Herdecker Rathausführer für Kinder: KiJuPa stellt neuen Rathausführer vor

Was ist eigentlich ein Stadtrat? Warum gibt es im Rathaus ein Bürgerbüro? Und wer kümmert sich darum, dass in den Herdecker Schulen genug Tische und Stühle stehen?  Wie kann man im Kinder- und Jugendparlament mitmachen? – Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die neu erschienene Broschüre „Rathausinfos für Kinder“, die im Rahmen eines Projektes des Herdecker Kinder- und Jugendparlamentes entstanden ist.

Zwei Brüder haben die Broschüre erarbeitet

Die beiden KiJuPa-Mitglieder Justus (13) und Linus (12) Brüggemann haben dafür in den vergangenen Monaten viel recherchiert, Interviews geführt und Texte geschrieben. Mit Unterstützung der Mitarbeiter*innen aus dem Jugendamt und einer Grafikerin haben die beiden Brüder so eine informative und ansprechende Broschüre erstellt.

Viel bei der Recherche gelernt

 „Am meisten Spaß haben uns die Berichte über die verschiedenen Ämter und die Feuerwehr gemacht“, sagen die beiden Nachwuchs-Autoren – kein Wunder, sind sie doch beide in der Herdecker Jugendfeuerwehr aktiv. Die zuständige Beigeordnete Bettina Bothe lobt die beiden: „Justus und Linus haben sich wirklich vorbildlich engagiert und können sehr stolz auf diese Broschüre sein, die sicherlich vielen Herdecker Kindern Einblicke in das Rathaus geben wird.“

Interview mit der Bürgermeisterin geführt

Doch nicht nur viele spannende Informationen zu den vielfältigen Aufgaben einer Stadtverwaltung haben Justus und Linus gesammelt; die beiden Schüler der Realschule am Bleichstein haben auch Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster interviewt und sie unter anderem gefragt, wie sie mit dem KiJuPa zusammenarbeitet und was sie gerne in ihrer Freizeit macht. Die Broschüre wird nun nach den Sommerferien in den dritten Klassen der Herdecker Grundschulen verteilt.

Die Wunschbaumaktion des KiJuPa

Erstmals im Jahr 2000 haben sich die Herdecker Jungparlamentarier mit ihrem „Wunschbaumprojekt" dafür stark gemacht, dass Kinder, dessen Eltern finanziell nicht so gut gestellt sind, zu Weihnachten ein zusätzliches Geschenk bekommen.

Mittlerweile verfügt das preisgekrönte KiJuPa-Projekt über viele Nachahmer in Nachbarstädten und hat sich als ein fester Bestandteil in der Herdecker Weihnachtszeit etabliert.

Viele Herdeckerinnen und Herdecker unterstützen diese Aktion schon seit Jahren. Dem Engagement und der Bereitschaft dieser Menschen, einem fremden Kind zu Weihnachten einen Wunsch zu erfüllen, verdankt das Projekt seinen andauernden Erfolg.

 

Emily Engel beschützt Kinder in Not

In Arbeitskreistreffen und Sitzungen beschäftigt sich das KiJuPa immer wieder mit der Frage: „Was macht eine Stadt kinderfreundlich?" Eine Antwort darauf lautet: „Kinder müssen sich in ihrer Stadt sicher fühlen und wissen, dass ihnen jemand hilft und sie beschützt, wenn sie Angst haben oder in eine bedrohliche Situation geraten".

Aus diesem Grund wurde vom KiJuPa das Projekt „Emily Engel" entwickelt. Überall dort, wo der selbst entworfene Aufkleber oder das Plakat „Emily Engel" sichtbar ausgehängt ist, haben sich die Inhaberinnen und Inhaber eines Geschäftes oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Institution dazu bereit erklärt, Kinder und Jugendliche, die Hilfe benötigen, zu unterstützen. Manchmal reicht dabei sicherlich ein Pflaster aus oder die Möglichkeit, nach Hause zu telefonieren. Aber auch wenn Kinder sich durch jemanden bedroht fühlen, können sie bei den Projektpartnern Schutz finden. Ziel ist es, ein möglichst lückenloses Netz von Ansprechpartnern für Notsituationen zu schaffen, damit der Weg zur Schule, in die Innenstadt und zum Spielplatz Sicherheit bietet.

Das KiJuPa würde sich freuen, wenn noch viele weitere Unternehmen das Projekt unterstützen würden. Zum einen, indem sie selbst Schutzpartner werden, oder dadurch, dass Sie Kinder über dieses Projekt aufklären. Denn nur wer Emily Engel kennt, wird Emily Engel auch nutzen!

Für die Partnerinnen und Partner der Aktion hat das KiJuPa in Zusammenarbeit mit dem Herdecker Jugendamt eine Informationsbroschüre herausgebracht. Der Flyer enthält wichtige Tipps, wie man reagieren und handeln sollte, wenn ein Kind in ein Geschäft kommt, weil es sich in Not befindet. Zunächst einmal gilt es, das Kind zu beruhigen. Man sollte dem Kind das Gefühl geben, nun in Sicherheit zu sein, ihm die Angst nehmen und sich die Situation erklären lassen. Wenn das Kind nach Hause möchte, sollte man sich mit den Eltern in Verbindung setzen. Falls das nicht möglich ist, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem Verantwortlichen im Kindergarten bzw. der jeweiligen Schule oder dem Jugendamt. Wichtig ist auch, dem Kind eine Wartemöglichkeit anzubieten, bis es von den Eltern oder einer anderen Vertrauensperson abgeholt wird!