Die Wunschbaumaktion des KiJuPa

Erstmals im Jahr 2000 haben sich die Herdecker Jungparlamentarier mit ihrem „Wunschbaumprojekt" dafür stark gemacht, dass Kinder, dessen Eltern finanziell nicht so gut gestellt sind, zu Weihnachten ein zusätzliches Geschenk bekommen.

Mittlerweile verfügt das preisgekrönte KiJuPa-Projekt über viele Nachahmer in Nachbarstädten und hat sich als ein fester Bestandteil in der Herdecker Weihnachtszeit etabliert.

Viele Herdeckerinnen und Herdecker unterstützen diese Aktion schon seit Jahren. Dem Engagement und der Bereitschaft dieser Menschen, einem fremden Kind zu Weihnachten einen Wunsch zu erfüllen, verdankt das Projekt seinen andauernden Erfolg.

 

Herdecker Rathausführer für Kinder: KiJuPa stellt neue Broschüre vor

Was passiert eigentlich im Rathaus? Welche Aufgaben hat die Bürgermeisterin? Wann geht man zum Standesamt? Warum heißt die Kämmerei so? Und was ist überhaupt ein Rat der Stadt? Auf diese und noch viel mehr Fragen liefert der neue Rathausführer für Kinder die Antworten. Die 28-seitige Broschüre wurde im Jahr 2012 durch das Kinder- und Jugendparlament vorgestellt.

In kindgerechter Sprache und selbst gemalten Bildern aus einem Malwettbewerb von Grundschülerinnen und Grundschülern soll der Rathausführer besonders die Dritt- und Viertklässler als Zielgruppe ansprechen.

Insgesamt 1.200 Exemplare wurden in den Grundschulen verteilt. Zudem ist die Broschüre im Rathaus und den Häusern der offenen Tür erhältlich. Zum Download steht der Rathausführer auch hier auf der städtischen Homepage zur Verfügung.

Das Kinder- und Jugendparlament hat sich mit dem Rathausführer für Kinder selbst ein kleines Denkmal gesetzt. Zwei Jahre ehrenamtliche Arbeit liegen hinter den Nachwuchspolitikern.

 

Emily Engel beschützt Kinder in Not

In Arbeitskreistreffen und Sitzungen beschäftigt sich das KiJuPa immer wieder mit der Frage: „Was macht eine Stadt kinderfreundlich?" Eine Antwort darauf lautet: „Kinder müssen sich in ihrer Stadt sicher fühlen und wissen, dass ihnen jemand hilft und sie beschützt, wenn sie Angst haben oder in eine bedrohliche Situation geraten".

Aus diesem Grund wurde vom KiJuPa das Projekt „Emily Engel" entwickelt. Überall dort, wo der selbst entworfene Aufkleber oder das Plakat „Emily Engel" sichtbar ausgehängt ist, haben sich die Inhaberinnen und Inhaber eines Geschäftes oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Institution dazu bereit erklärt, Kinder und Jugendliche, die Hilfe benötigen, zu unterstützen. Manchmal reicht dabei sicherlich ein Pflaster aus oder die Möglichkeit, nach Hause zu telefonieren. Aber auch wenn Kinder sich durch jemanden bedroht fühlen, können sie bei den Projektpartnern Schutz finden. Ziel ist es, ein möglichst lückenloses Netz von Ansprechpartnern für Notsituationen zu schaffen, damit der Weg zur Schule, in die Innenstadt und zum Spielplatz Sicherheit bietet.

Das KiJuPa würde sich freuen, wenn noch viele weitere Unternehmen das Projekt unterstützen würden. Zum einen, indem sie selbst Schutzpartner werden, oder dadurch, dass Sie Kinder über dieses Projekt aufklären. Denn nur wer Emily Engel kennt, wird Emily Engel auch nutzen!

Für die Partnerinnen und Partner der Aktion hat das KiJuPa in Zusammenarbeit mit dem Herdecker Jugendamt eine Informationsbroschüre herausgebracht. Der Flyer enthält wichtige Tipps, wie man reagieren und handeln sollte, wenn ein Kind in ein Geschäft kommt, weil es sich in Not befindet. Zunächst einmal gilt es, das Kind zu beruhigen. Man sollte dem Kind das Gefühl geben, nun in Sicherheit zu sein, ihm die Angst nehmen und sich die Situation erklären lassen. Wenn das Kind nach Hause möchte, sollte man sich mit den Eltern in Verbindung setzen. Falls das nicht möglich ist, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit einem Verantwortlichen im Kindergarten bzw. der jeweiligen Schule oder dem Jugendamt. Wichtig ist auch, dem Kind eine Wartemöglichkeit anzubieten, bis es von den Eltern oder einer anderen Vertrauensperson abgeholt wird!