Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist eine in Deutschland heimische Schmetterlingsart, die sich in den letzten Jahren massenhaft vermehrt hat.

Auch in Herdecke gibt es mittlerweile bestätigte Funde von Nestern des Eichenprozessionsspinners. Da von den Raupen des Eichenprozessionsspinners eine Gefahr für die Gesundheit ausgeht, werden die Nester in der Regel entfernt, die Bereiche um betroffene Eichen abgesperrt oder entsprechend beschildert.

Die Gefahr entsteht durch die Entwicklung von Brennhaaren im dritten Larvenstadium der Raupe. Diese enthalten ein Nesselgift, das allergische Reaktionen auslösen kann.

Die Stadt Herdecke appelliert daher an Bürgerinnen und Bürger, bei Auftreten von Nestern, Abstand von den betroffenen Bäumen zu halten.

Sofern Bürgerinnen und Bürger ein solches Nest an einer städtischen Eiche entdecken, bittet die Stadtverwaltung darum, die entsprechenden Standorte zu melden.

Es wird außerdem – insbesondere Eigentümerinnen und Eigentümern von Eichen – empfohlen, sich über diese Falterart zu informieren.

Auf dieser Seite finden Sie einige Dokumente, die Informationen über den Eichenprozessionsspinner, die von ihm ausgehende Gesundheitsgefährdung, Empfehlungen zum Verhalten und mögliche Bekämpfungsmaßnahmen enthalten.

Sie können sich darüber hinaus auf dem unten aufgeführten Link weitere Informationen anschauen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/biozide/biozidprodukte/insektizide/informationen-eichenprozessionsspinner.

Wichtig – Unterscheidung von Gespinstmotte und Eichenprozessionsspinner

Bei aller Vorsicht sollte keine Panik entstehen. Es gibt beispielsweise auch Personen, die keinerlei allergische Reaktionen auf den Kontakt der Brennhaare zeigen. Oder bei der vorgefundenen Raupe handelt es sich gar nicht um den Eichenprozessionsspinner. Die Verwechslungsgefahr mit einer anderen Schmetterlingsart, der Gespinstmotte, ist groß. Dabei gibt es bedeutsame Unterschiede zwischen den beiden Faltern:

Von der Gespinstmotte geht keine Gefahr für Menschen und Tiere aus. Sie ist unbehaart, gelb mit schwarzen Punkten und fällt besonders durch die dichten, weißgrauen sogenannten Gespinste auf, die ganze Bäume einhüllen können. Doch auch wenn bei starkem Befall Bäume und Sträucher kahlgefressen werden, besteht kein Grund zur Sorge. Es sind keine Gegenmaßnahmen erforderlich. Die betroffenen Pflanzen treiben nach dem so genannten Kahlfraß wieder aus.

Auch Forstexperten raten von einer Bekämpfung mit Gift ab. Die Motten und ihre Raupen sind Bestandteil eines funktionierenden Ökosystems und als solcher erhaltungswürdig.

Die Gespinstmotte kommt dabei meist an Traubenkirschen vor. Befallen sind gelegentlich auch Arten wie beispielsweise Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln oder Weiden.

Der Eichenprozessionsspinner tritt dagegen ausschließlich an Eichen auf!

Der Eichenprozessionsspinner hat eine gräulich-schwarze Färbung und ist vollständig behaart. Sein Vorkommen an Eichen erkennt man in der Regel gut an weißen Nestern in den Eichen. Anders als die Gespinstmotte hüllen sie dabei nicht den kompletten Baum mit einem Gespinst ein.

Sofern Sie eine verdächtige Raupe entdecken, schauen Sie im ersten Schritt, ob es sich nicht doch um die harmlose Gespinstmotte handeln könnte. Die Unterschiede sind dabei auch mit ausreichendem Abstand ganz gut zu erkennen.