Mehrere Generationen unter einem Dach und naturnahe Parkanlage

 

 

Der Herdecker Bahnhof hat ein neues Gesicht bekommen. Der Vorplatz ist modern, hell und ohne Angsträume gestaltet worden. Park-and-Ride-Stellplätze sind ebenso entstanden wie ein Toilettenhäuschen, abschließbare Fahrradboxen, eine Stromtankstelle und ein Car-Sharing-Standort. Auch die unmittelbare Busanbindung an den Herdecker Bahnhof steht seit Anfang des Jahres 2013 zur Verfügung.

 

Nachdem der Herdecker Bahnhofsvorplatzes umgestaltet wurde, ist auch der Ausbau des Geländes hinter dem Bahnhof mit Wendehammer, Busanbindung und weiteren Park-and-Ride-Stellplätzen sowie die Umgestaltung der Grünfläche zur Parkanlage abgeschlossen. Die Herdecker Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (HGWG) hat im ersten Bauabschnitt ein Mehrgenerationenwohnprojekt realisiert. Auch für den zweiten Abschnitt wird diese Mischung auf Grund der hohen Nachfrage erneut verwirklicht.

Auf dieser Seite finden Sie mehr Informationen rund um die Umgestaltung am und um den Bahnhof.

In zwei Bauabschnitten hat die HGWG (Herdecker Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft) das Mehrgenerationenwohnprojekt realisiert. Auf rund 3.700 qm Fläche wurden im ersten Bauabschnitt 30 Wohnungen errichten. Zentrumsnah, ruhig und gut an den ÖPNV angeschlossen. Der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft hatte auf Grund der hohen Nachfrage beschlossen, im zweiten Abschnitt weitere Wohnungen in gleicher Form zu errichten. Der Bebauungsplan sieht in Richtung Mozartweg zudem Grundstücke für Einfamilienhäuser vor.

Die Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung durch eine klimaschonende, ökologische Bauweise sowie die Förderung von günstigem und familiengerechtem Wohnraum ist hier erklärtes Ziel der Stadt.

Investorenauswahlverfahren für den 3. Bauabschnitt

Nun folgt der dritte und letzte Bauabschnitt. Hierzu hatte die Stadt Herdecke zu einem Investorenwettbewerb aufgerufen. Die Gesamtfläche beträgt fast 4.000 Quadratmeter. Der Bebauungsplan sieht für den Bereich sogenannte Kettenhäuser vor, die in definierte Baufenster geplant werden können. Dabei gilt es nicht nur gestalterische Vorgaben zu berücksichtigen, sondern auch gewisse Standards wie Balkone oder Terrassen einzuplanen. „Pro Gebäude dürfen maximal drei Wohneinheiten errichtet werden“, erläutert Daniel Matißik, Leiter des Planungsamtes bei der Stadt. Und auch Richtlinien zum sozialen Wohnungsbau müssen erfüllt werden, so dass 60 bis 65 Prozent der Gesamtgeschossfläche der insgesamt zehn Gebäude als geförderter Wohnraum ausgewiesen werden soll, der Rest frei finanziert.

Einsendefrist der Bewerbungen der Architekten und Bauträger war am 30. März 2017. Eine Jury, bestehend aus Vertretern von Politik und Verwaltung, bewertet die Unterlagen und legt sie dem Rat der Stadt zur Entscheidung vor. Innerhalb von zwei Jahren nach Vertragsabschluss wird es dann losgehen mit dem Bau.

Ein Ausschreibungsexposé steht hier auf der städtischen Homepage zum Ansehen, Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung.

 

Das neue Baugebiet soll einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Inanspruchnahme von Flächen für Siedlungszwecke im Außenbereich zu verhindern und die Infrastruktur der Innenstadt Herdecke zu stärken. Im Zusammenhang mit der Modifizierung des städtebaulichen Konzeptes wurde auch die ÖPNV-Anbindung verbessert. Hinter dem Bahnhof ist eine Buswendeschleife entstanden, so dass der Bahnhof von beiden Seiten an das Busnetz angeschlossen ist. Zusammen gefasst erforderten die geplanten Maßnahmen eine Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65 „Bahnhof“. Der Rat der Stadt hat der Änderung zugestimmt.

 

Eine öffentliche Grünanlage geprägt vom wertvollen Rest einer industriellen Kulturlandschaft

Zwischen Steinbruch und Wohnbebauung ist eine öffentliche Grünanlage entstanden. Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Verkehr hat dem Planungskonzept zugestimmt und beschlossen, die Verwaltung mit der Umsetzung des Konzeptes zu beauftragen. Die Landschaftsarchitektin Christiane Tamkus aus Dortmund stellte die Planungen den Ausschussmitgliedern und Zuhörerinnen und Zuhörern vor.

Das gesamte Gestaltungskonzept basiert auf der Geschichte des Ortes. Geprägt vom wertvollen Rest einer industriellen Kulturlandschaft blieb das Landschaftsbild erhalten. Die Fläche des alten Steinbruches bietet eine einzigartige Naturkulisse und wurde in die Gestaltung einbezogen. Dabei blieb auch die gesamte Felswand erhalten und ein Zaun in Höhe von 1,20 Metern schützt vor dem Betreten der sogenannten Schutzzone.

Eine individuelle öffentliche Grünfläche, die einerseits dem Natur- und Landschaftschutz ganz besondere Achtung erweist, als auch eine große Freifläche als angenehmer Aufenthaltsort zum Verweilen ist entstanden.

Bei der Ausstattung der Grünanlage wurden Gegenstände gewählt, die optisch und charakteristisch zum Gesamtbild des Steinbruches passen. So wurden beispielsweise Felsbrocken im Park verteilt, die zum Sitzen dienen. Eine größere Spielfläche wurde ergänzt durch mehrere Spielinseln. Das Besondere dabei: Nicht nur Klettergerüst, Schaukel oder Sandkasten für Kinder wurden errichtet, auch Fitnessgeräte für die älteren Generationen haben ihren Platz gefunden. So wurde das Thema des Miteinanders der Generationen auch in der Grünanlage aufgegriffen.

700.000 Euro kostet die naturnahe Anlage, einschließlich der Flächensanierung. 70 Prozent davon werden durch Land und Bund im Rahmen des Projektes „Stadtumbau West“ gefördert.

Impressionen von der bereits fast fertig gestellten Parkanlage gibt es unten auf dieser Seite.

Impressionen vom 16. Februar 2015

Impressionen vom 24. Februar 2015

Impressionen vom 16. Juli 2015

Impressionen vom 21. Oktober 2015

Impressionen vom 24. Mai 2016

Impressionen vom 30. Mai 2016 - Eröffnung

Impressionen vom 26. Oktober 2016

Impressionen vom 04. April 2017

Impressionen vom 22. September 2017