Kreis weist auf Europäische Woche der Abfallvermeidung hin

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Vom 19. bis 27. November findet in ganz Europa die Woche der Abfallvermeidung statt. Bereits zum siebten Mal sollen diese sieben Tage helfen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, Abfall möglichst erst gar nicht entstehen zu lassen. In diesem Jahr stehen die Verpackungsabfälle im Fokus.

 

„Die öffentlichkeitswirksame Aktion“, so Elisabeth Henne, Abfallfachfrau der Kreisverwaltung, „kommt zu einem Zeitpunkt, der kaum passender sein könnte. Schließlich sind die Adventszeit und Weihnachten die abfall- und verpackungsreichste Zeit des Jahres.“

 

Natürlich können viele Abfälle heute sinnvoll verwertet werden. Bestes Beispiel dafür ist der Biomüll aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Daraus wird in einer Anlage in Witten seit Jahren Strom für 2.500 Haushalte und wertvoller Kompost produziert. „Dies“, so Henne, „darf aber nicht darüber hinwegtäuschen: Wer Umwelt und Ressourcen schonen möchte, der kauft und schenkt möglichst so, dass Abfälle erst gar nicht entstehen.“

 

Henne sieht zudem eine traurige Verbindung zwischen Verpackungen und Biomüll. Denn: Die Selbstverpflichtung des Handels auf Plastiktüten zu verzichten, macht sich an der Vergärungsanlage in Witten bislang kaum bemerkbar. Nach wie vor nutzen viele diese Tüten, um darin Bioabfall zu sammeln. Anschließend landet alles in der Biotonne, behindert und verteuert den Verwertungsprozess. „Und“, so Henne, „neben den Plastiktüten finden wir auch viele andere - teils völlig sinnlose und überflüssige - Verpackungen in der braunen Tonne. Auch das ist mehr als unschön.“

 

Der Ennepe-Ruhr-Kreis nimmt die Europäische Woche der Abfallvermeidung daher auch zum Anlass, um auf ein Recht hinweisen, das offenbar immer mehr in Vergessenheit gerät. Niemand muss unnütze Umverpackungen nach dem Einkauf mit nach Hause nehmen. Der Handel ist verpflichtet für Umverpackungen in seinem Markt, mindestens jedoch auf dem Gelände seines Marktes, die Rücknahme sicherzustellen. „Von dieser Möglichkeit“, hat Henne beobachtet, „machen Bürger leider immer seltener Gebrauch.“ Ihre These: Je mehr unnütze Umverpackungen in den Läden bleiben, desto größer die Aussichten auf ein Weniger davon. Hier sei das Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher gefordert.

 

Für alles, für das Bürger keine Verwendung mehr haben, stellt der Ennepe-Ruhr-Kreis eine Fülle von Recyclingmöglichkeiten zur Verfügung. Neben den verschiedenen Mülltonnen, die es richtig zu befüllen gelte, zählt Henne dazu für Ausgedientes, das noch gut erhalten ist, auch Second Hand Läden. Oder auch das Angebot der Städte Herdecke, Schwelm und Wetter. Sie bieten im Internet (www.region-ennepe.internet-verschenkmarkt.de) einen Tausch- und Verschenkmarkt.

 

 

Text: Ennepe-Ruhr-Kreis