Klimabildung

„Unsere Stadt – Unser Klima“ so lautet der Titel des integrierten Klimaschutzkonzepts der Stadt Herdecke, welches durch den Rat der Stadt im März 2013 beschlossen wurde. Dieses Konzept bildet die Grundlage für künftige Energie- und Klimaschutzaktivitäten im Stadtgebiet. Mit dem Konzept soll ein Maßnahmenpaket umgesetzt werden, um diese Ziele zu erreichen. Hierzu wurden mit Bürgerbeteiligung vier Handlungsfelder in Workshops herausgearbeitet.

Während sich drei der Handlungsfelder rund um den Gebäudebestand im Stadtgebiet und Energieeffizienz drehen, befasst sich das vierte Handlungsfeld mit Umweltbildung und Mobilität. Hier ist insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen vorgesehen, wobei Kindern und Jugendlichen Klimaschutz aktiv nahe gebracht werden soll.

„In allen knapp 42.000 deutschen Schulen könnten jährlich ca. 200 Millionen Euro an Energiekosten – vorrangig durch Verhaltensänderungen – eingespart werden. Dies zeigt die bundesweite Studie ‚Einsparprojekte an Schulen‘ des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU e.V., Berlin).“

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Hausmeisterinnen und Hausmeister sind also aufgefordert, durch einfach umsetzbare Energiesparmaßnahmen Wärme, Strom, Wasser und Müll zu sparen. Im Vordergrund steht dabei energiebewusstes Alltagsverhalten bei der Benutzung von Thermostatventilen, Lampen, sonstigen elektrischen Geräten und insbesondere beim Lüften. Desto früher junge Menschen den ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt lernen, um so mehr integrieren sie den Klimaschutz in ihre täglichen Abläufe und passen ihre zukünftigen Lebensmodelle dementsprechend an. Natürlich spielen auch hier Schulwege eine wesentliche Rolle.

 

Aktuelle Projekte und Aktionen:

Klimaschutzwettbewerb der Herdecker Schulen

Auf Anregung der Bürgerinitiative Semberg hatte der Vorstand der Bürgerstiftung im Herbst 2013 beschlossen, einen Klimaschutzwettbewerb für alle Herdecker Schulen auszuschreiben. Hintergrund ist die Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Herdecke, mit dem Ziel, die CO²-Emissionen, die derzeit bei jährlich 8,5 t pro Einwohner liegen, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten deutlich zu reduzieren. Da dieses Ziel nur durch die umfassende Aktivität vieler Bürgerinnen und Bürger und besonders auch zukünftig der jungen Generation zu erreichen ist, sollen von Anfang an die Kinder und Jugendlichen in den Schulen einbezogen werden.

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Mitgliedern der Bürgerinitiative Semberg, der Bürgerstiftung und der Lokalen Agenda der Stadt Herdecke hat dazu eine Wettbewerbsmappe erarbeitet, die jetzt an die Herdecker Schulen übergeben wird. Als Preisgeld werden insgesamt 2.500 € zur Verfügung gestellt, davon bereits 1.000 € von der Bürgerinitiative Semberg.

Der Startschuss für die Übergabe der Wettbewerbsmappe fiel am 29. April 2014 in der Grundschule Vinkenberg. Schulleiterin Michaela Franz hatte zusammen mit ihren Kolleginnen sowie den Schülerinnen und Schülern ein beeindruckendes Programm für die Vertreter der an der Planung des Wettbewerbs beteiligten Einrichtungen vorbereitet. Eingerahmt wurde es durch zwei Lieder.

Quelle: Bürgerstiftung Herdecke

 

„Stromspar-Check in einkommensschwachen Haushalten"

Strom wird jedes Jahr teurer. Mit dem kostenlosen „Stromspar-Check" können seit 2010 auch Herdecker Haushalte mit geringem Einkommen ihre Energie- und Wasserkosten senken, dabei Geld sparen und gleichzeitig ihren Ausstoß an klimaschädlichem CO2 reduzieren. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion des Deutschen Caritasverbandes, der Energieagentur Deutschland und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Und so funktioniert der Stromspar-Check: Geschulte Stromsparhelfer kommen auf Wunsch in einkommensschwache Haushalte und führen den Stromspar-Check durch. Dabei werden die Verbrauchswerte von z.B. Waschmaschinen, Elektroherden, Kühlschränke, Lampen, Computer, Wasserkocher und Fernsehgeräten ermittelt. Danach geben die Stromsparhelfer qualifizierte Tipps, wie jeder seinen persönlichen Energie- und Wasserverbrauch mit einfachen Mitteln senken kann. Dabei bleibt es aber nicht.

 

Bei einem zweiten Besuch werden kostenlos z.B. Energiesparlampen, Wasserperlatoren, schaltbare Scherleisten usw. im Gesamtwert von etwa 70,00 € eingebaut, so dass eine deutliche Reduzierung der Energie- und Wasserverbräuche erreicht wird, die dem eigenen Geldbeutel guttut und dabei hilft, unser Klima zu schützen.

Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen. Fragen zum Stromspar-Check richten Sie bitte an die Lokale Agenda 21 der Stadt Herdecke oder die Caritas Hagen e.V. (02331-91840)

So können Sie mitmachen:

  1. Rufen Sie die Stromsparhelfer an und vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 02302-2783093.
  2. Die Stromsparhelfer kommen zu Ihnen und überprüfen Ihren Stromverbrauch. Gleichzeitig erhalten Sie die ersten Tipps, wie Sie Strom sparen können.
  3. Beim zweiten Besuch der Stromsparhelfer erhalten Sie dann ihr kostenloses Stromspar-Paket, das auch sofort montiert wird.
  4. Zusätzlich erhalten Sie einen Stromspar-Fahrplan, der auf Ihren Haushalt abgestimmt ist und der konkrete Vorschläge macht, wie Sie Ihren Stromverbrauch weiter reduzieren können.

Unter www.stromspar-check.de erhalten Sie weitere Informationen.

Wie steht es um Ihre persönliche CO2-Bilanz?

Klimapolitisch noch akzeptabel wäre ein CO2-Ausstoß von weltweit 2,5 Tonnen pro Person und Jahr. In Deutschland liegt die durchschnittliche CO2-Emission jedoch bereits bei ca. 11 Tonnen pro Jahr.

Unsere ganz persönliche CO2-Bilanz wird bestimmt durch unsere Art zu Wohnen, zu Essen, zu Konsumieren, uns zu Bewegen und die Menge an Energie, die wir dabei verbrauchen. Deshalb ist der CO2-Rechner optimal, um Ihnen auf leicht verständliche und nachvollziehbare Art und Weise zu zeigen, wie groß ihr persönlicher Betrag am Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 ist. Auch können Sie anschaulich nachvollziehen, wie ein verändertes Nutzerverhalten, beispielsweise bei der veränderten Nutzung des eigenen PKW, ihre persönliche CO2-Bilanz beeinflusst.

Weitere Informationen erhalten Sie unter uba.klima-aktiv.de.