ruhr-Kreis Sabine Kerkenberg.

Quelle: Ennepe-Ruhr-Kreis.