Radverkehrswegekonzept: Stadt Herdecke setzt auf Onlinebeteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Foto Fahrrad: stadtVerkehr
Foto Fahrrad: stadtVerkehr

Herdecke soll sich zu einer fahrradfreundlicheren Stadt entwickeln. Aus diesem Grund wurde das Büro „stadtVerkehr“ aus Hilden von der Stadt Herdecke beauftragt, das Klimaschutzteilkonzept „Radverkehr“ zu erstellen. Das gesteckte Ziel: Den Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen zu steigern, eine umweltfreundliche Mobilität zu fördern und so die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Im Rahmen einer ersten Bürgerbeteiligung im Oktober 2019 nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich in den Planungsprozess einzubringen. Das Planungsamt der Stadt Herdecke trug bei der Veranstaltung gemeinsam mit dem Büro „stadtVerkehr“ aus Hilden Mängel und Schwachstellen im Radwegenetz zusammen.

Aufbauend auf den Siedlungs- und Gewerbeschwerpunkten sowie sozialen und öffentlichen Einrichtungen wurde ein Liniennetz mit den Kategorien „Haupt-, Nebennetz und ergänzendes Freizeitnetz“ entwickelt. Aus den Ergebnissen der Bürgerveranstaltung und einer umfassenden Bestandsanalyse der Situation vor Ort ist ein Katalog mit Maßnahmen und Handlungsvorschlägen entstanden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich nun über eine interaktive Kartenanwendung (INKA) einen ersten Einblick über den Maßnahmenkatalog verschaffen. Auf der städtische Homepage gelangt man im Bereich Nachhaltigkeit/Radverkehrswegekonzept zu einer Karte vom Herdecker Stadtgebiet, auf der alle Methoden an der entsprechenden Stelle verortet sind.

Einzelne Maßnahmen können kommentiert oder mit „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ bewertet werden.

Ergänzt wird der Katalog durch einen ausführlichen Bericht, der Einblick in die bisherige Arbeit des Büros „stadtVerkehr“ und eine Übersicht zu den verschiedenen flankierenden Maßnahmen, die den Radverkehr in Herdecke stärken sollen, gibt. „Wir haben uns bewusst für diese Online-Variante der Bürgerbeteiligung in Zeiten von Corona entschieden“, so Planungsamtsleiter Daniel Matißik. Die Kartenanwendung und die entsprechende Abstimmung stehen sechs Wochen lang – vom 15. Juli bis zum 26. August 2020 – online zur Verfügung. „Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis.“