Klimaanpassungskonzept

Motivation und Ausgangslage

Auch in Herdecke sind mittlerweile Klimaveränderungen zu spüren. In der Vergangenheit kam es zu Schäden durch Starkregen, Sturm- und Hochwasserereignisse. Es ist absehbar, dass diese Auswirkungen zukünftig deutlich häufiger auftreten und an Intensität zunehmen. Eine Gesamtstrategie für die Zukunft soll dazu beitragen, die daraus entstehenden Risiken für die Bevölkerung zu vermeiden bzw. zu minimieren. Aus diesem Grund erstellt die Stadt Herdecke derzeit ein Klimaschutzteilkonzept „Klimaanpassung für Herdecke“

Bereits seit 1999 engagiert sich die Stadt Herdecke im Bereich Klimaschutz. Mit der Erstellung eines Stadtökologischen Fachbeitrags (STÖB) in 2004 wurde eine erste Bestandsaufnahme von Natur und Landschaft im besiedelten Raum der Stadt durchgeführt. Der STÖB enthält erste Umsetzungsvorschläge zur Sicherung, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft.

Zwischen 2011 und 2013 wurde ein Klimaschutzkonzept erarbeitet und vom Rat der Stadt Herdecke beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet. Von 2015 bis 2018 arbeitete die Stadt Herdecke bereichsübergreifend am Qualitätsmanagementprozess „European Energy Award® (EEA) und wurde schließlich mit selbigem ausgezeichnet. Es wurde ein Energiepolitisches Arbeitsprogramm erarbeitet, welches schrittweise umgesetzt wird. Eine entwickelte Maßnahme darin ist die Erstellung eines Klimapassungskonzeptes (Maßnahme 1.1.4).

Inhalt und Zielsetzung des Klimaanpassungskonzeptes

Die Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Nach einer öffentlichen Ausschreibung im Oktober 2019 wurde das Planungsbüro BKR aus Essen mit der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes beauftragt. Wesentliche Inhalte des Konzeptes sind es, anhand einer Bestandsanalyse die aktuelle Situation vor Ort zu bewerten und mögliche zukünftige Gefährdungen für die Bevölkerung zu identifizieren. Aufbauend auf dieser Analyse werden notwendige Handlungsfelder aufgezeigt. Gemeinsam mit der Herdecker Bevölkerung, der Politik sowie Vertretenden betroffener Behörden sollen Maßnahmenvorschläge für die Zukunft entwickelt werden. Diese sollen dazu beitragen, sich auf die zu erwartenden Änderungen des Klimas einzustellen und die entstehenden Schäden nach Möglichkeit frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden bzw. zu begrenzen.

Bei der „Anpassung an den Klimawandel“ geht es z. B. um Hitzeperioden, Sturm, Starkregen und Hochwasser, aber auch um die Information und Beteiligung der kommunalen Akteure bei der Formulierung von Maßnahmen. Es handelt sich dabei um eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche des kommunalen, staatlichen, unternehmensbezogenen und privaten Handelns betrifft, daher ist die Abstimmung eines Anpassungskonzepts eine interdisziplinäre Aufgabe.

Das Klimaanpassungskonzept soll bis Ende 2020 erstellt werden und folgende Bausteine aufweisen:

  • Klimaanalyse und Folgen des Klimawandels
  • Bewertung der Risiken und Betroffenheiten
  • Gesamtstrategie
  • Beteiligung von Öffentlichkeit und Expertinnen und Experten
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs
  • Kommunikation, Verstetigung und Controlling.

In der folgenden Präsentation erhalten Sie einen ersten Überblick über die Ergebnisse der Bestandsanalyse für die Stadt Herdecke.